Tanz mit der Schlange
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Eine Earthdawn Kampagne: Chona, T’Skrang Schwertmeister, der Troll-Luftpirat Targ, der Windling-Heiler Quendan und die Windling-Tiermeisterin Sambucus Bingel haben sich auf einem Flussboot getroffen. Unser Weg beginnt mit der Suche nach Pilzen in einem Tempel im Dschungel.
Die Titel lege ich zu Beginn des Spielabends fest, ohne zu wissen, was passieren wird.
Table of Contents
- Treffen
- Jäger
- Pilze
- Echsen
- Fluss
- Schildkröten
- Den Galangar hinauf
- Jagdglück
- Schleichpfad
- Keine Rast
- Nebel
- Weitere
- Tanzen
- Ein bisschen Frieden
- Fried fertig
- Ankunft
- Abschiede
- Motivation
- Pläne
- Tat
- Bruch
- Explosion
- Nass
- Zellen
- Rettung
- Schritte
- Stürze
- Leid
- Würze
- Schilf
- Vergessen
- Alt
- Stürmisch
- Flug
- Tiefe
- Wellen
- Macht
- Anhang
Treffen
Wir treffen uns auf dem Flussboot.
- Quendan, weil das Boot seines Niall’s fehlte.
- Targs Luftschiff ist abgestürzt.
- Sambucus Bingel ist auch da.
- Chona war dabei, gleicher Niall wie Quendan. Sein Spieler konnte aber in der ersten Runde nicht dabei sein, deswegen ist dieser Abschnitt kurz.
Auf dem Weg zum Berg, der plappernde Windling Skreet suchte tolle Abenteurer und hatte Gratisgetränke bei seinem Chef. Älterer, hustender Zwerg Wyven, sehr nett und gebrechlich. Macht botanische Forschungen und sucht den Pilz Graukappenmatala. Seit der Plage nicht mehr gesehen.
Wollte eine Expedition zu einem Jaspree Tempel schicken, die nach dem Pilz sucht. Für 100 Silberstücke und ein Flussboot.
Mit Zwerg und Windling und zwei Mulis in den Dschungel. Ein sehr schönes Lager. Dann wurde ein Muli von Raubkatzen geschlagen.
Ich war auf dem Flussboot zu sehr von Rauschmitteln zu betäubt und kam nach.
Jäger
Quendan und Targ gehen irgendwas suchen. Sambucus hat auch nicht verstanden, was gerade passiert. Sie kommen kurz darauf zurück. Haben eine Fratze gesehen.
Targ meint, vielleicht ist es ein T’Skrang mit Maske. Ver’jigor meint, solche Masken hätten Flussschiffer schon gehabt. Sie wollen mit der Maske wilder und gefährlicher sein.
Quendan ruft von einem Ast auf T’Skrang: „Hey du, stören wir dich bei der Jagd, oder jagst du uns?“
Die Maske kommt auf ihn zu und schaut ihn an.
Wyven hustet immer schlimmer, also schlagen wir das Lager schon früher auf. Es hat nur kurz geregnet.
Am Abend schauen sich Sambucus, Ver’jigor und Quendan im Wald, während Targ und ich erst mitten innerhalb einer Gruppe Wahnsinniger Dämonenbesessener merken, dass sie um uns stehen. Wahnsinnige — wir greifen an! Nur sind sie schneller. Targ wird von einem Speer durchbohrt.
Dann wird der Boden plötzlich rutschig, alle außer Targ stürzen, Targ schlägt noch einmal zu, trifft und stürzt dann auch. Die Angreifer robben zum Rand und verschwinden in den Wald.
Papageien sehen UV-Licht, hören Ultraschall wie Hunde und können Gift schmecken.
Quendan behandelt unsere Wunden.
In der Nacht schläft die zweite Wache ein. Skreet und ich wachen erst kurz vor Morgengrauen auf. Ich mache den Fehler zu fragen, was sie machen. Dann erzählt er von seinen unterschiedlichen Indexen und so.
Dann hören wir eine Gruppe Fremder und Sambucus sieht einen Mann in Chitinverkleidung. Als wir ihn alle anschauen, kommt er auf uns zu und sagt, dass er Jäger ist. Rankar. Tiere zum Spaß töten will. Wie Quendan danach sagt, ist er ein Arsch.
Ver’jigor sagt später, dass es Theraner waren. Sklavenjäger. Wir überlegen, ihnen Ärger zu machen, aber Skreet will gleich weiter.
Sambucus und Ver’jigor finden einen Lagerplatz direkt am Tempel und wir richten uns im Wald vor dem Tempel für die Nacht ein.
Pilze
Jasprees Ruinen. Die Außenwände sind zum Teil zerbrochen. Figuren im Hof sind kaum zu erkennen, doch die Toröffnung in der Mauer ist von Abbildern eines Großvaterbaums abgeschlossen.
Aus dem alten Pflaster des Tempels sprießen bereits Bäume und heben mit ihren Wurzeln das Pflaster. Wir wollen die Pilze finden.
Quendan und Sambucus fliegen vor, Targ und ich packen unsere Ausrüstung. Kurz vor dem Tempel bewegt sich eine der der Figuren — eine Gottesanbeterin — und schlägt Quendan aus der Luft zu Boden.
Und schlägt erneut zu. Mit zwei tiefen Krallenwunden wirft er einen Elementarpfeil gegen die Gottesanbeterin. Ihr Panzer raucht etwas, aber sonst passiert nicht viel. Keine Waffengleichheit.
Dann sagt Sambucus ihr, sie soll gehen, und die Gottesanbeterin geht in den Wald davon. Vielleicht doch Waffengleichheit.
Während wir den Hof durchsuchen und sichern, steht Quendan in den Flammen eines Feuers.
Wyven und Skreet haben auf uns gewartet, um gemeinsam in den Tempel zu gehen.
Im Tempel finden wir unter anderen einen zerbrochenen Altar mit einer Statue eines T’Skrang — wohl Jaspree — und zwei breite Treppen, die sich hinter dem Altar treffen und in die Tiefe führen.
Die Lichtschächte sind von Blättern überwuchert, so dass außer unserem Lichtkristall und unseren Fackeln nur schummriges grünes Licht in den Raum fällt.
Wyven hat ein Tintenfässchen mit einem Ring am Finger und kratzt bereits mit einem Federkiel Notizen auf ein Pergament.
Die Treppen führen in eine Höhle, breit genug für drei nebeneinander Gehende — oder sechs Windlinge — mit reich verzierten Balken abgestützt.
Es wird dunkler. Die Verzierungen im Boden wirken wie Schalter. Die mit Fallen verbunden warne. Oder sind. Targ meint, auf einem Weg wurden bereits alle ausgelöst. Und führt uns durch den sicheren Teil.
Vor einer noch scharfen Fallgrube bleibt er stehen. Eine Furche zwischen den Bodensteinen, über vier Schritte hinweg.
Die Windlinge fliegen rüber, dann entschärft Sambucus den Auslöser. Ich bitte Targ trotzdem, das Seil zu halten, aber die Falle hält.
Wir kommen in eine Kammer, deren Boden von den Knochen einer riesigen Kreatur bedeckt ist. So breit wie die Tunnel und mindestens zehn Schritte lang.
Zwischen ihren Knochen liegen Knochen von Namensgebern. Die Wänden sind übersäät mit Hieroglyphen und Piktogrammen von Jaspree. Dunkles Metall blättert spröde von den Zeichen ab, als sei es zersetzt worden.
Keine Pilze sind zu sehen.
Der Schädel ist so groß wie Targ. Ich will auf dem Rückweg den Schädel mitnehmen, aber Sambucus meint, ich sollte ihm seinen Frieden lassen.
Da kommt Ver’jigor nach, der noch geschlafen hatte (noch nicht da war).
Zur linken führt ein Gang in eine Höhle, die Wände von leuchtendem Moos bedeckt und auf dem Boden wachsende Pilze. Aschgraue gefleckte Kappen. Ein Rinnsaal Wasser tritt aus einer Wand hervor und fließt durch Rillen im Boden davon.
Wyven eilt zu den Pilzen und beginnt sie zu untersuchen.
- Wyven: Es stimmt alles. Der Geruch! Die Schnittstelle! Der Geschmack! Das muss er sein! Skreet! Der Probenbeutel!
Skreet sammelt Pilze in einem geflochtenen Sack.
Skreet erzählt Quendan, wie die Pilze gesammelt werden können.
Das ist zu einfach. Ein zweiter Ausgang ist verschüttet — dort wurden Namensgeber von Steinen erschlagen.
Eine dritte Höhle sieht aus wie die erste, nur mit noch mehr Knochen auf dem Boden. Ich bewache ihren Eingang.
Als Wyven zufrieden ist, kommen wir unbeschadet wieder nach oben. Der Beutel scheint kaum etwas zu wiegen. Wyven will gleich im Tempelhof eine Probe nehmen. Er ist erschöpft. Wir gehen aber erst zurück zum Lager; Targ trägt ihn.
Sobald das Feuer brennt, macht Wyven eine Pilzsuppe.
- Quendan: Seid ihr sicher, dass das so sicher ist?
- Wyven: Ich habe mit Skreet ein altes Rezept gefunden.
Er probiert konzentriert von der Pilzsuppe wie ein Gourmet. Nach einer Minute schluckt er.
Der Pilz ist schleimig und die anderen meinen, er schmeckt erdig, aber nicht bitter. Ich esse als einziger nicht davon. Irgendwer muss ja übrig bleiben.
Doch am nächsten morgen stinkt nur der Urin ganz furchtbar. Und Wyven geht es am nächsten morgen deutlich besser.
Auf dem Rückweg leidet unsere Ausrüstung unter der Feuchtigkeit. Das Leder setzt sogar Schimmel an. Die Pausen sind von Putzen von Ausrüstung gefüllt, während wir einem Wasserlauf folgen.
Bei einer Bucht bewundert Sambucus das schöne Wasser. Weiter hinten sind verfallene Hütten — auf das Wasser gebaut. Die meisten sind verlassen, aber aus einer blickt ein Namensgeber in unsere Richtung. Ein abgemagerter Elf.
Quendan fliegt in dessen Richtung, um ihm Hilfe anzubieten. Der Elf versucht sich zu verstecken.
- Quendan (auf Throal): Hey du, brauchst du Hilfe? Möchtest du eine Ration haben? Mein Essen ist leider ganz klein, weil ich ja ein Windling bin. Aber hier ist ein Keks.
Aus einem Loch in der Wand blickt der Elf ihn an. Das Licht beginnt bereits der Dämmerung zu weichen. Es dauert eine Weile, dann tritt der Elf langsam in die Sicht. Seine Haut ist übersäät mit Kratzern und blauen Flecken.
Quendan wirft ihm einen in Tuch eingeschlagenen Keks zu, das der Elf sich vorsichtig nimmt und dann zurückspringt, um es zu essen.
- Der Elf (zeigt auf sich selbst): Vesrel.
Ver’jigor kommt dazu und übersetzt auf Elfisch. Das der Elf mehr oder weniger zu verstehen scheint. Er spricht wie die Jäger.
Vesrel sagt, er ist seinem Herren Rankar entkommen. Er hat von einem Ort gehört, wo Sklaven frei leben können.
Wir bieten ihm an, ihn zumindest bis zum nächsten Dorf mitzunehmen und schlagen erst einmal ein Lager auf. Von Quendans magischem Essen isst er allerdings nicht und isst stattdessen Sambucus Trockenproviant.
Er fühlt sich nicht wohl damit, von einem Zauberer beschworenes Essen zu essen. Da weiß er nicht, was passiert.
Wyven fängt am nächsten Tag an, mit Vesrel zu sprechen. Und erzählt ihm von den Segnungen der Zwerge, dem Ratsvertrag und dem freien Leben.
Er entspannt sich langsam und schläft sogar nachts.
Die Nacht vergeht mit Regen. Am nächsten Tag hören wir mittags Trommeln. Mit Sambucus Anleitung kommen wir auf einfacheren Pfaden voran, um den Trommeln zu entkommen. Wir hören sie hinter und neben uns, aber zum Glück nicht von vorn.
Dann hören wir Kampfeslärm. Und dann Stille. Ver’jigor schleicht sich in Richtung des vorherigen Kampflärms und findet die Leichen eines Menschen, eines Orks und eines Elfen. Gut genährt. Rankars Gruppe. Übersäät von Speerwunden und gespickt mit Blasrohrpfeilen. Einer mit Schaum vorm Mund. Ihre Waffen und Ausrüstung fehlen.
Eine einzelne Spur eines Nicht-T’Skrang führt von dem Platz weg.
Eine Person kommt durch den Wald gerannt. Ich springe hinter einen Baum und die Person rennt an mir vorbei. Gehetzt. Rankar, mit dem Rücken zu mir. Beschwert sich, dass die Wilden keinen fairen Zweikampf annehmen, und fragt, ob wir ihn eskortieren. Sambucus sagt klar nein und er geht in den Wald zurück.
Ich senke die Waffe wieder.
Wir versuchen selbst, den Jagdgruppen der T’Skrang zu zu entkommen, aber die Trommeln kommen näher und …
… der Spielleiter fährt nach Abschluss der Terminplanung herunter.
Echsen
Wir sind auf einem engen Pfad zwischen Unterholz. Ein T’skrang Krieger mit Maske ruft uns zu, „bleibt stehen, wenn ihr leben wollt. Wer ist euer Anführer?“.
Quendan meint, es ist der Zwerg Wyven. Der so sehr hustet, dass am Ende Quendan spricht.
- „Wir waren nur im Tempel.“
- „Warum wurde mir zugetragen, dass eine Gruppe von uns von Leuten wie euch angegriffen wurde?“
- „Das war ein Missverständnis.“
Er glaubt es nicht und springt in den Wald zurück. Stößt einen kehligen Ruf aus.
Wir fliehen auf dem Pfad weiter. Kurz vor einer Lichtung warnen uns Sambucus und Ver’jigor: es sitzen zwei Maskierte in den Bäumen.
Sambucus fliegt auf einen Baum, Ver’jigor zieht den Bogen und trifft. Ich locke den Esel mit Wyven in Deckung.
Targ greift mit seiner riesigen Axt einen von zwei aus dem Wald Tretenden an.
Ein prächtigerer T’skrang tritt hinter die beiden und schießt einen Blasrohrpfeil auf Targ.
Targ holt weit aus. Ich komme aber nicht vorbei; ziehe meine Bola. Treffe einen im Baum, aber er bleibt oben.
Quendan vereist wieder den Boden.
Sambucus flattert leise durch die Wipfel und schneidet einem in den Bäumen mit einem Schlag den Schwanz ab.
Ich laufe auf den Troll Targ los, ducke mich „Beine auseinander!“, tauche zwischen seinen Beinen durch, rutsche über das Eis und stoße einem T’skrang mein Breitschwert in die Brust.
„Ihr könnt jetzt wieder gehen.“
Nach zwei Geschicklichkeitswürfeln, um zwischen den Beinen des Trolls durchzukommen ein Angriff mit 17 und 43 Schaden.
Ich versuche, nicht auszurutschen, um den Eindruck nicht zu zerstören.
Sambucus fliegt brüllend zum gegenüberliegenden Baum und schlägt erneut mit der Krallenhand zu. Der T’skrang stürzt aus dem Geäst.
Targ springt auf einen der maskierten auf der Eisfläche und stampft ihn in den Boden. Ver’jigor erschlägt einen weiteren.
Der Anführer flieht ins Dickicht und wirft einen Beutel in unsere Richtung, aus dem eine Pilzwolke aufstäubt — aber nur Quendan, Wyven und Skreet zum Husten bringt.
Ich rufe hinterher: „kommt nicht wieder, sonst wird es schlimmer!“
Dann wagen wir den Rückweg aus dem Dschungel in sich schnell senkender Düsternis. Noch vor Mitternacht kommen wir auf die Felder und schlagen ein Lager auf.
Targ erholt sich wieder und gegen Mittag des nächsten Tages sind wir wieder in Goldufer, wo die Dorfbewohner Skreet und Wyven freudig grüßen — und uns mit ihnen.
Wyven geht in das Gasthaus - und schläft sofort ein. Wir bekommen essen. Und nachdem der frühere Sklave in dem Gasthaus aufgenommen wird, gibt uns Wyven 100 Silberstücke und organisiert uns die Fahrt auf dem Flussboot Flinkwasser von Kapitän Fjellraven, einer forschen T’skrang.
Quendan kann auf dem Boot wieder kochen, wir haben also nichts zu befürchten.
Und wir reisen weiter den Schlangenfluss hinab.
Fluss
Wir reisen mit dem Flussboot Flinkwasser in Richtung K’Tenshin. Quendan will dort fragen, ob sie unser verschollenes Flussboot Wellenschwinge gesehen haben.
Die K’Tenshin kontrollieren den Zugang zu Travar. Sie akzeptieren Sklaverei und Namensgeberhandel und sind mit den Theranern alliiert.
Aus dem Fluss erheben sich 9 Türme wie ein Diamant, umgeben von gefüllten Anlegestegen. Vielleicht brauchten sie die Theraner für diese Türme.
Fjellraven zahlt die Liegegebühr und lässt das Schiff vertäuen. Die Mannschaft ist beschäftigt. Fjellraven spricht mit Quendan. Dann gehen auch wir von Bord.
Die Tür des östlichsten Turms steht offen, die Hafenmeisterei, daneben sitzt ein T’Skrang in aufwendiger Uniform und eine Schlange Namensgeber sprechen eins nach dem anderen am Tresen vor.
Quendan steht unruhig in der Schlange. Fliegt auf und ab, aber bleibt.
- T’Skrang: Moment, wir prüfen die Akten. Wenn es hier vorbeigekommen ist, muss es einen Eintrag dazu geben. … Das Schiff ist aufgrund einer Zollklärungsangelegenheit festgesetzt.
- Quendan: Und wo? Kann man da mit dem Kapitän reden?
- T: Ob die Mannschaft da ist, kann ich nicht sagen. Am Südturm steht es. Präfektin T’Sosann ist zuständig.
- Q: Wer ist das?
- T: T’Sosann arbeitet hier bei der Zollabfertigung für Disputklärungen zwischen Handelsparteien.
- Q: Vielen Dank für die Auskunft. Dann geh ich jetzt zum Südturm.
- T: Tun Sie das! Der nächste!
Sambucus macht sich auf den Weg, eine Unterkunft zu suchen.
Quendan wartet immer wieder ungeduldig, während ich ein Seil suche, um mich über den Fluss schwingen zu können.
Vor der vertäuten Wellenschwinge halten zwei Angehörige des Hauses K’Tenshin Wache.
- Quendan: Das ist das Boot von unserem Niall. Darf ich an Bord?
Sie lassen uns durch. Erzählen, dass die Kapitänin alles mit dem Händler Jorkan geklärt war, dann kamen Wachen und der Händler behauptete, wir hätten die Waren einfach genommen. Sie hatten es mit Leuten geklärt, die sagten, sie seien die Leute von Jorkan. Kapitän und Maat dürfen nichtmal aufs Schiff. Die müssen im Gasthaus zum Grünen Wasser im Turm wohnen.
Es war ein guter Handel. Keine Ahnung, wo der Fisch unseres Niall jetzt ist.
Das Gasthaus zum Grünen Wasser ist eine Zwergenkneipe. Die unterschiedlichsten Sprachen und Dialekte mischen sich. Lange Bänke, so dass alle nah beieinander sind.
Kapitän ist nirgends, aber Maat Tarek sitzt dort. Altgedienter Bootsmann. Hellblaue Schuppen wie Wasser. Narben aus Schlägereien bedecken sein Gesicht.
- Tarek: Hat dich die Lahala geschickt?
- Quendan: ich sollte das Boot suchen.
- T: Das ist jetzt nicht so das Problem, was?
- Q: Warst du beim Kauf dabei?
- T: Es war schon ein bisschen komisch. Er war erst total interessiert. Hat ihnen Tia vorgestellt, die das klären sollte. Wollt erstmal nicht, kam dann aber nach einem halben Tag wieder. Ihr Chef würde die Ware doch kaufen wollen. Sie hieß Tia. Musste zügig gehen. Dann kam Jorkan und meinte, unser Niall hätte ihnen wär das Lager leergeräumt. Der Vertrag war in der Kajüte — als der Zoll kam, war er aber nicht mehr da. Und der Zoll hat so viel zu tun.
Das Verladen hat abends echt lang gedauert und sie konnten erst morgens los. Vielleicht hat sich da einer reingeschlichen.
Kapitänin Amak lässt sich erschöpft mit einem Krug Bier auf die Bank sinken. Betrachtet Tarek, bemerkt uns erst nicht.
- Amak: Ich hatte heute ein Gespräch mit Präfektin Zosan. Ich durchblicke nicht, was hier gespielt wird. Mehr Politik als gesund für eine aufrechte T’Skrang ist. Ich würde mich gern mit euch beraten. Zosan hat ein Angebot gemacht. Einen Vergleich. Die Angelegenheit kann gegen eine Zahlung an das Haus K’Tenshin zu den Akten gelegt werden.
- Quendan: Und wahrscheinlich müssen wir gleich zahlen. Das ist offensichtlich Erpressung! Sie wollen Geld von uns.
- A: Ja. Das ist nicht meine Art. Sie haben zu viel Zeit mit Theranern verbracht. Wollen nur ihre Akte abgeschlossen haben. Wir können es uns nicht leisten, es uns mit der Administration hier zu verscherzen.
- Chona: Wenn wir das jetzt bezahlen und das nächste Mal wieder kommen, passiert das doch wieder.
- A: Ich glaube, dass nicht. Wir werden nicht wieder mit diesem Jorkan handeln.
- A: Beide Parteien müssen die Gebühr zahlen, aber wer weiß, ob er die gleiche zahlt oder Rabatt hat. Wir haben drei Tage, um das Angebot zu überdenken und das Silber aufzutreiben.
Wir wollen uns mit unseren Verbündeten beraten und jeden Abend einmal in der Zwergentaverne treffen. Die Handelskasse reicht nicht, um die Gebühr zu bezahlen. Es wäre also sogar Kredit.
Der Vertrag lag in der verschlossenen Dokumentenschatulle. Tia kam mit dem Vertrag und Amak hat die Verträge nicht lange gehalten. Vielleicht war er eine Illusion. Oder jemand hat die Schatulle geknackt. Sie beschreibt noch Jorkans Lagerhaus.
Ver’jigor geht zur Handelsvertretung, um die Botschafterin zu treffen. Sie lädt ihn in einen ansprechenden Raum ein und schenkt zwei Becher zu trinken ein.
- Mabula: Darf ich euch willkommen heißen?
- Ver’jigor: Vielen Dank, Exzellenz.
- M: Ihr hab neine Nachricht von Shivalle Halla für mich?
- V: Hier treiben sich Theraner herum.
- M: Die nächste Zeit werden sie vorsichtiger zu Werke gehen. Außer eurer Unternehmung hört man wenig. Es wäre vielleicht angemessen, wenn ich die Nachricht noch in eurem Beisein lese.
Während sie das Siegel bricht, bediehnt sich Ver’jigor am Algenkonfekt.
- M: In der Tat, diese kurze Nachricht ist an euch adressiert.
Eine Aufforderung der Prophetin: „Folge Tia nach Nad’Karanji“.
Sambucus und Targ suchen eine Herberge, finden einen 6-Personen Schlafsaal für zwei Silber in Gronaks Palast. Zum Essen schöpft der Troll am Tresen direkt mit den Gläsern aus dem Eimer — und mit den Schalen aus dem Eintopf. Sie essen am Ende das gerollte Brot.
Am Boot Flinkwasser treffen wir uns wieder und bitten sie, Ver’jigor Bescheid zu sagen, dass wir in Gronaks Palast sind.
Als wir von den Problemen unseres Niall erzählen, zeigt Ver’jigor uns die Nachricht der Prophetin Shivalle Halla.
Wir beschließen, gemeinsam nach Nad’Karanji zu gehen, falls wir Tia hier nicht finden. Das ist tief im Dschungel — Sambucus und Targ stimmen zu, mitzukommen, wenn wir dorthin müssen.
Quendan stellt Ver’jigor Kapitänin Amak vor. Dann sucht Ver’jigor nach Spuren an der Truhe — und findet ein Haar. Niemand aus unserem Niall hat Haare, also muss das die Diebin gewesen sein.
Er spürt mit seiner Magie, dass sie hier im Südturm gewesen sein muss. Quendan schickt Nibbs, die jüngste in der Crew, uns andere zu holen.
Schildkröten
Ich war nicht da, daher ist das kurz.
In einem Gastraum haben wir den Dieb gefunden: Graf Grando. Er hat uns den Vertrag für 250 Silber wieder verkauft, weil sein Auftraggeber (Tia) ihn hat sitzen lassen. Und er hat Sambucus bestohlen. Am nächsten Tag haben wir mit Ver’jigor ein Boot gesucht, um Tia zu folgen.
Auf der Schelonida — von Schildkröten gezogen — reisen wir den Fluss hoch und arbeiten für die Reise. Am Ruder steht ein Ork.
Den Galangar hinauf
Die Schelonida transportiert viele Namensgeber, vor allem T’Skrang. Wahrscheinlich heimische.
Alle Passagiere sind an Deck, nur der Kapitän Averes hat eine Kajüte.
Eine immer wieder wechselnde Gruppe trifft sich um einen Würfelspieler. Ein Adept mit zwei Schwerten wild Th’Art genannt. Der Steuerork ist freundlich und offen.
Auf die zwei Doppelrümpfe der Schelonida ist ein Holzgitter gespannt. Als der Tag sich dem Ende zu neigt, ankert die Schelonida 20 Schritt vom Ufer und die Schildkröten übernachten unter dem Gitter.
Quendan erschafft sein Festessen. Ein Fischhändler (Dalei) überwindet als erstes seine Scheu, dann kommen einige der anderen Reisenden zum gemeinsamen Essen dazu.
- Dalei: Von der Flussfestung Nad’Karanji ist der Hauptsitz der einflussreichsten Niall am Fluss, von Niall Daikara. Sie sorgen für die Sicherheit hier. Und haben ein Handelsmonopol. Aber sie sind nicht das einzige Niall. Ich bin ein Freund der Nensora. Sie haben kein Dorf, sondern leben auf ihren Booten — aber seid vorsichtig mit ihrem Zuckerschnaps.
- Quendan: Wer bestimmt denn dann, wenn sie immer auf ihren Booten sind? Die Lahala oder die Kapitäninnen?
- Dalei: Sie leben auf dem Grasmeer. Wie ein See, aber mit vielen, vielen Inseln. Die Nentilor leben dagegen von Ackerbau in Dörfern und versorgen die meisten hier Lebenden mit Nahrung. Und weit am Oberlauf leben die Mahakroda, aber sie habe ich kaum getroffen. Sie hängen an den Riten ihrer Vorfahren und bleiben unter sich. Seid ihr denn schon für Expeditionen in den Dschungel ausgerüstet?
Dalei kommt binnen kurzem mit einer geflochtenen Kiste zurück und packt in Tuch eingeschlagene Gegenstände aus. Ein Amulett aus grüner Jade. Miteinander verschlungene Schlangen. Ein zweites ist aus Knochen geschnitzt. Eine Kröte, die den Träger für einige Zeit vor Insekten schützen soll.
- Dalei: Auch die schmale Börse kann hiervon profitieren.
Sein drittes Amulett ist ein gräulicher Stein mit roten Einschlüssen. Graviert mit einem Knotenmuster. Angeblich ein Schutz gegen von dunkler Magie berührte Kreaturen. Zuletzt ein Amulett an einem Lederband, ein gravierter ockerfarbener Tropfen wie die Wasser des Flusses und ein gravierter schwarzer Tropfen drehen sich umeinander.
Quendan blickt die Amulette kritisch an. Blutamulette. Das Jadeamulett entlockt ihm einen interessierten Blick.
- Dalei: Es soll von einem Nensora gefertigt worden sein. Schevan. Man sagt, das Amulett trägt den Segen der Schlange in sich.
- Sambucus: Das ist doch Reisendenschund.
Dalei will 120 Silberstücke.
- Ver’jigor: Ganz einfach, wenn du es haben willst, geben wir dir die Kohle und du verzichtest das nächste Mal auf deinen Anteil.
Ich drücke Quendan 40 Silberstücke in die Hand. Sambucus gibt ihm 20. Targ nochmal 40. Dann kommt Dalei schnell wieder. Nach einem Versuch zu handeln, zahlt Quendan 110 Silberstücke.
- Dalei: es wird dir sicher viel Glück bringen und ich hoffe, du wirst immer wieder daran denken, dass das hier eine gute Investition war.
Quendan versinkt sofort in dem Amulett.
Er würfelt auf Halbmagie: was er über Elementarmagie in diesem Amulett erfahren kann. 20.
Er spürt Eine starke Verbindung aus diesem Amulett zu einem mächtigen Wasserelementar. Ein kleiner Teil der Kraft des Elementars geht auf den Träger und Nutzer des Amuletts über.
Wir besprechen, was wir machen müssen, wenn etwas schief geht. Dann setzt Quendan sich das grüne Schlangenamulett auf die Brust.
Das Amulett beginnt grünlich zu leuchten — wie Sonnenlicht, das durch das Blätterdach des Dschungels fällt.
Hinter uns stampft Dalai frustriert auf das Gitterdeck und geht dann weg.
Das Leuchten verblasst.
Nach einer Nacht in Hängematten geht es weiter. Dalei kommt noch einmal vorbei.
- Dalei: vielleicht habe ich etwas übertrieben, was die Wirkmächtigkeit dieses Amuletts angeht. Ich fühle mich verpflichtet, euch die Rückgängigmachung dieses Kaufs anzubieten.
- Quendan: wie ihr wisst, bin ich Windling und wir Windlinge können den Astralraum sehen und als Elementarist kann ich das auch untersuchen und ihr müsst euch wirklich keine Sorgen machen.
Quendan scheint gar nicht gemerkt zu haben, wie schön er Dalei Salz in die Wunde gerieben hat. Ver’jigor konnte wie ich kaum das Kichern unterdrücken.
Die anderen schauen plötzlich zum Bug. Wo der Steuerork das Wasser beobachtet. Er erzählt dann Quendan von irgendetwas. Die Farben sind falsch. Die Mücken sind plötzlich so laut. Ich putze meine Waffen.
Der Ork heißt Kraut.
Als Sambucus mit dem Kapitän redet, geht der Kapitän irgendwann zum Steuerork.
- Averes: Geht es dir gut?
- Kraut: Der Fluss ist falsch.
- A: Ist das ein Problem für uns?
- K: Ich weiß es nicht. Ich weiß es nicht.
Kapitän Averes geht zurück zur Kajüte ohne noch was zu sagen.
Wir nähern uns drei aus dem Fluss ragenden Säulen mit Balkonen und Fenstern im Fels: die Türme von Nad’Karanji, die aus der Stadt in der Tiefe nach oben ragt.
Einer der Händler tritt zu Targ: „heute Nacht habe ich davon geträumt, dass wir die Stadt nicht lebend erreichen. Ich habe gedacht, dass uns die Henjoke erwischen.“
Die Schelonida legt an einem Ausleger am Turm zur Rechten an. Die meisten gehen von Bord, doch einige lassen ihre Habseligkeiten an Bord. Werden am nächsten Tag weider den Galangar aufwärts reisen.
- Averes: ihr habt Gefährten, die keine T’Skrang sind. Andere als T’Skrang müssen am Ufer im Besucherviertel übernachten. Geht doch am Besten zur Taverne zum durstigen Fisch. Das ist unser Heimathafen. Morgen brechen wir eine Stunde nach Sonnenaufgang auf.
Es ist ein geschäftige Abend. Einige arbeiten an ihren Booten, andere arbeiten am Ufer auf Feldern. Aus der Spitze des linken Turms ragt eine Feuerkanone.
- Sambucus: ist das normal, dass die so heftige Waffen haben?
Das ist wohl wirklich eine Festung. Wir wollen erzählen, dass wir die Greifenfälle suchen. Und dass Sambucus uns angeheuert hat, um einen Dschungelgreifen zähmen zu können.
In der ersten Taverne erzählt der Wirt Ver’jigor, dass Tia hier Probleme gemacht hat. Sie hat behauptet, eine Nensora zu sein. Die Wachen haben sie festgesetzt, aber sie ist enkommen. Vielleicht könnte uns aber der Schamane Udan Apar weiterhelfen. Er ist der spirituelle Leiter der Stadt und kommuniziert mit den Geistern des Waldes und des Flusses.
Udan Apar hat eine Hütte am Ufer. Der Wirt weiß allerdings nicht, wo er gerade ist.
Jagdglück
Die Nachbarn von Udan Apar sagen, er sei vor ein paar Tagen in den Dschungel gegangen und noch nicht wieder zurück. Seine Hütte ist kaum mehr als ein Unterstand mit einer Hängematte, einer Sitzbank und ein paar Tonschalen.
Ver’jigor versucht, ihn über die Schalen zu suchen, die Spuren sind allerdings kalt.
Als die Sonne sinkt, tritt aber ein spärlich bekleideter T’Skrang über das Ufer auf die Hütte zu. Seine Schuppen sind unter getrocknetem Uferschlamm verborgen.
Er ist nicht überrascht: die Geister haben ihm gesagt, dass er gebraucht wird. Nachdem er seinen Stab in seine Hütte gestellt hat, sprechen wir.
Ver’jigor meint, es sei jetzt auch unsere Prophezeihung, also sind wir jetzt wohl alle im Namen der Prophetin unterwegs.
- Udan: Die Geister haben sich nicht so deutlich geäußert, aber irgendwas geht hier vor, und ich bin sicher, dass sich auch die Shivalle Halla dessen bewusst war. Die Geister sind beunruhigt. Das kann nichts Gutes bedeuten für die Nialls, die hier leben.
Er rät uns, weiter den Fluss hochzureisen.
- Quendan: Ich kann was zu essen machen, und wenn ich darf, hätte ich gerne noch ein paar andere Sachen gewusst, die nichts mit Prophezeihungen zu tun haben.
Er zeigt nach dem Kochen das Amulett in seiner Brust. Udan streicht über das Amulett.
- Udan: Ich spüre, dass wer immer es erschaffen hat, ihm eine Verbindung mit Shivoam mitgegeben hat.
- Quendan: Ich rede viel mit Elementaren und wüsste gern, wie es mit den Geistern ist.
- Udan: Meine Disziplin ist der Elementarist. Ich handle hier nur als Schamane.
Quendan meint, dass sie hier eine in anderen T’Skrang-Gruppen verlorene Art des Schamanismus praktizieren. Spirituell mit den fünf Elementen. Shivoam ist die mächtigste Entität. Nicht nur Wasser, sondern alle Elemente. Und fließt überall in Barsaive, nicht nur hier im Galangar.
Am nächsten morgen brechen wir mit Kapitän Averes weiter Richtung Nentilor. Zu den Bauern.
Ein T’Skrang mit dunkelgrünen Schuppen spricht uns schon beim Aufbruch an. Tel’Dain. Fragt uns, woher wir kommen.
Der Händler Dalai fährt auch weiter mit. An Deck ist nur noch wenig Ware. Die Schildkröten ziehen uns in die Mitte des Flusses, und es geht weiter nach Nordosten, schräg zur aufgehenden Sonne.
Der Regen nimmt zu. Quendan sitzt unter einer Plane. Dann ruft jemand „Schiff“ — aber wir sehen kein Schiff.
Der Händler Dalai versteckt sich hinter Targ. Spricht von den stummen Flusspiraten Henjoke.
- Dalai: Sie sprechen niemals und selten lassen sie überlebende zurück. Und ihr hättet vielleicht eine Chance, mit dem Leben davonzukommen. Aber ich … man kann mit ihnen nichtmal verhandeln.
Aber nichts geschieht. Die Anspannung löst sich langsam wieder. Die Mannschaft steckt die Waffen wieder weg. Nicht zu weit, aber doch aus den Händen.
Der Steuerork sagt dem Kapitän, dass er sich Sorgen um Kala macht. Eine der Schildkröten. Sambucus hilft ihnen. Sie hat sich an einem Stück Treibgut verletzt. Wir bleiben bis zum nächsten Morgen hier.
Dalai fragt Quendan nach Essen.
Wir laufen durch den Dschungel, finden allerdings nichts.
Zurück auf dem Schiff geht die Sonne bereits unter. Dann schwimmt eine Leiche auf das Boot zu. Und kurz darauf eine Nebelwand.
Quendan fliegt der Nebelwand entgegen und wird von einem Schwarm Pfeile getroffen. Ver’jigor springt Quendan hinterher ins Wasser und schießt pfeilschnell durch die Fluten. Sein Schwanz peitscht die Strömung und bringt beide fast zum Ufer.
Die Schelonida liegt weiter still. Pfeile treffen einige auf Deck.
Ich ziehe ein Plane zwischen zwei Kisten, als Sichtschutz. Targ wehrt Pfeile mit dem Schild ab.
Dann tritt Kapitän Averes aufs Deck und ruft, dass er verhandeln will. Ich springe sofort los, versuche ihn zu Boden zu reißen, aber er steht standhaft. Bis ihn ein Schwarm Pfeile trifft. Averes bricht zu Boden.
- Chona: Da kommt Eis! Sie wollen entern! Targ, ich brauch dich hier!
Vier T’Skrang treten aus dem Nebel auf das Eis. Targ springt unter sie und schlägt einem die Ast in die Brust. Einer der sechs dreht sich zu mir um, als ich ihn beleidige. Ich laufe ihm entgegen, erwische ihn mit dem Breitschwert. Targ löst sich von den anderen fünf und schlägt meinen Gegner nieder.
Eine T’Skrang, eine große Narbe im Gesicht, zwei verziehrte Schwerter, die klingen als sie über das Eis schleifen.
Ein Netz trifft uns und fesselt uns zusammen. Dann springt Targ ans Ufer und reißt mich mit.
Als wir uns zwischen den Ästen aus dem Netz befreit haben, werfen gerade die letzten beiden Crewmitglieder die Waffen von sich und folgen den Angreifern in den Nebel.
Quendan wacht wieder auf. Und aus dem Fluss steigen der Steuerork Kraut und der T’Skrang Tel’Dain aus der Besatzung.
- Tel’Dain: Wir müssen so schnell wie möglich nach Nentilor.
Gehen weiter weg vom Ufer und Quendan beobachtet aus einem Baumwipfel wie sich in der Nebelwand elementare Magie entlädt und eine Kugel elementarer Macht die Schelonida einfriert und zersplittern lässt.
Die Nebelwand verschwindet Flussaufwärts. Sambucus sucht nach den Schildkröten. Sie sind zum Glück gesund.
- Tel’Dain: Sie werden vermutlich den Weg nach Nad’Karanji suchen.
Über das Loot sprechen wir das nächste Mal.
Schleichpfad
Quendan ist nicht da.
Die Schildkröten sind sicher, also sucht Sambucus nach den Resten unserer Habseligkeiten auf dem Wrack.
Ihre Astralsicht zeigt den Korb von Dalai, den er jetzt nicht mehr braucht. Wir nehmen die Blutamulette mit. Und alles andere magische von ihm.
Tel’Dain kennt den Weg nach Nentilor. Wir brauchen wohl drei Tage.
Sambucus schickt ihren Ara (Vogel) vor und wir suchen einen Lagerplatz.
Während wir Rasten, findet Ver’jigor Spuren von T’Skrang, die vom Fluss in den Wald ziehen, aber Sambucus und Tel’Dain meinen beide, dass wir wichtigeres machen müssen.
Es wird wieder später Nachmittag, als der Ara Sambucus ruft. Er heißt Drana. Eine blutüberzogene Statue steht dort. Mit frischem Blut. Wir weichen ihr aus. Sambucus und Ver’jigor finden, es ist nicht an der Zeit, Helden zu sein. Am Abend schlafen Sambucus und ich ein, bevor wir noch richtig angekommen sind. Tief in der Nacht weckt mich Ver’jigor für die Wache. Kaum schläft er, wird es schon wieder hell. Ich bin auf der Wache eingeschlafen.
An einem Pfad finden wir wieder eine Statue, bestrichen mit älterem Blut. Sambucus versucht, in den Astralraum zu blicken, aber erfolglos. Sie sagt, dass es Namensgeberblut ist.
Der Pfad führt auf einen Hügel empor. Ein Wildwechsel führt an dem Hügel vorbei. Diesmal gewinnt unsere Neugier und wir folgen dem Pfad. Sambucus und Ver’jigor zumindest. Wir lauteren bleiben etwas zurück.
Die Kuppe des Hügels wird von einem Kultplatz eingenommen. Fünf hölzerene Pfähle, mit Symbolen verziert. Auf dreien sind T’Skrang aufgespießt.
Diesmal sieht Sambucus den Astralraum und nähert sich den Pfählen. An dem Ort gibt es sehr alte Magie. Blutmagie. Von den Pfählen. Aus jedem Busch, aus jedem Baum scheint ein Geist zu schauen, verschwinden aber, wenn sie sie anblickt.
- Tel’Dain: Einige Dschungelt’skrangstämme bringen Geistern des Dschungels Blutopfer. Meist sehr primitive: mit denen handelt kaum jemand.
Wir kehren um und folgen dem Trampelpfad.
Am nächsten Abend entdecken wir eine Lichtung neben einem Lagerplatz. Als hätte der Bewuchs einfach gestoppt. In der Mitte ist ein riesiges Loch, 30 Schritte im Durchmesser. Dahinter einige Hütten.
Ich betrete die Lichtung. In der einsetzenden Dämmerung sehe ich verrostete Werkzeuge auf dem Boden. Hacken. Hämmer. Meißel. Ich hebe einen Hammer auf und gehe zu dem Loch. Blicke hinein. Ich kann den Boden erkennen. Vielleicht 20 Schritt unter mir. Eine Rampe führt in Spiralen nach unten. Schächte gehen an den Seiten ab.
Der Holzgriff des Hammers ist moosbedeckt, aber erhalten. Das Metall ist ziemlich verrostet.
Sambucus fliegt über das Loch zu den Hütten. Aufgegeben, dem Verfall preisgegeben, verrottet. Vielleicht als Lager genutzt. Ver’jigor will nicht in den Hütten übernachten.
Wir schlagen ein Lager auf. Im ersten Licht des Morgens wirkt das Lager gar nicht mehr so gefährlich.
Wir steigen hinab auf den Grund der Grube. Hier wurde grüne Jade gefördert. Einige Splitter liegen noch im Lehm. Doch auf dem Grund wurde ein steinerner Sockel ausgegraben, graviert mit unbekannten Runen und umgeben von aufgerichteten Steinen. Und mit alten blutigen Runen ergänzt.
Quendan erkennt es als alten Ritualplatz. Von vor der Plage. Geschaffen, um Geister des Dschungels zu beschwören.
Wir verlassen die Grube und lesen dabei Jadesteinchen auf.
Wir finden einen felsigen Weg, der in den Dschungel führt. Wir kommen auf höheres Gelände und sehen manchmal sogar den Galangar. Binnen weniger Stunden erreichen wir bewirtschaftete Felder. Ein Dorf mit ein paar dutzend T’Skrang. Jetzt müssten wir bald das Niall Nentilor erreichen.
Eine knappe Stunde später erreichen wir das Niall selbst. Auf dem fruchtbaren Uferboden sind Äcker angelegt, dazwischen stehen Hütten für etwa 200 T’Skrang. Felsnadeln einer unterirdischen Behausung stoßen aus den Fluten des Flusses.
- Tel’Dain: Ich werde mit Kraut so schnell wie möglich zurück nach Nad’Karanji reisen. Es wäre sehr gut, wenn ihr der Lahala Nentilor berichtet könntet.
Er reist mit einem Kanu los. Wir werden in einer Hütte untergebracht und nach etwa einer halben Stunde bringt uns jemand etwas eingelegten Fisch, einen Salat aus Algen und etwas Obst.
Es beginnt zu dämmern und eine T’Skrang betritt die Hütte. Sekarin. Sie trägt einfache, aber elegante Kleidung, und sehr künstlerische Jadeschmuckstücke.
- Sekarin: Ich habe erfahren, dass ihr auf dem Weg hierher überfallen worden seid. Es wurde mir berichtet, es war ein sehr ungewöhnlicher Vorfall. Nicht der übliche Ablauf von Piraten. Die Lahala ist heute Abend bereits verhindert. Ist es in Ordnung, wenn ich ein Treffen mit einigen einberufe?
- Sekarin: Ich würde euch morgen früh abholen. Galens Segen möge über diesem Haus ruhen. Hier kann euch nichts geschehen.
Keine Rast
Am morgen bringt ein freundlicher T’Skrang Essen.
- Sambucus: Ist das schön, nach langem Weg in der Wildnis Frühstück ans Bett zu bekommen!
Wir sehen Behausungen am Flussufer für etwa 80 Leute, nur T’Skrang, und zusätzlich drei Felsnadeln aus dem Wasser ragen, es gibt also Kuppeln unter Wasser.
Als Quendan fragt, sagt ihm jemand, dass die Kuppeln kaputt sind. Sie hatten eine Weile keine Elementaristin im Dorf. Vor zwei Generation hatten sie über einige Zeit niemanden, der den Ruf der Disziplin gehört hat. Sie haben jetzt fünf Adepten im Dorf — ganz schön viele.
Die Lahala des Dorfes ist Elementaristin und baut die Bauwerke der Vorfahren wieder auf, die sie auch während der Plage beschützt haben.
- Quendan: Wir lieben Geschichten
- Takeno: Unsere Nialls gibt es ja schon ewig. Die Nensora wurden vor der Plage heftig von Dämonenkreaturen angegriffen und mussten aus ihrem Land fliehen. Sie hatten ja eh kein festes Niall — eher ein reisendes Volk. Die Niall hatte den Nensora angeboten, den langen Schlaf in ihren Kuppeln zu verbringen, deswegen sind sie sich eng verbunden. Danach wollten sie aber wieder ihre eigene Kultur leben und die Nensora sind wieder in ihre angestammten Gebiete zurückgezogen. Und um so wichtiger sind die Kuppeln für sie.
- Quendan: hatten die Nensora keine Elementaristen?
- Takeno: Es ist ja auch viel Arbeit. Sie hätten sicher geholfen — wenn man sich auf etwas verlassen kann, dann auf die Freundschaft der Nensora.
- Sambucus: Wie heißt denn eure Lahala?
- Takeno: Sie heißt Lahala. Mit der Übernahme des Amtes legt die Lahala ihren früheren Namen ab. Ab dem Zeitpunkt da sie die Erinnerungen ihrer Vorgängerinnen übernimmt, ist sie nur noch die Lahala Nentilor. Sie tragen alle diesen Namen, der sie über die Zeiten hinweg verbindet.
Einige wohnen schon wieder in den Kuppeln. Die Mittlere Kuppel ist wieder weitgehend repariert.
Ich erzähle von dem Piratenangriff, beiße mir aber noch auf die Zunge und erzähle nur von einer Übermacht.
- Takeno: von allen Nialls am Fluss haben wir gerade Gäste da, dann wissen gleich alle Bescheid.
Kaum ist er gegangen, taucht Sekarin auf und holt uns ab zur Lahala. Sie springt ins Wasser und wir stehen kurz am Rand. Ich tauche kurz hinterher um zu sehen, wie tief es runtergeht.
Nachdem Ver’jigor auch wach ist, packe ich Quendan und er packt Sambucus. Targ taucht selbst hinunter und wir tauchen aus dem Teich unter der Kuppel wieder auf. Sekarin empfängt uns und reicht Tücher zum Trocknen.
Die Kuppeln sehen noch in Arbeit aus. Werkzeuge liegen hier, Hämmer und Sägen sind zu hören und der Geruch von Harz mischt sich mit Resten von Moder.
An den Schlafräumen vorbei kommen wir zu einem Tisch vor einer Wand mit Skizzen und Plänen. Dahinter webt eine T’Skrang einen Zauber auf die Außenwand vor ihr. Sie webt wahre Elemente in sie hinein.
Ich erzähle kurz, wie der Überfall ablief. Die Lahala antwortet, dass sie schon ähnliche Angriffe auf ihre Dörfer hatten.
Sie nimmt einen Tunnel, der in einer kleinen Hütte endet. Von dort gehen wir zu einem verzierten Rathaus, rund mit Schilfdach. Ein Muschelperlenvorhang hängt in der Öffnung.
Im Rathaus brennt ein Feuer und der Wand steht ein Thron aus Schilf. Viele Skrang sitzen im Raum und trinken Tee aus einem Topf über dem Feuer. Die Lahala lässt den Muschelvorhang hinter uns zufallen und lässt sich nieder, ihren Amtsstab in der Hand.
Wir suchen uns einen Platz im Rat. Als die Lahala Nentilor ihren Stab auf den Boden stößt, verstummt das Gemurbel und sie ergreift das Wort.
- Lahala: er reiht sich ein in eine Reihe besorgniserregender Überfälle, auch auf die übrigen Nialls hier am Fluss.
Wir erzählen unsere Erfahrungen mit dem Überfall und Sambucus spricht noch von den Ritualplätzen.
Ein grünbläulicher Skrang antwortet energisch: Das sind die Primitven im Dschungel. Wir meiden sie. Sie haben das Sprechen verlernt, spitzen sich die Zähne an und reißen ihren Opfern das Fleisch von den Knochen. Sie verlassen ihr Revier aber nicht.
Die Lahala bittet die anderen, von den anderen Vorfällen zu erzählen.
Eine Gruppe trägt den Kleidungsstil der Daikara. Eine weitere Gruppe trägt nicht gemeinsames — die Nensora — und eine trägt sehr einfache Kleidung. Funktional. Eher primitiver. Dazu einige der Nentilor. Gerade die sprechen von vier Überfällen auf Dörfer der Nentilor in der Umgebung: Okra von den Mahakroda spricht von einem Überfall auf eines ihrer Jagdkanus. Die Nensora konnten fliehen. Bisher konnte noch kein Zauberkundiger den Nebel untersuchen.
- Quendan: Ich habe den Nebel zumindest von Nahem gesehen und weiß zumindest, dass es Elementarmagie ist. Dann haben mich die Pfeile getroffen und ich habe nichts mehr gesehen.
- Ver’jigor: Und dann mussten wir dich aus dem Wasser ziehen.
- Lahala: Nalun, sei so nett und hol eine Tafel und lass uns sehen, wo die Überfälle stattgefunden haben.
Der T’Skrang rollt eine Karte aus und die Sichtungen werden gemeinsam eingetragen. Sie nähern sich immer weiter an das Niall an. Die erste Sichtung war Flussaufwärts.
Die Angreifer waren viele. Zwischen 10 und 20.
Aus den Dörfern haben sie auch viele verschleppt. Vielleicht Sklavenjäger.
- Lahala: Die Magie ist auffällig. Es könnten Theranische Sklavenhändler sein.
- Ein Nensora: Vielleicht waren es auch die K’Tenschin! Vielleicht wollen die neue Kampftaktiken testen und Sklavenhandel lehnen sie auch nicht ab.
Niemand hat diese Schiffe jemals gesehen.
- Einer der Daikara: Ich verbitte mir Anschuldigungen gegen das Haus K’Tenschin.
- Quendan: Dass nie jemand das Schiff gesehen hat; hättet ihr nicht eigentlich das Schiff sehen müssen?
Die Angriffe waren alle in den letzten sieben Tagen. Es gab keine gleichzeitigen Angriffe, aber fast jeden Tag einen.
Die Lahala schlägt vor, sich zurückzuziehen.
- Nalun: Wir können doch kämpfen! Ich habe unsere Leute trainiert! Wir haben 30 Kämpfenden!
- Finscha: Du hast 30 Bauern, die sich nicht selbst aufspießen.
- ??: Ihr könnt auch nach Nad’Karanji kommen. Niemand kann es einnehmen.
- ??: Geht in den Dschungel. Der Dschungel ist groß und weit. Da finden sie euch nie!
- Sambucus: Aber wer denn? Wäre das nicht auch wichtig zu wissen?
- Quendan: Ihr müsst doch wissen, wann ihr wieder herkommen dürft?
- Sambucus: Was macht euer Dorf so attraktiv?
- Lahala: Wir sind das nächstgrößere. Sambucus, ihr habt eine andere Meinung?
- Sambucus: Es interessiert mich, was dahintersteckt. Ich versuche einfach ein bisschen Licht in den Nebel zu bringen.
- Lahala: Am Ende ist es meine Entscheidung, eure Meinungen sind aber sehr interessant. Die Frage ist spannend, aber ihr seht sicher ein, dass ich die Antwort nicht mit dem Blut meines Volkes bezahlen muss.
Die Nensora kennen viele der Nebenarme.
- Quendan: Da drüben steht Targ und der wurde fast überwältigt von den Angreifern. Auch mit Chona hat er es nicht geschafft.
- Ver’jigor: Bei einer Verteidigung wären uns diese Amateure im Weg.
Wir diskutieren eine Weile, erzählen noch von der Waffe, bis die Lahala eine Entscheidung trifft.
- Lahala: Kapitän Hekae, Kapitänin Indra, fahrt die Schiffe mit den Alten und Kranken nach Nad’Karanji. Die Schiffe müssen wir in Sicherheit bringen. Sie könnten wir nicht leicht wieder auf bauen.
Sie bittet die Nensora, die Schiffe versteckt durch Nebenarme zu führen. Die anderen ziehen sich vor dem Abend in den Dschungel zurück. Nalun trommelt die Miliz zusammen. Finscha sammelt mit Sekarin Handwerker ein, um die Bauern zu finden und in den Dschungel zu schicken.
Wir sind der Diebin Tia noch nicht näher gekommen. Eigentlich rief die Prophetin Ver’jigor nur auf, Tia nach Nad’Karanji folgen. Die Daikara hielten sie für eine Nensora.
Die Gesuchte Tia wurde hier nicht gesehen.
Quendan erzählt der Lahala, dass der Schamane Udan von beunruhigten Geistern des Flusses gesprochen hat. Und ob sie vielleicht eine Idee hat, wie das Schiff so viel Magie finden könnte. Ob sie einen Elementar beschwören könnte, der den Weg weisen könnte.
- Lahala: Was würdet ihr hoffen zu erfahren?
- Quendan: Ich würde gerne wissen, wo das Schiff herkommt, und den Ort kennenlernen, an dem es vor Anker liegt. Dem Schiff aufzulauern und zu folgen klingt schwierig.
- Lahala: Wer dahinter steckt muss über beachtliche magische Fähigkeiten verfügen. Ein Elementar in der Macht, wie ich ihn beschwören könnte, wäre nur für begrenzte Zeite eine Hilfe.
Sie besprechen, dass Lahala ein Wasserelementar beschwören wird, das dem Schiff folgt, und uns den Weg sagen kann.
Und dass Sekarin und Versorgung geben wird. Und Quendan fragt nach Tia.
- Lahala: Ich erinnere mich vor einigen Jahren eine T’Skrang eines solchen Namens getroffen zu haben. Sie schien recht abenteuerlustig, auf einem Pfad, der sie vom Galaga wegführen würde.
Sie geben uns noch Verpflegung und als die Dämmerung herinbricht werden Lampen entzündet. Einige tragen die Eier des Nialls und dann ziehen sie in den Dschungel.
Am Ufer des Galanga tritt die Lahala noch einmal zu uns und ruft aus den gelben Wassern des Flusses einen Elementar, der uns helfen kann. Dann planen wir.
Wir warten versteckt auf das Schiff. Sambucus schickt wie den Elementar seinen Vogel zur Beobachtung des Schiffes. Und wir verstecken ein großes Kanu im Unterholz.
Nebel
Die Nacht ist hereingebrochen. Die Geräusche des Dschungels übertönen fast das Plätschern des Wassers. Der Wasserelementar schwebt als gelblich-braune Kugel zwischen uns.
Im Dorf entzünden wir die drei großen Öllaternen, damit es nicht verlassen wirkt. Wenn sich eine Gelegenheit bietet, wollen wir einen fangen.
In einer der Hütten schieben wir eine Raumabtrennung etwas vor, um dahinter außer Sicht zu sein. Targ legt sich ins hohe Gras auf den Hügeln.
Nach einigen Stunden verschwindet der Elementar. Es ist tiefe Nacht.
Als der Morgen graut, wabert eine Nebelwolke den Galanga aufwärts.
Die Wolke kommt bis an das Ende der Insel, dann vereist der Fluss. Ein Geschoss fliegt aus dem Nebel neben die Spitzen der Wohnhöhlen. Eine Wasserfontäne spritzt auf. Gruppen von T’Krang kommen auf dem Südufer aus dem Nebel. Etwa 30 T’Skrang. Aus dem Dschungel kommen ihnen zwei entgegen.
Dann teilen sich die 30 in drei Gruppen auf und folgen dem Niall in den Dschungel. Sambucus hängt seinem Ara Drana eine Nachricht ans Bein und schickt sie, um die Dorfbewohner zu warnen.
Ver’jigor erkennt die zwei aus dem Dschungel, die Targ gesehen hat. Es sind die beiden Mahakroda-T’Skrang, die gestern noch bei der Besprechung waren. Zum Glück waren beide weg, bevor wir entschieden, hier zu bleiben.
Sambucus fliegt still auf das Nordufer Norden um die Nebelwand und dann in den Nebel hinein. Sie kommt zum vereisten Wasser. Ein großer Rumpf schält sich vor ihr aus dem Eis. Mehrere Schritt hoch. Auf dem Schiff ist der Nebel schwächer. Ein zweigeschössiges Deck mit einer Feuerkanone, aber anders als alle anderen Schiffe. Keine Lagermöglichkeiten auf Deck. Nur ein paar Stege und Schutzaufbauten. Wie eine schwimmende Festung.
8 T’Skrang-Bogenschützen haben Pfeile aufgelegt, schauen aber von Sambucus weg nach vorne. Dazwischen stehen ein T’Skrang in auffälliger Rüstung mit Säbel und ein T’Skrang mit Robe, neben dem eine bräunliche Wasselkugel schwebt. Und von innen kann Sambucus durch den Nebel sehen.
Dazu steht ein halbes Dutzend Krieger bei drei Kriegskanus. Das sind zu viele.
Wir entscheiden, doch das Niall zu warnen. Alle, die nicht schwimmen und nicht fliegen können, nehmen ein Boot. Als Targ aus dem Boot aussteigt, folgen wir der Gruppe der Lahala.
Es beginnt zu regnen, während Ver’jigor den Spuren folgt. Und ich bin schon so müde. Dann stolpert uns jemand entgegen — das Schwert blutig, hinter ihm zwei T’Skrang, kommt uns Nalun entgegen. Er lacht.
- Quendan: Es waren die Mahakroda!
- Nalun: Dass sie überhaupt so viele Krieger haben, hätte ich nicht für möglich gehalten.
Quendan webt eine Luftrüstung um Ver’jigor und um Chona.
Das Kampfglück ist bald auf unserer Seite. Ein Schwertmeister entkommt. Der Krieger stirbt beim Versuch, dreien die Flucht zu ermöglichen — wir nehmen sie gefangen. Zum Glück ohne größere Verletze.
Nalun und seine beiden Kampfgefährtinnen haben auch überlebt.
Weitere
Eine Runde fehlte Chona.
Ich war ausgefallen, während die anderen die Gruppe T’Skrang jagten und besiegten. Die Überlebenden wollten Sklaven, weil sie stärker waren. Ihre Kapitänin ist die Gezeichnete, mit einer Narbe einer Skerrox-Wildkatze im Gesicht. Ihr Elementarist heißt O’pa.
Nalun wollte zurück, hat aber erst mit dem Trollhändler Mahendo gesprochen, damit wir uns ihm anschließen und die Nennsora im Lunga-Meer warnen. Als zu viele Angreifer kamen, flohen sie durch Stromschnellen, doch das Boot in die Brüche und Mahendo blieb bei ihm, um es zu reparieren.
Im Lunga-Meer trafen sie eine sehr alte T’Skrang auf einem Hügel — einer Schildkröte — mit Lagerfeuer und Zelt: die Lunga-Hexe. Die Windlinge sprachen mit ihr. Sie gibt Leuten, was sie anders nicht erhalten können, aber zu einem Preis. Mit etwas, das sie fordert.
Für den Weg zu den Nennsora wollte sie Quendan’s Orientierungssinn für eine Woche, nachdem wir das Ziel erreicht haben. Er trank etwas ekliges in einem Ritual, dann kannte er den Weg.
- Quendan: Dann sind wir wieder Schlafen gegangen und dann ist jetzt.
Wir erwachen inmitten Stechmücken. Glücklicherweise helfen Quendans magische Zelte. Nach einem guten Tee machen wir uns auf den Weg.
Der Weg führt durch das feuchte Gräser, durch flache Flussläufe, und immer wieder auch durch übertrolltiefe Ströme.
Drei Tage Strecke — vielleicht wie die Schildkröte läuft, eher nicht, wie wir laufen. Quendan und Sambucus machen sich nach einiger Zeit auf, durch die Luft voraus zu reisen.
- Chona: Gibt es hier Adler?
- Sambucus: Entweder ich mach sie mir zum Freund oder ich mach sie zu Hackfleisch.
Sie starten gemeinsam in die Luft und Targ, Ver’jigor und ich folgen durch das feuchte Gras.
Ein Stück entfernt zieht eine Herde großer, vierbeiniger Echsen durch das Lunga-Meer. Banla’ure. Eine von ihnen trägt Zaumzeug. Statt weiterzufliegen, schauen die Windlinge sich die Tiere an. Das Zaumzeug ist zerrissen und Sambucus meint, es sind keine gezähmten Tiere.
- Sambucus: Wenn man keine Erfahrung damit hat, sie zu reiten, könnte es schwierig werden. Die haben nämlich auch keine Erfahrung damit, geritten zu werden.
Die Banla’uren ergreifen die Flucht, als Sambucus versucht, dem einen das Zaumzeug abzunehmen. Die Windlinge reisen weiter. Sie unterbrechen den Flug nur während schwerem Regen und in der Nacht.
Targ, Ver’jigor und ich suchen Pfade durch das Lunga-Meer. Nach einiger Zeit zieht Targ die Stiefel immer aus, bevor er ins Wasser tritt. Als es dunkel wird, suchen wir einen Platz für die Rast.
Wir sind nass und erschöpft und stehen vor einem trägen, trüben Strom. Als uns Ver’jigor nach links schickt. Warum auch immer. Aber im Sumpf vertraut man dem Kundschafter. Vor allem, als er auf einen Alligator zeigt.
Als wir den Rastplatz erreichen ist Ver’jigor noch fit. Ich fühle mich müde, aber Targ lässt sich neben das Feuer fallen und ist zum ersten Mal, seit ich ihn kenne, wirklich erschöpft. Er schläft, während Ver’jigor und ich die Wachen halten.
Die Windlinge hängen in Quendans magischer Zuflucht weit über dem Boden, während wir frieren und mit wechselnder Wache die Stechmücken verfluchen.
Der zweite Tag wird erneut anstrengend, aber die Umgebung wird etwas leichter. Als die Windlinge nach einer weiteren Rast den dritten Tag begrüßen, bleibt ihnen nur noch ein kurzer Weg bis zu den Nennsora.
An unserem dritten Tag hören wir das Platschen von Paddeln im Wasser. Wir finden einen Einbaum mit Ausleger, darin ein T’Skrang. Targ sieht Netze und Körbe im Boot.
- ?: Warum habt ihr kein Boot?
- Chona: Unser Boot ist in einem Wasserfall zerschellt.
- ?: Wart ihr auf dem Weißwasser unterwegs? Ich kann euch mitnehmen.
- ?: Bevor wir reisen, möchte ich euch meine Unbeflecktheit beweisen und würde euch bitten, dasselbe zu tun.
Er stellt sich als Eshora vor und schnitzt eine kleine Schildkröte aus einem Stück Jade.
Ich tanze mit meiner Klinge — und versinke im Tanz, obwohl ich meine Bolas nicht mehr habe.
Targ versucht auf seine Haut zu zeichnen, doch seine Verbände behindern ihn stark.
Er würfelt eine 1.
- Eshora: ich bringe euch zu einem Treffpunkt.
Targ lässt das Boot viel tiefer sinken, aber es schwimmt weiter.
Als es früher Vormittag wird, erreichen wir einen alten, tief im Wasser liegenden Baum. Wir klettern auf den Baum, unterhalten uns zu Mittags noch, doch als der Regen nachlässt, reist Eshora mit dem Boot weiter.
- Eshora: Es wird sicher bald ein Wohnboot vorbeikommen, das euch für ein paar Silberlinge mitnehmt.
Er selbst will kein Silber als Dank. Nach einer Stunde auf dem großen Baum kommt ein T’Skrang Wohnboot in Sicht und die T’Skrang laden uns ein. Sie wollen auf das Treffen ihres Nialls am Grünen See.
Das Deck ist stark bebaut. Mal stakend, mal rudernd bringen sie uns weiter. Eine Gruppe sitzt auf dem Dach und singt zu einer Trommel. Targ bekommt eine Kalebasse hausgebrannten Zuckerrohrschnapps in die Hand gedrückt.
Die Windlinge schrecken während einer Regenpause von lautem Krachen auf. Eine riesige Schlange windet sich auf ihren Baum und versucht sich aus den Resten des Stammes zu lösen, der unter ihr umgeknickt ist, als sie versuchte ihre Opfer zu überraschen.
Sambucus schickt sie weg.
- Sambucus: Das ist nicht der Baum, den du suchst.
Die Schlange hinterlässt einen breiten Pfad im Unterholz, als sie einen besseren Baum sucht. Einen, der sie aushält.
Dann erreichen Quendan und Sambucus einen See im Lunga-Meer. Das Wasser leuchten in klarem blaugrün, und Wohnboote treiben auf dem Wasser. Alle einzigartig gestaltet. Und Quendan zeigt in die Richtung.
- Quendan: Sambucus, es kann dann sein, dass ich bald die Orientierung verliere. Wir müssen mit der Lahala reden — oder wer hier auch immer gerade das Sagen hat.
Die T’Skrang reagieren erst, als sie auf wenige Schritt an das erste Boot heran sind.
- ?: Seid gegrüßt!
- Quendan: Ihr seid die Nennsora, richtig? Wir müssen ganz dringend eure Lahala sprechen.
- Sambucus: Ja, super dringend!
- ?: Die Lahala habe ich heute nicht gesehen. Ich habe sie aber heute noch nicht gesehen.
- Quendan: Wie findet man die denn?
- ?: na, indem man rumfragt.
- ? (ruft): Tevan, hast du Isa’a heute schon gesehen?
- ?: ??
- ?: Sie ist auf dem Boot mit den den Orangenen Wänden. Sie ist eine der Beraterinnen der Lahala.
- Sambucus: Habt einen angenehmen Abend, solange ihr noch könnt.
- ?: Natürlich können wir!
- Quendan: Sambucus, Sambucus, ich weiß den Weg nicht mehr zu dem Boot! Bist du sicher, dass wir darauf zufliegen?
- Sambucus: Natürlich bin ich sicher! Siehst du es nicht?
- Quendan: Doch, aber ich weiß nicht, ob wir dahin fliegen!
Am Bug des Bootes steht sein Name: Sundance. Auf dem Bug ist eine von Seilen umzäunte Plattform. Wie eine Arena, drei bis vier Schritt breit und achteckig.
Ein T’Skrang mit einer auffälligen Schuppenfärbung übt eine Säbel-Kata. An seinem Kopf Kopf rote Schuppen werden zum Schwanz grün, und auch seine Kleidung passt dazu. Auf dem Dach kocht ein grüner T’Skrang.
- Quendan: Hallo du da, wir suchen die älteste Isa’a.
- ?: „Älteste“, sagt ihr das nicht. Aber wartet doch einfach, bis sie da unten fertig ist.
Quendan stoppt nach ein paar Ellen Flug in die falsche Richtung, dann packt ihn Sambucus.
- ?: Was ist denn mit deinem Freund los?
- Quendan: Ich habe meinen Orientierungssinn der Lunga-Hexe gegeben, um hierher zu kommen.
- ?: Du hast einen Vertrag mit der Lunga-Hexe geschlossen?
Sambucus verbindet ihr Handgelenk mit dem von Quendan und fliegt mit ihm herunter zu Isa’a. Als Isa’a ihre Kata beenden hat, steckt sie den Säbel ein und wendet sich an sie.
- Isa’a: ihr sucht nach mir?
- Quendan: die Mahakroda sind auf dem Kriegsfuß … die Lahala Nentilor schickt uns.
Sie beweist ihnen ihre Dämonenfreiheit mit einem Tanz mit dem Säbel. Sambucus spielt ein etwas bemühtes Lied auf der Flöte und Quendan schnitzt eine Schildkröte aus Holz.
Isa’a springt auf einen Pfosten und schwingt sich behände auf das Dach. Oben stehen bereits Schüsseln mit Fischeintopf, dabei zwei für Quendan und Sambucus.
Nachdem die Crew sich besprochen hat, wendet sich Isa’a den Windlingen zu.
- Isa’a: ihr meint, die Mahakroda sind auf diiem Kriegsfuß und haben die Nentilor schon überfallen?
Die beiden erzählen. Von der Versammlung, von Angriffen, von der Flucht in den Dschungel, von dem Boot im Nebel und der Narbigen T’Skrang-Kapitänin und der Feuerkanone mit Eis. Von dem Verrat der Mahakroda aus der Versammlung, und wie wir deren Zehnertrupp aufgehalten und verhört haben.
- Quendan: die haben gesagt, wir sind jetzt stark und wir wollen Sklaven und wir wollen jetzt alles übernehmen.
- Sambucus: ich mache mir jetzt Sorgen, weil ihr hier euer Treffen macht und die wissen das vielleicht.
- Isa’a: Ich verstehe das alles. Wichtig ist jetzt aber, dass die Lahala euren Bericht hört. Ich hoffe, dass sie morgen zu uns stößt. Dann müsst ihr ihr unbedingt euren Bericht noch einmal wiedergeben. Ich entschuldige mich schon jetzt bei euch: ich lasse euch in der Obhut meiner Snai’iin und werde einige Gespräche führen.
Als sie wegstakt, setzt sich die Crew wieder zu den Windlingen, fragt nach Geschichten in der langen Nacht und Sambucus bietet an, ihre Flöte zu spielen.
Die Crew des Bootes mit Targ, Ver’jigor und Chona meint, sie würde am Nachmittag des nächsten Tages ankommen. Sie feiern mit Kunst und Farben und Musik und wir haben die erste wirklich erholsame Nacht seit langem.
Tanzen
Wir erwachen im Zirpen von Insekten und Vogelgezwitscher. Unser Boot fährt auf den See des Treffpunkts und Sambucus fliegt uns direkt entgegen. Sie haben eine Beraterin der Lahala getroffen.
Als sie zurückfliegt, landet sie bei einer T’Skrang mit bunten Schuppen. Die T’Skrang beugt sich zu Sambucus herab und reicht ihr die Hand.
- ?: Hallo.
- Sambucus: Sehr erfreut! Bist du die Lahala Nennsora?
- Lahala: Die bin ich. Isa’a hat mir schon berichtet, welche Kunde ihr uns gebracht habt. Wollt ihr uns Gesellschaft leisten?
Die Schiffe werden aneinander vertäut und wir laufen mit Targ über die schwankenden Planken. Zwei große grüne Hügel tauchen neben den Booten auf, je mit einer Hütte darauf. Kurmapati. Schildkröten.
Eine Gruppe T’Skrang sitzt an Deck. Isa’a, mit einem roten Kopf, deren Schuppen zum Schwanz grün werden. In einem Korallenfarbenen Leinenhemd und einer grünen Hose. Daneben eine T’Skrang mit vierfarbigen Schuppen. Eshora, die uns zum Baum gebracht hatte. Die Lahala. Blaue Kleidung und eine Jadekette um den Hals. Und eine wirklich alte T’Skrang, Mesala mit grünen, mystisch bemalten Schuppen. Außerdem Schwa’an, praktisch gekleideter, blaugeschuppter T’Skrang mit viel Schmuck. Er richtet einen durchdringenden, entrückten Blick auf uns.
- Eshora: Ich habe ein paar Fragen an euch, um euch kennenzulernen. Es gibt keine falsche Antwort. Wer möchte anfangen?
- Sambucus: Dann bin ich das!
- Eshora: Ein T’Skrang findet auf der Reise mit einem Freund einen Beutel mit Silber. Teilt er den Fund oder behält er ihn für sich?
- Sambucus: Er teilt ihn, schließlich waren sie zusammen.
- Eshora: Ein Stamm lebt bei einem schwächeren Stamm. Sie werden angegriffen. Soll der Stamm erst den anderen Stamm angreifen und übernehmen, oder warten bis er angegriffen wird und dann den Angreifer bekämpfen?
- Targ: Angreifen, dann wird er stärker durch die anderen.
- Eshora: Auf einem Rennen stürzt der Drittplazierte ins Wasser. Ein anderer würde das Rennen sonst gewinnen. Soll er ihn retten statt zu gewinnen.
- Chona: auf jeden Fall ihn retten. Würde der andere sterben, wäre der Sieg schal.
Ver’jigor kommt auch zum Rat.
- Eshora: Ein Fremder kommt zum Njall Nennsora und sieht einen wertvollen Gegenstand um den Hals eines T’Skrang. Er würde ihn gerne kaufen. Zahlt er den Preis, den der Gegenstand im fernen Throal wert wäre oder zahlt er den Preis, den er im Lunga-Meer wert wäre.
- Ver’jigor: Er zahlt, was er aushandelt. Wenn er doof genug ist, einen zu hohen Preis zu bezahlen, ist das sein Problem.
Viele, viele andere scharen sich um uns. Leute reden, versuchen, näher zu kommen. Wir erzählen von unseren Erfahrungen. Der Rat hört aufmerksam zu. Aber aus dem Pulk um uns herum rufen immer wieder Leute rein. Dann kommen wir in eine Diskussion.
- Isa’a: Was euch, liebe Reisende, nicht bekannt ist: ich bin für den Umgang mit Gefahr, in der Regel mit Piraten, zuständig. Und, meine Lahala, ihr wisst, ich mag es nicht, einer Gefahr aus dem Weg zu gehen. Aber wenn schon die Nentilor es nicht geschafft haben, sie zu stoppen, haben wir wohl wenig Chancen. Und unsere übliche Taktik, mit den Booten in Nebenarmen zu verschwinden, könnte sich auch als Verhängnisvoll erweisen. Daher möchte ich euch fragen, ob ihr eine Gruppe Kämpfende zusammenstellen wollt, damit die anderen Zeit zur Flucht haben. Es kann kein Zufall sein, dass sie den Angriff jetzt planen.
Die alte Mesala wendet sich der Lahala zu und flüstert. Die Lahala überlegt und blickt zu uns.
- Lahala: … aber wir müssten fragen, ob sie uns unterstützen würden.
Sie bittet die anderen um Raum für ein vertrauliches Gespräch und die Gruppe um uns löst sich langsam auf.
Gleichzeitige taucht Quendan auf.
- Eshora: Ein Fischer sitzt in seinem Boot und versucht stundenlang mit seiner Angel einen Fisch an den Haken zu bekommen. Als er dann endlich aufgibt, weil er keine Geduld mehr hat und nach Hause möchte und mit seinem Boot durch das Lunga-Meer zu seinem Bootschiff fährt, springt ihm ein Fisch ins Boot. Nimmt er ihn als Geschenk des Flusses mit nach Hause und isst ihn auf oder befreit er das Tier?
- Quendan: Er nimmt ihn mit nach Hause, denn er wollte ja eh einen Fisch fangen, und ob er ihn mit der Angel fängt oder mit dem Boot ist ja egal.
Der Teebecher wandert wieder, dann übernimmt Mesala.
- Mesala: Der Geist des Flusses hat mir ein Geschenk überlassen. Ein Artefakt, das in meiner Obhut liegt und mit dem ich in der Lage bin, den Fluss zu verändern. Normalerweise würde es mich einige Wochen Zeit kosten, das Lunga-Meer mit der Kraft des Geistes vom Hauptfluss so abzuschotten, dass die Mahakroda nicht hereinkommmn können. Zu Fuß wären sie keine Gefahr. Aber wir haben nicht die Zeit, noch zwei Wochenz zu warten. Wenn ihr mir helfen könnt, können wir versuchen, es gemeinsam zu tun.
- Quendan: Wie leiht man dir Magie?
- Mesala: Ich beschwöre einen Geist und ihr webt temporäre Fäden zu einer Struktur, die der Geist bereitstellt.
- Chona: damit helfen wir euch, aber wen werden sie als nächstes angreifen?
- Mesala: Als nächstes werden sie auf die Daikara treffen, und sie werden darauf brennen, angegriffen zu werden. Kommt mit auf meine Kurmapati.
Wir folgen Mesala auf die Kummerparty. Die Schildkröte trägt uns zu einer flachen Uferstelle in einer Bucht. Sie trägt einen Weidenkorb aus ihrer Hütte zum Ufer und beginnt mit den Ritualvorbereitungen.
- Holt einen Jadeanhänger unter ihrer Kleidung hervor.
- Im Boden öffnet sich eine Spalte und ein grob behauenes Wesen aus grüner Jade tritt heraus.
- Das Geräusch mahlender Steine durchdringt die Luft.
- Der Elementar hockt sich auf den Boden. Verschmilzt mit dem Boden.
- Kleine Steine beginnen um ihn herum zu kreisen.
- Masala gibt uns je eine Tonscherbe aus ihrem Korb.
- Sie beginnt ein Lied zu singen. Kaum melodisch. Ein Loblied an den Flussgeist Shiwos. Ein langes Lied.
- Eine nach der anderen fügt sie ein Gefäß aus den Scherben zusammen. Die Teile bleiben zusammen. Ein Krug.
- Sie bittet Quendan, seine Scherbe einzusetzen. Der Elementar gibt ihm einen Stein. Masala bittet ihn, einen Faden in den Stein zu weben.
Ich spüre die Verbindung mit dem Erdelementar, spüre das Ritual. Verbunden mit der Umgebung. Der Uferschlamm ist zwischen meinen Zehen, doch mein Auge kann reisen. Eine Herde Banla’uren rast über die sumpfigen Anhöhen.
Unser Blick wird angezogen von einem breiten Zustrom des Lunga-Meeres. Und zwei nahegelegene Inseln bewegen sich langsam aber unaufhaltsam in die Zufahrt hinein. Das Wasser tritt über die Ufer, überschwemmt das Grasmeer. Die Zeit verfließt. Dann ist der Zustrom versperrt. Nur noch kleinste Flüsschen kommen noch hinein.
Die Steine um das Elementar fallen in das Wasser des Galanga und das Wesen aus Jade tritt zurück in eine Erdspalte.
Auf dem Rückweg lassen wir die Fäden sich lösen. Dann zeigt Quendan ihr seinen Jadekristall in seiner Brust.
- Masala: ein Finger auf der Waage des Schicksals. Der Flussgeist kann durch dieses Amulett die Waage zu deinem Vorteil beeinflussen.
- Quendan: ich glaube, ich muss es irgendwie aufladen, aber ich weiß nicht, wie.
- Masala: wenn ich es richtig verstehe, kannst du bei deiner Magie etwas von der Kraft des Flussgeistes zu bekommen, wenn er glaubt, dass du es brauchst.
Die Sonne sinkt bereits, als wir wieder bei den Booten ankommen. Die Lahala entscheidet, dass wir in der Nacht noch feiern und sie ich am nächsten Tag verstreuen und das Treffen ausfallen lassen.
Ein bisschen Frieden
Die Nensora verstreuen sich und nur die Lahala (Eshora) und wenige weitere Boote bleiben hier. Sie laden uns ein, noch etwas bei ihnen zu bleiben.
Der Scout Ern’ta trifft zu uns. Er wird mit seinem Banla’ur patrouillieren.
Der praktisch gekleidete Schwa’an trägt nun einen Jadeanhänger um den Hals und einen Graskorb in den Armen.
- Schwa’an: ihr habt euch als Freunde des Nialls gezeigt, und ich möchte mich bei euch mit einer Gabe meiner Kunst erkenntlich zeigen. Ich habe diese Gegenstände selbst gefertigt und hoffe, sie werden euch etwas Freude bereiten.
Ungewöhnlich. Quendan wird sofort aufmerksam.
Eine Halskette aus zehn großen Perlen. Eine Art Gestein in der Farbe des Lehms. Sie nehmen ständig die Gestalt verschiedener Tiere an, v.a. Schildkröten.
Zwei Armreife wie Ringe aus Wasser. Einer grün, einer blau, ständig fließend, als wären sie wirklich Wasser.
Zwei weiß-blaue Kugeln, als wäre darin der Dunst über dem Wasser im ersten Morgenlicht eingefangen. In der Größe einer Pflaume.
Ich berühre den blauen Armreif. Er ist kühl auf der Haut, wie Wasser.
Sambucus blickt auf die Kette, doch sie ist zu schwer für Windlinge.
- Schwa’an: diese Kugeln bestehen zu einem Großteil aus elementarer Luft. Ihr könnt sie in den Mund nehmen zum Tauchen. Die Ringe helfen uns T’Skrang, wenn wir länger außerhalb des Wassers sein müssen.
Targ greift nach der Kette. Die Steine wirken klein in seiner Hand.
Quendan fragt, wie Schwa’an diese Schmuckstücke erschaffen kann.
- Quendan: bist du Elementarist?
- Schwa’an: nein, es ist eine überlieferte Kunst.
Die meisten Boote verschwinden tiefer im Lunga-Meer. Außer uns sind nur noch fünf T’Skrang, machen Musik.
Wir verbringen die zwei Tage Sicherheit in Meditation unserer Disziplinen. Ich beobachte Isa’a beim Schwerttanz und erinnere mich an das Ritual mit dem Erdelementar.
Die nächste halbe Stunde steigern wir.
- Nahkampf auf 6: 800 + 1300
- Fadenweben auf 5: + 1300 = 3400
- Hieb ausweichen auf 5: + 1300 = 4700
- Riposte auf 5: + 800 = 5500
- Lahala: wo wollt ihr als nächstes hin?
- Quendan: Ich möchte zu dem Fort Nad’Karanji, sehen ob sie wirklich sicher sind.
- Chona: sollten wir nicht der Diebin Tia folgen?
- Quendan: vielleicht sollte sie uns nur hierher bringen? Sollten wir die Windlinge um P’trell suchen?
- Lahala: es wäre gut, wenn ihr die Augen aufhalten könnten. Sie wissen vielleicht noch nichts davon. Ick könnte Ern’ta bitten, euch zum Hauptarm des Flusses.
Ein Geräusch reißt uns aus dem Gespräch. Ein Boot mit einer knatternden Feuermaschine am Heck. Der Trollhändler Mahendo, mit freundlichem Lächeln.
Er steigt an Bord und grüßt die Lahala.
- Mahendo: wohin wollt ihr?
- Chona: nach Nad’Karanji, schauen, ob sie sicher sind, und falls nicht, sie sicher machen.
- Mahendo: es hat uns viel Zeit gekostet, aber jetzt schnurrt die Harmatan wieder wie ein Krokodil.
- Quendan (zu Sambucus): schnurren Krokodile?
Wir folgen Ern’ta auf Schleichwegen zum Hauptarm.
Die Harmatan tuckert in die gewiesene Richtung hinein ins Lunga-Meer. Umsorgt von Joran trägt uns die Feuermaschine durch die Kanäle. Ern’ta sprintet oft voraus und wartet an Abzweigungen auf uns.
- Quendan: sag mal, Sambucus, ist dein Vogel eigentlich wiedergekommen? Und das ist ja merkwürdig: ich müsste mich eigentlich nicht zurechtfinden können, aber ich weiß hier auf dem Boot, wie ich zum Ufer komme.
- Sambucus: Eigentlich sollte es eine Woche sein. Aber es sind doch erst drei Tage.
- Quendan: ich befürchte, dass sie jetzt gerade meinen Orientierungssinn nicht braucht. Und ihn sich später wieder nimmt.
- Ver’jigor: vielleicht hat sie auch jemand abgemurkst? Nicht dass ich das möchte.
Quendan fliegt ein Stück vom Boot weg, bis zur Länge der Schnur, die ihn mit Sambucus verbindet, und taucht die Füße ins Wasser. Kann sich aber immernoch orientieren.
Dann fragt er Sambucus, ob er nicht seine geflügelte Freundin nach den Windlingen suchen lassen könnte.
- Quendan: Ich mache mir nur ein bisschen Sorgen, denn die Windlinge wissen noch nicht, dass die Mahakroda auf dem Kriegspfad sind.
Mahendo fährt uns erst eine halbe Stunde flussaufwärts und nach einer halben Stunde taucht Sambucus’ blaugelber Ara Drana wieder auf.
- Sambucus: in welche Richtung, Drana?
Er führt uns zu einer Uferstelle an der ein Baum weit über das Wasser hinausragt. Auf einem niedrig hängenden Ast liegt ein Windling in einer geflochtenen Trage und wird von dem anderen aufmerksam beobachtet. Dann fliegt der zweite eilig zu uns. Sind Windlinge jemals nicht eilig?
Wilde gelbbraune Haarmähne.
- Quendan: bist du Bintrel?
- Bintrel: ja, könnt ihr uns helfen? Slipsplisnir gehts nicht gut.
- Sambucus: was hat sie denn?
- Bintrel: sie hat Pfeil, ganz schlimm Pfeil.
- Sambucus: das ist nicht gut.
Quendan verarztet Slipsplisnir (die kleine Schwester von Sleipnir).
- Sambucus: die Lahala lässt euch ausrichten, dass ihr euch in Sicherheit bringen sollt, weil der Nebel kommt.
- Quendan: in dem Nebel ist ein Boot!
- Bintel: das hab ich mir gedacht. Wir wollten da hinfliegen und ihn untersuschen und dann kamen da Pfeile raus. Wer macht den sowas?
- Q: genau, total gemein! Da drin ist ein Boot und da sind nie Mahakroda drauf.
- B: die Mahakroda waren schon immer langweilig, aber jetzt sind die langweilig mit Pfeilen?
- S: ich bin mal ganz nah an das Boot herangekommen und habe gesehen, die haben da ganz viele Waffen drauf, und auch krasse Waffen.
- Q: die Lahala von den Nennsora hat uns gesagt, dass ihr vielleicht kommmt, und dann hat sie uns geschickt um euch zu warnen.
- B: die Nennsora feiern immer so toll und wenn du zu viel von diesem Zeug trinkst, dann wird alles so schwummrig, das ist ganz lustig.
Bintrel fliegt zu Targ, verwechselt ihn mit Mahendo.
- Bintrel: ihr fahrt zu den Dai’kara runter wegen der pfeiligen Nebelwand. Wir kommen mal mit, ist das OK?
- Sambucus: Da müsst ihr Mahendo fragen?
- Mahendo: Ja.
- B: aber Ter’Lispling fehlt! Wie lange fehlt der denn schon? Der ist aber gut, im nicht gefunden werden. Fehlt, seit dem Boot. Aber macht euch keinen Kopf, der schafft das schon.
Slipsplisnir wacht wieder auf. Sie kennt Mahendo; wir anderen stellen uns vor.
Bintrel erzählt immer wieder, was passiert ist. Immer weiter ausgeschmückt. Und Slipsplisnir schreibt immer wieder mit.
Dann nähern wir uns Nad’Karanji.
Fried fertig
In der Morgensonne fahren Schiffe mit Bewaffneten um die drei Türme von Nad’Karanji, der Wohnhöhlen des Niall Daikara. Viele Namensgeber sind auf den Stegen um die Türme.
Auch um die Hütten auf den Uferstegen laufen Namensgeber durcheinander.
Viele der T’Skrang tragen Bündel auf den Schultern oder führen ihre Kinder über die Stege, begleitet von T’Skrang des Niall Daikara.
Wachen bewegen sich aufmerksam durch die Menge.
Quendan fliegt zur nächsten Gruppe Wächter. Sie ignorieren ihn.
- Quendan: Hallo, ihr da.
- Wächter: Hm.
- Q: Ich wollt mal fragen, warum ist denn hier so viel los.
- W: Das hat mit den Mahakroda zu tun, sie haben die Nentilor überfallen.
Sie sehen nicht aus, als seien sie wirklich auf die Mahakroda vorbereitet. Wir gehen den Schamanen Udan Apar in seiner Hütte am Ufer suchen.
Auch in der Enklave am Ufer sind Flüchtlinge, doch die Händler sind v.a. miteinander beschäftigt, mit Getränken Gerüchte auszutauschen.
Wir drängen uns durch die viel zu eng gedrängte Menge. Einige hundert Schritt weiter finden wir die Hütte. Er meditiert im Uferschlamm.
Quendan fliegt eine Ewigkeit vor dem Schamanen hin und her. Für ihn. Nach einer halben Minute spricht er ihn an. Udan versucht sich weiter zu konzentrieren, dann gibt er auf und öffnet die Augen.
- Quendan: Wunderbar, ihr seid fertig mit Meditieren.
- Udan: Ich erinnere mich an euch. Ihr seid die, die dem Ruf des Flussgeistes folgen.
- Q: Wir haben die Nentilor gewarnt und sie sind geflohen. Und dann haben wir die Nennsora gewarnt, und dann sind die geflohen. Und wir glauben gar nicht, dass die Leute wissen, wie gefährlich die Mahakroda sind und wollten fragen, mit wem wir sprechen müssen, um Informationen weiterzugeben.
- U: Ich glaube nicht, dass die Lahala gerade Zeit hat, will aber gerne nach ihr sehen und sie fragen, welcher ihrer Berater Zeit hat. In meiner Hütte gibt es Tee und Kräuter.
Er marschiert schlammbedeckt in Richtung der Türme.
Ver’jigor schaut sich in der Hütte um und holt sehr scharf riechenden Alkohol heraus.
- Chona: trinken wir doch erstmal Tee.
- Ver’jigor: machen wir einen Tee mit Schuss draus.
Ich nehme drei gut riechende Kräuter und brühe uns Tee auf. Irgendwas schmeckt etwas bitter, aber nur fast unangenehm.
Nach etwa einer Stunde kommt Udan in Begleitung einer T’Skrang zurück. G’Schosa, im Haushalt der Lahala tätig, wird uns zur Kalidasa Daikara bringen, der gewählten Nachfolgerin der Lahala.
Sie führt uns zu den Türmen und ersteigt mit uns in den Turm Dai, den ersten der drei.
Im Inneren liegen Schriftrollen und Schreibpulte, Sitzkörbe um ein Feuer mit heißen Steinen mit einem Kessel.
Eine T’Skrang löst sich aus einem Gespräch mit zwei Angehörigne ihres Nialls. Dunkelgelbe, Ockerfarbene Haut. Hochwertige Kleidung und geschmackvoller Schmuck. Einiger aus hellgrüner Jade.
- Kalidasa: mit Udan Apar habt ihr einen sehr guten Führsprecher gefunden. Ich muss gestehen, ich wollte zuerst ein Gespräch zwischen euch und der Lahala ermöglichen, doch ihre Zeit ist im Moment sehr knapp bemessen. Ich hoffe, dass ihr auch mit meiner Wenigkeit vorlieb nehmt.
G’Schosa gießt der Kalidasa und dann uns einen Tee auf. Die Kalidasa schnuppert an dem Tee und wartet.
- Ver’ji: zumindest besser als die Brühe, die du uns serviert hast.
- Chona: wir sind ja hier, um von den Mahakroda zu erzählen, nicht von meinen Kochkünsten.
- Quendan: um keine Zeit zu verschwenden: was wisst Ihr denn schon?
Die Kalidasa erzählt von den Geschichten der Flüchtlinge.
- Kalidasa: … und dieses seltsame Schiff, das sie haben, scheint ebenfalls ein sehr interessantes Gefährt zu sein.
- Quendan: ich weiß nicht, ob das Schiff selber so bemerkenswert ist, dafür kenn ich mich nicht genug mit Schiffen aus, aber ich weiß, dass sie einen Elementaristen haben, aber vielleicht steuert auch da Schiff die Nebelwand aber vielleicht fang ich besser von vorne an und … und die Kapitänin von dem Boot nannten sie die Gezeichnete.
- K: mir ist bekannt, dass es unter den Mahakroda eine mächtige Adeptin, Schwertmeisterin, gibt, die diesen Namen tragen soll.
- Quendan: … schießt kein Feuer sondern Eis … laufen über das Wasser.
Wir erzählen noch einiges mehr, erzählen vielleicht etwas zu viel vom Lunga-Meer.
- Kalidasa: jeder, der sich mit uns anlegt, muss zwei Dinge wissen. Uns zu besiegen wird nicht einfach sein. Unsere Krieger sind nicht nur versiert mit ihren Waffen, sondern sie haben auch einen unbeugsamen Willen. Und die Kitenshin sind unsere Verbündeten. … euch dabei zu haben, würde Zweifel in unseren Reihen sääen, darum muss ich euch um Vertrauen bitten.
Sie wollen erst Kontakt mit den Mahakroda aufnehmen.
- Kalidasa: lasst mich in Anbetracht dessen, was ihr für die anderen Nialls getan habt, die Übernachtungskosten für die nächsten Nächte zu übernehmen.
- Chona: dann hoffen wir, dass es für euch nützlich war und wollen euch auch nicht noch mehr eurer Zeit stehlen.
- Kalidasa: …
- ? (kommt durch die Tür): Es kam gerade ein Flüchtlingsboot voller Nennsora!
Quendan meint, die Mahakroda waren schon immer als aggressiv bekannt, aber nie zu stark. Die Mahakroda wohnen auch irgendwo.
- Ver’ji: wenn das hier schief geht, sollten wir gehen.
- Chona: ich habe gesagt, ich würde da sein, also werde ich da sein.
Die Daikara rufen gerade junge T’Skrang zu den Waffen. Bald wird die Lahala eine Ansprache halten. Wir sind dort allerdings nicht willkommen.
Wir gehen zur Enklave, zur Taverne zur Grünen Schlange, bei Wirtin Birsa. Sie weiß, dass wir Gäste der Kalidasa sind und bietet uns ein Zimmer für uns gemeinsam an; mit einer Wand zum Schankraum.
Ein Fenster geht nach draußen, mit verschließbarem Laden, und die Tür hat einen Riegel von innen.
An allen Tischen wird geredet. Die Daikara beordern wohl gerade ihre drei richtigen Kriegsschiffe zurück.
Wir machen es uns gemütlich, essen, trinken, und lernen Leute kennen. Quendan setzt sich zu einer Gruppe von Zwergen. Ihr Anführer, ein etwas älterer Zwerg, stellt sich als Hausvor Neumoney vor und unterhält sich sehr interessiert mit Quendan. Fragt nach unseren Reisen und erzählt, dass er für seine Familie am Schlangenfluss handel treibt, weil er gern in der Gesellschaft von T’Skrang ist. Findet das aber etwas belastend, weil kein Schiff hier wegfährt.
- Hausvor: Ihr und eure Gefährten seht mir wir kompetente Adepten aus.
- Quendan: glaub schon, dass ich kompetent bin.
- H: währt ihr bereit, für ein bestimmtes Entgelt für meinen Schutz zu sorgen.
- Q: Was habt ihr denn vor?
- H: Ich kann hier eh nicht viel tun. Aber wenn die Daikara das doch nicht unter Kontrolle haben, will ich ungern unter der Knute der Neuen leben.
- Q: Sollen wir euch in den Dschungel bringen?
- H: Möglichst auf ein Schiff, aber v.a. nicht von Primitiven mit einem Fischknochenspeer aufgeschlitzt werden.
Quendan erzählt uns das.
- Quendan: … aber genau dann, wenn die Daikara hier Hilfe brauchen, müssten wir dem Hausvor helfen.
- Chona: Ich habe versprochen, dass ich den Daikara helfen würde, also kann ich ihm nicht versprechen, ihn zu schützen.
- Ver’jigor: ich glaube nicht, dass wenn die Daikara Probleme kriegen, wir diejenigen sind, die helfen können.
- Q: Wir können ja erstmal mit ihm reden.
Das machen wir.
- Hausvor: ihr wollt also einen Optionsvertrag schließen. Wir können das mit einem Gewinnabschlag regeln. Ich würde eine Tagesbasierte Entlohnung vorschlagen. Für Ihre Bereitschaftszeiten würde ich jedem von Ihnen 30 Silber pro Tag anbieten. Ihnen Chona mit einem 50% Abschlag, weil ja andere ein Vorgriffsrecht haben. Für meine Verbringung an einen sicheren Ort …
- Ver’ji: was ist die Definition eines sicheren Ortes?
- H: ein Ort unter der Kontrolle einer dritten Macht, die für meine Sicherheit garantieren können, wie die K’Tenschin, oder einen Ort, von dem aus ich einen Transport mit meinen eigenen Mitteln bewerkstelligen kann. Für das Eintreten dieses Falles würde ich Ihnen einen Bonus von 300 Silber zahlen.
- V: es kann sein, dass das mit Unannehmlichkeiten verbunden sein kann. Eine Sänfte im Wald haben wir nicht. Wir haben aber jemanden, der Essen zaubern kann. Wenn ihr aber etwas bestimmtes haben wollt, müsst ihr es ihm zu essen geben.
Ich habe nicht viel verstanden, aber es klingt, als hätten wir eine Aufgabe. Der Schreiber passt einen Standardschutzdienstleistungsvertrag nach den abgesprochenen Konditionen an. Wir unterzeichnen, Hausvor Neumoney zeichnet gegen. Quendan teilt seinen Lohn auf und gibt Sambucus, Targ und mir je 10 Silber.
Von dem Amulett, das er jetzt in der Brust trägt.
Ankunft
Wir essen mit Hausvor und Quendan erhält dessen drei Lieblingsessen. Selbst Galanga-Stör-Eier. Zum Glück ist er kein Vegetarier. Die Besucher der Taverne sind bunt gemischt. Auch andere T’Skrang sind hier — die Daikara wollen wohl von niemandem Hilfe. Hausvor sorgt dafür, dass sein Tisch nicht eng besetzt ist.
Zwei T’Skrang setzen sich mit eigenen Hockern dazu: T’Risch und K’Suk, Nennsora-Bauern. Sie berichten, dass die Daikara ihre drei großen Kriegsschiffe zurückgerufen haben, um die Mahakroda zu stellen. Es wurden aber auch Unterhändler entsandt, der Tradition zuliebe. K’Suk glaubt, dass sie das können. T’Risch ist skeptischer.
- K’Suk: Die Mahakröda wären ja schön blöd, wenn sie sich auf den Kampf mit ihnen einlassen würden.
Dann unterschreiben wir den Standard-Knochenbrecher-Kontrakt.
Einige Zeit später hören wir Gejohle vor der Taverne. Quendan und Sambucus fliegen gleich raus und ich folge ihnen. Zwei große Schiffe steuern auf Nad’Karanji zu: die Kriegsschiffe der Daikara Balista und die Javelin. Nad’Karanji feiern auf den Türmen — die Moral ist also so gut, wie die Kalidasa es sagte.
Der Zugang zu den Türmen ist durch Daikara-Wachen versperrt. Leute, die hinein wollen, werden abgewiesen. Die Stimmung in der Enklave der Fremden ist gespalten. Einige haben große Hoffnung, andere reagieren wie wir. Gerade die Nennsora sind besorgt. Die Nentilor haben mehr Hoffnung.
Aber Feuerkanonen o.ä. sehen wir an den Schiffen nicht. Es gibt je eine große Balista, ansonsten sind v.a. viele Leute darauf und sie haben Feuermaschinen als Antrieb.
Irgendwie schwach.
Ich hole mir aus der Taverne etwas zu essen und zu trinken, dann sitzen wir zusammen um ein Fass vor der Taverne und schauen zu.
Quendan diskutiert auf dem Dach die Vorzüge von Hurk, das mit Löffel getrunken werden muss. Dann sieht er, dass T’Skrang um uns herum Waffen ziehen.
Er jagt im Sturzflug herab und eine Einfläche überzieht den Boden um uns und die T’Skrang stürzen. Alle. Ich rutsche direkt danach aus.
Sambucus wirft einen Dolch von oben auf einen Angreifer. Quendan erwischt einen mit Erdpfeilen. Dann schwinge ich mich auf das Fass und schlage einem Angreifer mit dem Schwanz den Speer aus der Hand ins Wasser.
Targ schlägt einen der Angreifer, Ver’jigor gleitet über die Eisfläche und schlägt mit der Streitaxt zu. Zwei Angreifer springen ins Wasser, um zu entkommen.
Ich springe von dem Fass zu einem weiteren und schlage ihm mit dem Schwanz den Speer aus der Hand.
Am Ende ist einer tot, zwei Ohnmächtig (Quendan hat ihn über Wasser gehalten, bis ich über das Eis gerutscht bin, um ihn rauszuholen) und zwei sind durch das Wasser geflohen.
Dann benachrichtigt Quendan die Wachen während ich nach Hausvor schaue.
- Hausvor: Ich glaube, ich habe das Interessanteste verpasst. Seid ihr OK?
- Chona: Wir sind unverletzt, bis auf unsere Ehre nach dem Rutschen auf der Eisfläche.
Zwei Wachen holen die Bewusstlosen ab und sagen, wenn wir sie verhören
wollen, sollen wir mit der Kalidasa sprechen. Sambucus fleddert
durchsucht den Toten. Er trägt ein paar Münzen und ist ansonsten
unauffällig. Die Waffe ist solide gearbeitet. Throal’sche Stangenware.
- Sambucus: Es sah schon aus, als hätten die gezielt euch angegriffen. Jetzt würde mich interessieren, warum die uns angreifen. Tauchen noch mehr davon auf, wenn wir sie nicht erwarten?
- Chona: Vielleicht weil wir den Händler unterstützen?
- S: Aber wer weiß denn schon, dass wir ihn unterstützen. Gehen wir doch zur Kalidasa.
Leider werden wir wohl kaum einfach durchgelassen. Wir lassen eine Nachricht an G’Schosa ausrichten, die bei der Kalidasa arbeitet. Sie soll die Kalidasa fragen, ob wir mit den Gefangenen sprechen dürfen.
Dann stellen wir eine Wache vor dem Zimmer von Hausvor auf und beobachten, was passiert.
Abschiede
Zum Frühstück gibt es Flusskressepfannkuchen. Als wir gerade angefangen haben, betritt G’Schosa das Gasthaus. Sie braucht eine Weile, uns im engen Gasthaus zu finden.
- G’Schosa: es tut mir Leid, dass ihr überfallen wurdet. Es wurde ja niemand verletzt. Außer von den anderen. Ihr könnt die Kalidasa heute Mittag zum Tee treffen.
Als sie gegangen ist, ändert sich die Tonlage der Gespräche draußen. Die Windlinge fliegen über die Menge nach draußen, ich dränge mich hinterher.
Die Flotille der Daikara macht sich auf den Weg den Fluss hinauf. Nur noch wenige bleiben auf den Türmen.
Die Nennsora unter den Flüchtlingen wirken unsicher. Finden den offenen Kampf leichtsinnig.
- Ein T’Skrang: dich kenn ich doch, du bist doch dieser Chona. Ich hab dich am Grünen See getroffen. Ihr habt doch der alten geholfen.
- Sambucus: wie ist es denn euch ergangen?
- ET: es ist schade, dass wir unsere Feier nicht haben können, aber jetzt haben wir sie ja auch hier irgendwie.
- Quendan: am sichersten wäre es wohl, zu K’Tenschan zu gehen. Aber ich weiß nicht, ob die so begeistert sind.
- ET: ein Abgesandter will nicht viele Flüchtlinge.
- Chosa: wie heißt du eigentlich?
- K’Silahan: K’Silahan
- Q: ich würde gern wissen, was die Mahakroda dazu gebracht hat, mit dem Nebelschiff rumzufahren.
- K: früher waren sie nur etwas komisch, aber nicht so aggressiv. Wenn ihr das rausgefunden habt, kommt ihr auf jeden Fall am Grünen See vorbei. Müsst ihr weitererzählen.
- C: Bei euch war ja auch schön.
- K: Aber ich will euch nicht aufhalten. Ihr habt ja sicher wichtiges zu tun.
- Q: wir müssen auf den Kunden aufpassen.
- C: und unsere Pfannkuchen werden kalt.
Sie sind kalt. Und Quendan will keine neuen zaubern. Sambucus findet sie schrecklich zäh. Und hat Recht.
Bis Mittag passiert nicht viel. Dann gehen Targ, Quendan und Ver’jigor zur Kalidasa. Sambucus und Ver’jigor bleiben bei Hausvor. Ihn zu bewachen ist schließlich unsere Aufgabe.
Hausvor gibt Quendan noch ein versiegeltes Schreiben für einen Schmied Kunus mit. Ein Angebot. „Wenn ihr schon zu den Türmen kommt.“
Ein Wächter lässt Quendan, Targ und Ver’jigor durch. „Verlauft euch nicht.“
Heute ist auf dem Weg weniger los. Dann kommen wir wieder in die Verwaltungsräume. G’Schosa kommt ihnen entgegen.
- G’Schosa: Schön, dass ihr da seid. Die Kalidasa hat gleich Zeit für euch. Darf ich euch schon einen Tee anbieten?
- Quendan: Sehr gern.
- G: Dann nehmt doch bitte Platz.
Nach ein paar Minutes ist die Kalidasa da. Kennt ihre Namen.
- Kalidasa: was führt euch zu mir?
- Quendan: es war ja gestern so, dass wir angegriffen wurden von diesen Fremden, die haben wir dann ja den Wachen übergeben. Wir würden gern wissen, ob ihr schon wisst, wer die sind, und warum sie uns überfallen haben.
- K: Bisher haben sie noch niemandem etwas gesagt. Wir können sie ja zu einem späteren Zeitpunkt noch befragen.
- Q: deswegen wollten wir fragen, ob wir sie befragen könnten, wir würden schon gerne wissen, warum sie uns angegriffen haben.
- K: Wenn ihr warten wollt, kann ich mit der Wache reden, dass sich jemand findet, der euch begleitet.
Sie erhebt sich und kehrt nach etwa 10 Minuten in Begleitung einer weiblichen T’Skrang-Wächterin zurück.
- Kalidasa: Alara wird euch zu dem Gefängnis führen, in dem wir die Gefangenen untergebracht haben. Ich würde euch nur bitten, wenn Alara euch Anweisungen gibt, denen auch Folge zu leisten.
- Alara: Wollt ihr mir folgen.
Sie bringt sie in einen der anderne Türme, einige Etagen hinab. An den Außenwänden sind Zellen angebracht. Alara schließt ein Schloss auf.
- Alara: tretet zurück, ihr habt Besuch.
Quendan und ich treten hinein und Targ faltet sich dazu.
Die beiden sind unruhig.
- Quendan (von Targs Schulter): Warum habt ihr uns angegriffen? Was sollte das?
- Gefangener: ihr seht aus wie wohlhabende Abenteurer. Dann können wir eure Ausrüstung verkaufen.
- Q: aber da drin gibt es Leute, die reicher sind.
- G: die Leute wollen jetzt Waffen. Und Artefakte.
- Chona: und dass wir euch töten könnten habt ihr nicht bedacht?
- G: deswegen wollten wir euch ja überfallen.
Wir verhören sie.
- C: Ihr habt schon genug gesagt. Jetzt könnt ihr auch den Rest sagen.
Sie stürzen sich auf mich. Einer will mich festhalten, der Sprechende will meine Waffe ziehen. Ich ziehe die Waffe und ramme sie dem ersten gegen den Kopf.
Nachdem einer auf dem Boden liegt, spricht der andere. Leute, die ihn geschickt haben. Will nicht noch mehr sagen. Sein Eivater hätte ihm gesagt, dumme Leute würden ihn Dinge fragen. Und er diene etwas größerem. Und wenn mir mein Niall etwas wert wäre, würde ich hier nicht für meinen Ruhm durchs Land ziehen. Irgendwie hat er schon Recht.
Die Wache meldet es G’Schosa.
Wir kommen beim Schmied vorbei.
- Chona: was will er denn kaufen?
- Kunus: Du bist ein Schwertmeister. Ich zeig es dir. Du kannst es vielleicht verstehen.
Er zeigt uns in einem Schrank ein großes, offenes Fach in der Mitte. Auf einem Stände steht eine Rüstung, Schuppen, magisch, aus wahrem Wasser. Sie hat einen Namen.
Quendan betrachtet ihre Aura.
- Kunus: Ich mach dir einen speziellen Preis. Ich würde sie dir abgeben für 3000.
- Chona: Wenn ich so viel finden sollte, hoffe ich, dass sie noch da ist.
- Quendan: Hast du ihn gefertigt?
- Kunus: Mein Meister hat ihn geschaffen.
Ich frage ihn, ob ich die Rüstung nutzen kann, falls ihre Verteidigung zusammenbricht. Nachdem ich ihm von meinen Sorgen erzähle, wird er doch offener. Mit einem Bluteid, dass ich ihn niemand anderem sage, stimmt er zu, mir den Namen weiterzugeben.
Bluteid:
- Kunus: Ich bin bereit, dir den Namen der Rüstung zu verraten und dir erlauben, die Rüstung zu nehmen und an dich zu binden, zum Schutz des Nialls Daikara, in Form der Lahala Daikara. Sie ist der Kern. Ich verpflichte mich, dir den Namen zu sagen, damit du sie ohne mich an dich binden kannst, und du schwörst, den Namen nicht weiterzugeben und die Rüstung nur zu nehmen, wenn die Verteidiger der Daikara zu unterliegen drohen, du wirst ihn auf keinen Fall diesem Zwerg weitergeben, und sie zurückgeben, wenn die Gefahr abgewendet ist. Der Eid endet, falls du die Rüstung kaufst. Wenn der Eid endet, vergisst du den Namen, es sei denn, du hast die Rüstung bis dahin gekauft.
Er holt einen Dolch aus dem Schrank. Er liebt ihn offensichtlich.
Wir schneiden uns in die Stirn und über dem Herz und schwören gemeinsam den Bluteid.
- Kunus (leise): sie heißt Shivoams Schuppen.
- Sambucus: Wer hat schon wieder einen Bluteid geschworen? Euch kann man echt keine Minute alleine lassen.
Quendan sagt Hausvor, dass Kunus ihm was er wollte nicht verkaufen will.
- Hausvor: mir hat er ja gesagt, ich darf mich nicht mehr blicken lassen, deswegen kann ich ihm nur schreiben und Boten schicken.
Später bringen die Unterhändler die Forderung der Mahakroda mit: die Daikara sollen sich ergeben und ihre Türme übereignen.
Die Stimmung der Daikara stört das nicht, aber die Flüchtlinge der Nenntilor und Nennsora beginnen Vorräte einzupacken.
Ein Bild des Elends gezeichnet mit Kreide an einem regnerischen Tag auf Pflaster.
Motivation
Ein Schiff nähert sich Nad’Karanji. Ein Schiff im Stil derer, die heute morgen aufgebrochen waren, um die Mahakroda zu stellen. Wir beobachten es vom Steg und die Stimmung der Daikara wird noch besser.
- Quendan: die sind irgendwie nur noch am Feiern!
- Sambucus: haben irgendwie nichts besseres zu tun.
Sambucus fliegt wieder aufs Dach.
- Sambucus: Jetzt sollen die mal hinne machen. Das ist schon etwas langweilig. Schiffe rein und raus fahren habe ich die letzten Tage schon genug gesehen. Ich find ja total faszinierend, dass die jedes Mal so ein Brimborium da machen. Mir ist das schon nach zwei Tagen langweilig, die Schiffe da rein und rausfahren zu sehen und die machen jedes Mal so ein Brimborium darum.
- Targ: hier ist ja auch etwas langweilig.
- Sambucus: Die müssen einfach mit uns kommen, da passiert immer was.
Es wird hektisch Ladung ausgetauscht, dann fährt das Schiff in Richtung der restlichen Flotte los.
Die Stimmung ist gedrückt. Die Anspannung ist greifbar.
Ein neuer Morgen bricht mit Rufen an. Chaotisch. „Sie sind zurück! Sie sind wieder da!“
Draußen sehen wir ein Schiff — vermutlich die Kinjal — das sich beschädigt auf die Türme zuschleppt. Überladen mit T’Skrang. Ein Loch klafft in der Bordwand und viele schöpfen Wasser.
Es macht an einem der Türme fest. Stille liegt über den Türmen. Die Daikara in den Türmen strömen heraus und kümmern sich um die Besatzung. Die Verletzten werden in die Türme gebracht. Viele. Aber sie sind nur ein Bruchteil derer, die aufgebrochen sind.
- Quendan: ich denke, wir sollten sie jetzt in Ruhe lassen. Sie haben gerade andere Prioritäten und wir können nichts beitragen.
Quendan fliegt in Richtung der Schiffe. Niemand beachtet ihn. Sie sind gut organisiert. Hilft, Verletzte zu verbinden. Sie wirken katatonisch.
Sambucus fliegt in den Turm, um zu sehen, ob Kräuter helfen können. Die Kalidasa ist unterwegs, lenkt den Strom der Verletzten.
- Sambucus: wie sieht es mit eurem Vorrat an Heilpflanzen aus? Wenn ihr Hilfe benötigt, kann ich mit meinen Mitstreitern losziehen und eure Vorräte etwas aufstocken.
- Kalidasa: das ist ein guter Vorschlag. Danke. Wir brauchen etwas, um Blutungen zu stillen.
Targ meint, dass das Schiff vermutlich nicht so schnell von dem Steg kommen wird.
Ver’jigor und ich begleiten Sambucus auf der Suche nach Kräutern. Wir treffen uns wieder bei der Grünen Schlange. Quendan hilft inzwischen in den Türmen. Wir treffen uns wieder, als die Kalidasa uns die Kräuter abnimmt.
Die Kalidasa bedankt sich nach ein paar Stunden bei Quendan.
- Kalidasa: wir können hoffentlich später sprechen. Ich habe gehört, die Lahala möchte später noch eine Ansprache beim Turm halten, die sich auch an Namensgeber außerhalb der Daikara richtet.
Die Grünen Schlange ist fast leer. Vielleicht einer von 10 ist noch da. Die meisten Nennsora und Nenntilor sind verschwunden. Hausvor geht nervös in der Taverne auf und ab. Er spricht mit Targ.
- Hausvor: du. Wie kommen wir hier weg?
- Targ: falls wir angegriffen werden?
- Hausvor: das ist jetzt wohl nur noch eine Frage der Zeit.
Auf dem Weg von den Türmen treffen wir (Chona, Sambucus, Quendan, Ver’jigor) auf eine Gruppe aus vier T’Skrang. Eine davon hat vierfarbige Schuppen. Eshora, die Lahala der Nennsora. Und Isa’a, die Schwertmeisterin.
- Eshora: Ich hatte gehofft, wir sehen uns noch
- Chona: Wir hatten gehofft, ihr wärt sicher.
- Eshora: Ich wollte mich mit meiner Freunden Lahala Daikara beraten. Die Stärke der Daikara war dann doch nicht so groß, wie ich gehofft hatte.
Wir gehen zusammen zur Grünen Schlange. Sie fragt, wer von ihrem Niall noch da ist. Sie wollen bald zusammen verschwinden.
Die Lahala spricht mit einigen ihrer Leute. Hausvor ist nervös und kommt zu uns. Will wissen, wie lange wir brauchen. Ver’jigor geht von zwei Wochen aus.
- Sambucus: wir gehen jetzt mal hoch und besprechen das ohne den Herrn Hausvor.
- Ver’jigor: könnten wir ein Schiff bekommen?
- Quendan: können wir die Lahala Nennsora fragen?
Quendan fliegt wieder nach unten. Die Lahala spricht mit Joran und Mahendo mit der Harmatan.
- Joran: wir haben uns gefragt, ob ihr einen Weg hier weg braucht.
- Quendan: könnt ihr jemanden mitnehmen? Fahrt ihr zu K’Tenschin?
- Joran: Die Harmatan fährt nicht dorthin. Könntet ihr sie mitnehmen?
- Lahala: Kann er Musik machen?
- Quendan: Nein.
- Lahala: kann er singen?
- Quendan: ich glaube nicht.
- Lahale: Wir können ihn mitnehmen. Aber vielleicht solltet ihr wissen, die K’Tenshin werden bald hierher kommen. In naher Zukunft ist der Besuch eines ihrer Schiffe fällig, die zweimal im Jahr kommen, um Tribut abzuholen von den Daikara. Mit einem Kriegschiff.
- Quendan: ist die Frage, ob die Mahakroda das auch wissen.
- Lahala: wir sollten davon ausgehen.
- Quendan: also wollen die Mahakroda die Eroberung vielleicht abschließen und dann den Tribut statt der Daikara zu bezahlen und hoffen, dass die K’Tenshin sie akzeptieren.
Die Türme heißen Dai, Raha und Nika.
Quendan kommt wieder zu uns hoch.
- Sambucus: wenn das nicht morgen ist oder übermorgen, ist der Meister Hausvor hier, wenn der Krieg ausbricht.
- Quendan: wir können dem Hausvor leichter verkaufen, dass er sich von der Lahala verschiffen lässt, weil dann die K’Tenshin hier sind und dann ist er in Sicherheit.
- Chosa: wann wären die Daikara besiegt? Wenn ihr Lahala entführt oder getötet wird?
- Quendan: ich glaube, daran denken die Mahakroda nicht. Sie wollen nur erobern.
- Sambucus: und sie müssen eine Lahala nicht fürchten.
- Ver’jigor: sie müsste auch die Erinnerungen übergeben. Mit dem K’Soto Ensherenk.
Quendan bietet das Hausvor an. Das Schiff von Mahendo oder von der Lahala.
- Quendan: … das einzige Problem ist, dass keiner von beiden nach K’Tenshin fahren möchte. Aber sie werden an einen Ort fahren, an dem die Mahakroda sie nicht finden. Aber die K’Tenshin werden bald ein Kriegsschiff schicken, um den Tribut einzutreiben, und dann wird sich die Situation klären.
- Hausvor: stimmt. Das Tributschiff müsste in ein bis zwei Wochen hier sein. Mir gefällt euer Vorschlag. Könnt ihr mich dieser Lahala der Nennsora vorstellen?
- Quendan: selbstverständlich.
- Quendan (leise): aber seid bitte höflich. Sie ist eine Lahala.
- Quendan (zur Lahala): das ist der Zwerg, von dem ich gesprochen habe. Hausvor Neumoney.
- Hausvor (verbeugt sich): … ich danke Ihnen vielmals für diese Möglichkeit.
- Lahala: ihr spielt nicht zufällig ein Instrument?
- Hausvor: ich würde es nicht spielen nennen.
- Lahala: vielleicht können wir daran arbeiten.
- Lahala (zu Quendan): Ich hoffe wir sehen uns. Gebt auf euch acht.
- Quendan: gebt bitte auf euch acht.
Sie fragen, was ich machen würde. Ich bleibe.
- Chosa: Ich habe einen Bluteid geschworen, und einfach wegzugehen wäre ehrlos.
- Sambucus: und es wäre langweilig.
Beim Turm Nika klingt ein Gongschlag und alle verbleibenden sammeln sich, um die Lahala zu hören. Trotz der Unsicherheiten fließt das Wasser des Galanga. Wie gestern, aber doch nicht wie gestern.
Auf einem Balkon stehen die Lahala, die Kalidasa und ein weiterer T’Skrang. Die Lahala wartet, bis sich die Einzelgespräche auflösen. Nach einiger Weile spricht sie. Schwer.
- Lahala: Liebe Schwestern. Brüder. Meine Daikara.
Dann kippt sie nach vorne und stürzt 5 Schritt von dem Balkon in die Menge. Der dritte T’Skrang hält sein Schwert in der Hand und kämpft mit einer Gestalt auf dem Balkon. Die Kalidasa versucht sich zurückzudrängen. Wird über die Brüstung gestoßen und hängt am Geländer.
Targ rennt durch die Menge. Wir folgen ihm und halten den Rückweg frei. Dann springt er aus dem Stand zum Balkon und landet mit der Kalidasa wieder zwischen uns.
Quendan fliegt zum Balkon. Sambucus erstarrt.
Auf dem Balkon kämpft ein T’Skrang im dunklen Umhang. Der Daikara ist unverletzt und wütend. Nicht in Gefahr. Dann fliegt er zur Lahala.
Sie ist umringt von Angehörigen ihres Nialls. Wird gestützt. Halb bei Bewusstsein. Hat die Augen geschlossen. Bewegt den Kopf langsam von links nach rechts.
- Lahala: bringt die Kalidasa. Wo ist sie?
Quendan ruft uns und Targ bahnt sich den Weg zur Lahala. Auf dem Balkon wird Der Angreifer erstochen.
Die Kalidasa sagt Targ, dass sie nach unten möchte. Rennt dann zur Lahala. Legt ihren Mund fast an ihre Lippen. Ruft einige der Umstehenden, ihr zu helfen, die Lahala in ihre Gemächer zu bringen.
- Kalidasa: wir müssen sofort das K’Soto Ensherenk beginnen.
- Kalidasa (zu uns): es ist eine seltsame Bitte, aber würdet ihr das Ritual bewachen?
- Chona: wie lange dauert es?
- Kalidasa: ich kann es dir nicht sagen. Einige Stunden.
- Kalidasa (zu einem der Anwesenden): Bitte verbreitet die Nachricht, wenn das Ritual abgeschlossen ist, werde ich mir eine Stunde Zeit nehmen und dann entscheiden, ob wir den Niall evakuieren.
Mit uns im Raum sind nur Upani Shaidn, der Daikara, der den Attentäter getötet hat, Kapitän der Kinshal. Dazu ein T’Skrang mit den Insignien des Hauses K’Tenshin, der sich aber zurückzieht. Dazu zwei alte T’Skrangfrauen, die sie unterstützen.
Der Raum wird versiegelt.
Die Kalidasa und die alten T’Skrang stimmen ein gutturales Lied an. Dann nimmt die Kalidasa gegenüber der Lahala Platz. Sie sitzt auf einer Matte mit Mustern aus Gras eingeflochten. Eine der alten Frauen stützt die Lahala, damit sie sitzen kann. Die vierte Frau reicht ihr, was sie braucht.
Ein Tee, den sie beide trinken. Zwischen ihnen baut sich Spannung auf.
Nach einiger Zeit beginnen sie in monotonem Gleichklang Laute zu intonieren. Wir können nicht unterscheiden, von wem welcher Ton stammt.
Die Assistentinnen betrachten die Lahala, deren Kraft schnell schwinden. Schmerzen. Es fällt ihr schwer, aufrecht zu bleiben.
Stunden vergehen.
Als der letzte Ton aus den beiden Kehlen der alten und der neuen Lahala verklingt, vergeht das Leben im Körper der alten Lahala. Eine der Assistierenden fängt sie sanft auf und legt sie auf den Teppich.
Die Lahala geht zu ihr. Legt ihren Kopf an den ihrer Vorgängerin. Verharrt einige Minuten. Steht auf und kommt zu uns. Spricht mit Quendan.
- Lahala: ich danke euch, dass ihr euren Schutz gewährt habt, während dieses für uns so wichtigen Moments. Ich muss jetzt mit dem Wissen, das ich bekommen habe, versuchen, die beste Entscheidung für meinen Niall zu treffen.
Ich beobachte Upani Shaidn. Und er mich. Wir wissen beide, dass das der gefährlichste Moment ist.
Die Türen werden geöffnet und die Alten legen den Körper der alten Lahala auf ihre Schlafdecken, während die Lahala sich in einen Nebenraum zurückzieht.
Upani Shaidn reicht mir die Hand.
- Upani: Danke, dass ihr da wart.
- Chona: wisst ihr, wie es passieren konnte?
- Upani: der Attentäter war ein Adept. Er rammte ihr einen vergifteten Dolch in den Rücken.
- Quendan: was ist denn passiert, als die Kinshal und eure zwei anderen Schiffe … ich nehme an, ihr habt gegen die Mahakroda gekämpft.
- Upani: ich weiß gar nicht, gegen wen wir gekämpft haben. Wir haben die Flotte gar nicht mehr erreicht, stießen nur auf einige Flüchtlinge. Die Ballista und die Javelin wurden beide versenkt. Wir hatten mit diesem Nebelschiff zu tun, aber wir konnten uns absetzen, nachdem uns diese Eiswaffe getroffen hatte. Ich vermute, sie ließen uns dann entkommen. Ich hoffe, dass die Feuerkanone hier hilft.
- Chona: wenn sie dann nicht sabotiert ist.
- Quendan: Vielleicht sollte jetzt jemand nach der Feuerkanone schauen. Und vielleicht könnt ihr niemanden treffen.
- Chona: ihr könnt nicht durch den Nebel sehen. Sie können es.
- Upani: ich werde mich beraten.
- Quendan: mein Freund Sambucus hat sich schon einmal an das Schiff angeschlichen. Dann könnte er vielleich ein Leuchtfeuer zünden.
- Sambucus: ich hab es einmal gemacht …
- Quendan: das heißt doch, dass du es immer kannst!
- Ara (auf Sambucus’ Schulter): Gurr, Urr, G’ara.
Upani stellt Leute ab, um die Feuerkanone zu bewachen.
Dann warten wir, was die Lahala entscheidet. Ob sie die Festung aufgeben oder nicht. Mit nur einem Schiff wird selbst das Entkommen gefährlich. Sie müssen ihr Gelege mitnehmen.
Es gibt das Schiff der Lahala Nennsora und das von Mahendo.
Pläne
Die Sonne ist kaum aufgegangen, als uns ein Bote der Lahala erreicht. Am Ufer findet die Beisetzung der Lahala statt.
Sambucus fragt noch den Boten, was wir anziehen sollten.
- ??: Es wird alles etwas improvisiert heute.
Es bleibt noch Zeit zum Frühstücken. Wenn die Lahala dem Fluss zurückgegeben ist, ist die Kalidasa offiziell Lahala an Stelle der Lahala.
Am Ufer des Galanga steht bereits fast der gesamte gesamte Niall bei der Hütte des Schamanen Udan Apar. Auf seinen Körper hat er Symbole von Geistern des Flusses gezeichnet.
Der Körper der alten Lahala ruht auf einer Bahre am Flussufer. Vor ihr ist ein Loch im schlammigen Ufergrund. Nach ein paar Worten von Udan Apar legen der Schamane und die neue Lahala den Körper der alten Lahala in das Loch. Sie legt ihren Mund an das Ohr der alten Lahala und spricht etwas in ihr Ohr.
Als sie sich aufrichtet, bewegt sie sich anders als vorher. Der Klang ihrer Stimme hat sich geändert. Bedankt sich bei einigen.
Upani Shaidn sagt sie „mein Treuer Upani, dir hinterlasse ich die Aufgabe, Nadkarangi zu verteidigen. Du wirst nicht zulassen, dass Feinde es besetzen.“
Neben ihm steht ein gelbgeschuppter T’Skrang mit roten Schuppen auf dem Rücken: Amba, dir übertrage ich die Aufgabe, die Mahakroda so lange zu bekämpfen, bis keiner von ihnen mehr lebt. Ihr Blut muss den Galanga reinigen.
Sie wendet sich Udan Apar zu, bedankt sich, bitten ihn der Lahala zur Seite zu stehen.
Zu uns:
- Ich weiß nihct, warum ihr hier seid. Ich weiß nicht, wer euch gerufen hat. Ich weiß nicht, ob man euch trauen kann. Die Lahala Daikara wird Antworten auf diese Fragen finden müssen. Für mich ist es jetzt Zeit zu gehen. Vertraut der Lahala.
Sie knieht wieder neben der toten Lahala nieder. Eine Welle geht durch ihren Körper und etwas verlässt sie. Als sie sich wieder aufrichtet, ähneln ihre Bewegungen und ihre Stimme wieder der Kalidasa.
Fast alle des Niall Daikara haben wieder den festen Blick, als wüssten sie, was zu tun ist.
Amba scheint erleichtert, als die Lahala zu ihrem eigentlichen Selbst zurückkehrt. Er beobachtet die anderen im Niall skeptisch.
Ver’jigor meint, Upani wirkt, als sei er erleuchtet worden.
- Lahala: Ich bin noch nicht zu einem abschließenden Ergebnis gekommen und werde noch einen Rat abhalten. Ich möchte euch zu diesem Rat einladen, wenn ihr gewillt seid, eure Perspektive einzubringen. Ich schicke euch G’Schosa.
Bewaffnete begleiten sie zu den Türmen.
Eine halbe Stunde später bringt uns G’Schosa zum Rat in den Turm Dai. Hochwertig bestickte Sitzkissen liegen um einen Tisch in der Mitte. Kannen mit Tee lassen Dampfspiralen in die Luft aufsteigen.
In erster Reihe sitzen Upani, Amba und ein grünschuppiger T’Skrang in gepflegter Rüstung sitzen um den Tisch. Der Neue trägt das Emblem des Hauses K’Tenshin. Er wird als Katori vorgestellt.
In zweiter Reihe sind Sekarin, eine der Beraterinnen der Lahala Nenntilor, und Isa’a, die Schwertmeisterin der Nennsora.
- Upani: was sollen die hier? Sie haben hier nichts zu suchen, das ist eine Beratung under Vertrauenswürdigen und Verbündeten der Daikara.
- Lahala: Ich habe sie eingeladen, sie haben schon einiges an Erfahrung im Kampf mit den Mahakroda und ihre Perspektive ist mir wichtig.
Upani setzt sich wieder. Schaut uns nicht an.
G’Schosa weist uns Sitzkissen in der zweiten Reihe zu und zieht sich dann zurück.
- Lahala: nachdem nun alle hier sind. Vor mir liegt eine schwierige Entscheidung. Sollen wir unser Heil den Mahakroda hinterlassen und unser Heil in der Flucht suchen oder es verteidigen. Vertrauen in die Widerstandsfähigkeit unseres Zuhauses. Auch mit der Weisheit unserer Vorfahren bin ich noch zu keinem Schluss gelangt. Daher habe ich euch als wichtige Ratgeber zusammengerufen. Ich werde euch der Reihe nach aufrufen und bitte euch auch, die übrigen Angehörigen, auch wenn ihr ihre Sicht nicht teilt, ihre Sicht darlegen zu lassen. Einer meiner ältesten Freunde: Amba, duhast das Wort.
- Amba (wirkt unsicher): Ich denke, wir sollten Nad Karangi auf jeden Fall evakuieren. Wir haben mehr zu gewinnen, wenn wir es aufgeben, als wenn wir hier bleiben und möglicherweise auch noch die Kinshal verlieren. Ich würde vorschlagen, mit der Kinshal zu den Nennsora fahren und uns dort im Lunga-Meer zu verstecken, und dort alle Nialls zu vereinen und gemeinsam zurückzuschlagen.
- Lahala: dir ist bewusst, dass die Nenntilor und die Nennsora bis auf die beiden Gesandten bereits beschlossen haben, von hier zu fliehen. Außerdem habe ich den Lahalas der beiden Nialls bereits angeboten, Nad Karangi zusammen zu verteidigen. Aber sie haben abgelehnt. Nad Karangi ist noch nie erobert worden, aber wenn es den Mahakroda gelingt, es einzunehmen, wird es für uns noch schwieriger, es einzunehmen, wenn sie es erst besetzen.
- Katori (lehnt sich feurig auf den Tisch nach vorne): Mein Vorschlag ist folgender: ich habe die Taktiken studiert, kenne Strategien aus unzähligen Schlachten, unseren eigenen und vielen anderen, die gelehrt werden. Wir nehmen die Kinshal und verstecken sie in einem der Nebenarme. Wir zerstören die Plattformen um die Türme und verteidigen die Türme mit Blut, bis die Verstärkung aus K’Tenshin hier eintrifft. Bei unserem Zollschiff handelt es sich um ein Kriegsschiff der K’Tenshin. Das ist ein Gegner, dem die Mahakroda noch nie gegenüberstanden. Wenn die Mahakroda mit ihrem Schiff unser Kriegschiff angreifen, fällt ihnen die Kinshal in den Rücken und mit diesem Zangenangriff werden wir sie erledigen. Ich weiß, das verlangt viel Einsatz, aber wir sind durchaus willens, mit Handelsgefälligkeiten und Entgegenkommen mit den Zöllen dafür zu sorgen, dass sich euer Niall erholen kann. Es darf hier kein zweites Te Kambras geben.
Te Kambras ist ein junges T’Skrang Haus, das Teile des Territoriums der K’Tenshin übernommen hat. Teile des Dschungels, die am Westrand nach Norden läuft, fast bis nach Travar. Geführt von der Nachfahrin eines T’Skrang-Helden.
Die Lahala wendet sich uns zu. Upani springt wütend auf. Wir reden vor ihm. Die Lahala wechselt zwischen Widerstreitenden Emotionen. Als wäre in ihr noch die alte Lahala mit einer anderen Meinung.
Quendan beginnt damit, dass er bei T'Skrang lebt und erklärt, dass er findet das die Alten und Verletzten und die Eier mit der Kinjal flüchten sollten. Und dass eine Gruppe starker Kämpfer losziehen könnte, um das Schiff der Mahakroda zu versenken.
- Chona: Ihr müsstet eure Türme selbst zerstören, sonst realisiert ihr die Gefahr. Der Niall wird mit Sicherheit bereits durch Verräter beobachtet. Der Attentäter kam unbemerkt rein.
- Ver’jigor: unsere Motive. Ich habe eine Prophezeihung bekommen, dass ich einer Person nach Nad’Karangi folgen soll. Was ich tun soll, sagt sie nicht deutlich. Das ist die Motivlage. Könnt ihr glauben, könnt ihr nicht glauben. Und die hier sind quasi mein Anhängsel.
- Targ: Der Eindruck, den ich von euren Leuten erhalten habe ist nicht, dass sie diesen Ort so einfach aufgeben würden.
- Sambucus: der Eindruck, den ich von den Mahakroda hisher erhalten habe ist, dass man ihnen entschlossen entgegentreten muss. Nad’Karangi den Mahakroda zu überlassen steht nicht zu Frage. Das wichtigste ist, eure Eier zu retten, bevor hier etwas schlimmes passiert. Warum ich hier bin? Weil unser Weg uns immer dahin geführt hat, wo Namensgeber unsere Hilfe brauchten.
- Lahala: Ich sehe Weisheit in euern Worten. Mein lieber Upani, du sollst das letzte Wort haben.
- Upani: Ich sehe Weisheit in den Worten der alten Lahala. Sie weis, wie wichtig Nad’Karangi für uns ist. Aber nicht nur für uns. Wenn wir unsere Feuerkanone effektiv einsetźen, ihre … benutzen, so dass die Angreifer nicht an unseren Türmen anlegen können, haben wir eine gute Chance, sie aufzuhalten. Ich glaube, Amba ist so weit, dass er das Kommando über die Kinshal übernehmen kann. Ich werde hier bleiben. Ich glaube, das ist die beste Strategie, die wir verfolgen können.
- Lahala: ich finde diesen Vorschlag sehr gut. Amba, du solltest die FÜhrung der Kinshal übernehmen. Ich danke euch für eure Ratschläge. Ich werde noch einige letzten Entscheidungen treffen müssen und mit Upani die Verteidigung besprechen müssen.
Isa’a fragt uns nach den Windlingen.
- Quendan: oh, ja, die sind mit Mahendo gekommen, genauso wie wir.
- Isa’a: ich habe mitbekommen, dass ihr verlorener Freund inzwischen wieder da ist. Er ist mit Slipsplisnir und Bintrel auf meinem Boot. Ich glaube er hieß Ter’Lispling. Was werdet ihr jetzt tun?
- Quendan: braucht ihr unsere Unterstützung für irgendetwas?
- Isa’a: am liebsten wäre es mir, wenn wir eine Methode finden würden, dieses Schiff lahmzulegen oder zu zerstören. Aber wisst ihr was: wir stehen hier auf dem Flur. Lasst uns auf mein Boot gehen.
Das bunte Boot von Isa’a ist an den Türmen festgemacht, und die Windlinge fliegen uns direkt entgegen. Bintrel sieht schon wieder gut aus.
- Slipsplisnir: ihr müsst mit Ter’Lispling reden. Der war auf dem Boot. Hat das ganze Boot ausgekundschaftet.
Sie schieben Targ an beiden Schultern auf das Boot.
- Ter’Lispling: die Mahakroda waren total blind. Aber auch total irre. Die haben da drin so ein Ding, das ist wie Eis. Ein riesen Ding, total kalt. Da sind aber immer irgendwie so zwei Mahakroda um das Ding rum und die sind da immer am machen. Die machen so den Eindruck, als ob die die ganze Zeit so Dinge machen müssen, damit das Ding fährt.
- Sambucus: ja genau, Zauber.
- Ter’Lispling: ich war mal auf einem Schiff mit einer Feuermaschine und da hat der Maschinist die ganze Zeit daran rumgeschraubt. Und die haben so eine Eismaschine. Und das war viel komplizierter. Und das war schon hier aber auch wo anders. Wisst ihr, was ich meine. Als ob da drin so … stell dir vor, du siehst nen Baum und in dem Baum da ist ein Loch und in dem Loch da ist ein Bienenschwarm drin, und da sind echt saure Bienen drin, und du musst aufpassen, dass die nicht stechen, aber du kannst sie auf andere schicken, und das Ding das ist auch so, und du kannst beliebig viele Bienen da rausholen.
- Quendan: So wie eine Verbindung in eine andere Welt.
- T: die müssen die ganze Zeit gucken, dass das Eis irgendwo hin geht. Weil wenn die das nicht machen, macht das Puff. Jetzt überlegt mal, wenn wir die zwei T’Skrang, ich habe überlegt, ob wir die auf einen Singwettbewerb …
- Q: wenn die das nicht mehr machen, dann wird ja alles zu Eis. Man muss die nicht nur ablenken, sondern auch das Loch zumachen. Wenn sie es aber erschaffen haben, zerfällt es wahrscheinlich. Kannst du uns einen Plan des Schiffes zeichnen?
- T: klar, ich mal voll gerne!
Er malt mit den Fingern mit Beerensaft.
- Isa’a: wenn wir irgendwie sowas abziehen möchten, müssten wir uns diese Elementaristen zu einem Zeitpunkt schnappen, wenn ein Großteil der Kampftruppen der Mahakroda anderweitig beschäftigt sind.
- Chona: dann sollten wir das niemand anderem sagen außer der Lahala.
- Quendan: Beim Angriff auf Nad’Karangi. vielleicht haben die da ja Unterstützung. Die zurückbleibt.
- Ter’Lispling: da gibt es Mahakroda, die sehen total doof aus, da sind aber auch welche, die sehen gar nicht so doof aus. So welche so wie der Chona, und welche, die können ganz fies mit Pfeilen schießen, und mit Pfeilen schießen, das ist voll Kotze.
- Quendan: ja, Pfeile schießen ist voll doof. Vielleicht haben wir fünf da ja schon eine Chance. Vielleicht erzählen wir das niemand anderem mehr. Isa’a, würdest du uns helfen?
- Isa’a: das muss ich mit meiner Lahala besprechen. Ich muss mich vor allem um ihren Schutz kümmern.
- Quendan: vielleicht können wir ja auch Sekarin fragen. Die arbeitet auch bestimmt nicht für die Mahakroda. Aber die hat wohl die gleichen Einwände.
Tat
Es ist Nachmittag.
- Isa’a: wahrscheinlich ist der beste Zeitpunkt, wenn sie beim Großangriff sind.
- Joran: Mahendo kennt jeden Seitenarm, und die meisten halten sie nicht für befahrbar. Wir können uns verstecken. Ich könnte euch aber auch ein paar Kernchen wahres wahres Feuer bringen.
- Quendan: Das ist vielleicht ein guter Plan B, aber ich glaub, wenn wir grad hingehen und das machen, fliegt uns das Ding komplett um die Ohren und dann kann man uns nur noch im Dschungel einsammeln.
- Sambucus: Wo müsste man das reinwerfen?
- Quendan: Man müsste ihn in die Maschine werfen.
- Ver’jigor: am vielversprechendsten wäre es wohl, zu warten und dann alle übriggebliebenen zu bekämpfen.
Ich spreche mit dem Schmied Kunus und frage ihn nach der Rüstung. Er antwortet „das ist nicht der Schwur. Ich sehe nicht, wie es die Lahala schützt“. Er gibt mir aber ein von ihm geschmiedetes Breitschwert.
- Kunus: Wenn du gehst, um Mahakroda zu töten, sollst du es mit einem unserer Schwerter tun.
Die anderen haben derweil Ter’Lispling nach dem Boot der Mahakroda gefragt. Über dem Raum mit dem Eisportal ist der Schlafraum, und darüber das Oberdeck. Wir müssen durch diesen Schlafraum.
Wir folgen der tuckernden Harmatan und die Türme von Nad Karanji werden hinter uns kleiner. Mahendo führt uns vom Hauptarm des Flusses weg in einen überwucherten Nebenarm. Schleppt das Boot noch tiefer hinein und dann warten wir.
Sambucus und ich suchen uns einen Platz am Ufer. Es dauert viel zu kurz, bis eine Nebelwolke den Fluss herunterkommt. Um sie herum fahren Einbaum-Kriegsboote der Mahakroda.
Sie fahren auf Nadkaranji zu. Ich renne zurück zu Isa’a, um die anderen zu warnen. Sambucus bleibt am Fluss.
Die Nebelwolke kommt weiter in Richtung Nadkaranji und die Kanone feuert auf den Turm Dai. Auf die Feuerkanone. Die Geschosse der Feuerkanone reichen nicht bis zum Schiff. Bei ihrem dritten Schuss komme ich zurück zu Sambucus.
Beim fünften Schuss funktionieren die Feuerkanonen von Nadkaranji nicht mehr richtig. Die Eiskanone feuert weiter.
Sambucus schickt Drana zu dem Schiff, die ihr nach dem Rückflug zeigt, wie viele T’Skrang auf dem Schiff sind. So viele wie Beeren an einem Baum.
Es wird dunkel. Der Nebel leuchtet durch Lampen im Inneren – und durch die Entladungen der Eiskanone. Beim 13. Schuss gibt es kein Gegenfeuer mehr. Beim 14. Schuss stürzen Teile der Turmspitze herab.
Der Tross bewegt sich weiter den Fluss herunter, kreisförmig um Nadkaranji. Dann feuern sie auf die Eingangsplattformen um die Türme.
Später bewegt sich im Licht des Mondes eine Eisfläche um die Türme. Die Boote der Mahakroda werden auf das Eis gezogen und sie greifen an.
Targ legt sich auf einen Baumstamm, Ver’jigor meckert etwas, dann ziehen wir ihn zusammen zum Boot der Mahakroda. Sambucus und Quendan fliegen in etwas Abstand.
Die Eisfläche um das Boot herum zieht sich langsam zurück. In den Türmen wird gekämpft.
Quendan und Sambucus erreichen die Reling, Sambucus wirft einen Blick auf das Deck. Dort ist niemand zu sehen. Aber in dem Aufbau auf Deck stehen zwei T’Skrang. Wir diskutieren, wie wir auf Deck kommen. Dann steht Targ auf seinem Baumstamm auf und zieht ein Tau herunter.
Targ rollt geschmeidig auf das Deck. In einem Aufbau auf Deck stehen zwei Mahakroda. Die Windlinge fliegen durch die Tür von vorne, wir anderen springen durch die Fenster. Die beiden Mahakroda können nicht mehr reagieren, bevor wir sie niederschlagen.
Bruch
Eine Luke führt nach unten. Geschlossen. Targ packt ihren Griff und zieht sie auf. Die Scharniere kratzen kaum. Gut gepflegt. Eine Leiter führt nach unten.
Quendan flattert nach unten in Zwielicht.
- Quendan: Da sind ein halbes Dutzend Schlafende.
Sambucus Bingel folgt ihm nach unten. Wir warten oben, bis sie den Schrei eines Roten Fliegensteppers nachahmen.
Zwei Stockwerke unter uns schwebt in einem Metallgestell eine eisblaue Sphäre. Daneben steht ein T’Skrang, voll konzentriert. Rohre kommen aus der Kugel hervor und gehen über die Decke zu verschiedenen Orten des Schiffes. Auf der anderen Seite des Gestells schwebt ein Wasselelementar.
Auf dem Zwischendeck ist eine der Kabinentüren offen.
Ver’jigor schleicht sich nach unten. Quendan und Sambucus fliegen hinterher. Ich klettere auch die Treppe herunter und auf dem halben Weg stoppt ein leises Gespräch. Ich halte das Schaufelrad zwischen zwei Kriegern und mir, die suchen kommen.
Dann sehen sie Targ, der durch die Luke lugt. Einer packt den Speer. Und Targ springt ihm mit seiner Axt entgegen. Aber der Krieger bleibt stehen.
Ich renne um das Schaufelrad in ihre Richtung, ziehe das Schwert. Der zweite Kämpfer läutet eine Glocke und die Schlafenden erwachen. Ich steche auf einen der Erwachenden. Der Kämpfer schlägt an mir vorbei, ich drehe mich um und schlage ihn zu Boden. Einer springt ins Wasser, ein anderer geht in einen Raum.
Unten greift der Elementar Sambucus an und nagelt ihn mit einem Eisspeer an die Wand.
Der Elementarist fällt und der Elementar verschwindet.
Auf dem Mitteldeck sammeln sich die Gegner in engen Gängen, fallen Targs Axt und meinem Schwert zum Opfer, lassen die Waffen fallen und zíehen sich zurück als die Hälfte gefallen ist.
Explosion
Ich klettere die Leiter zu den anderen hinunter. Sie stehen vor der Kajütentür. Recht inaktiv.
- Ver’jigor: Mach mal auf.
Ich stoße die Tür auf und uns fliegt ein Feuerball entgegen. Er explodiert zwischen uns und wirft mich gegen die Wand.
Quendan schleudert kleine Erdpfeilchen in die Kabine, die an einem T’Skrang zerschellen. Ver’jigor springt durch die Tür und rammt dem T’Skrang die Axt in den Körper. Sambucus fliegt hinterher und gräbt seine Krallenhand tief in sein Fleisch. Der T’Skrang sinkt zu Boden.
- Chona: Nehmen wir ihn mit?
- Ver’jigor: Wieso sollen wir ihn mitnehmen?
- …
Ich ersteche ihn. Alle Gründe, ihn leben zu lassen, wurden widerlegt.
Ver’jigor und Sambucus durchsuchen die Truhen und sammeln Glitzerkram ein. Und zwei Bücher. Ich durchsuche die Kleidung des Toten. Farnrüstung über einer Elementaristenrobe. Ein Messer in einer Scheide. Am linken Handgelenk ein Armband mit verschiedenfarbigen Perlen. Ich nehme ihm das Armband ab. Sambucus sieht noch einen Stab vor ihm auf dem Boden.
Ich laufe zum anderen. Seine Ausrüstung ist ähnlich.
- Chona: das wird sicher instabil. Wir sollten schnell raus.
- Sambucus: seh ich auch so.
Quendan betrachtet das schimmernde Tor. Eine Verbindung zur Ebene der Luft. Entlädt sich wahrscheinlich binnen einiger Stunden.
- Quendan: können wir das nicht beschleunigen?
- Chona: Wenn wir einen Elementaristen reinwerfen?
- Q: ich glaube, ohne dass ein Elementarist, der sich damit auskennt, das Ding aufrechterhält, wird das von selbst kaputtgehen. Ich glaub wir können jetzt gehen.
- Sambucus: dann können wir jetzt gehen. Kommt, gehen wir.
- Chona: ist das nicht etwas zu langsam?
Quenda liest die Bücher quer, aber da steht nichts zum Tor.
- Chona: Geht es schneller, wenn ich den Elementaristen da reinwerfe?
- Quendan: vielleicht schon. Probier es doch. Löst doch mal Targ mit der Wache ab.
Ich klettere nach oben. Ver’jigor testet die Außenwände mit der Axt, aber sie sind hart wie Stein.
Quendan liest in den Büchern. Den Grimoires der Toten. Er will wohl was daraus zaubern.
Ver’jigor klettert ganz nach oben. Ich bleibe bei Targ. Von unten flucht Quendan. Minutenlang. Und dann noch länger.
- Quendan: Verdammt, dann halt roh!
Das hört sich nicht gut an. Irgendwas brutzelt unten. Und blitzt. Und fizzelt.
Die Würfel rollen verdeckt.
- Quendan: ich weiß nicht, wieviel Effekt das hatte, aber wir sollten trotzdem machen, dass wir wegkommen.
Targ und ich stellen noch eine Kiste auf die Luke, dann schwimmen wir weg, mit Targ auf dem Einbaum.
Und erreichen ohne Probleme die Harmatan in einem Seitenarm.
Als wir unsere Wunden lecken, gibt es eine riesige Explosion auf dem See. Die Tristar schleudert Holzteile bis in den Dschungel. Eine Eisfläche breitet sich um das Wrack herum aus, schmilzt dann aber schnell wieder. Die Reste des Schiffes versinken schnell.
Dann schwimmen wir nach Nadkaranji, um den Daikara zu helfen. Targ nimmt den Einbaum, wir schieben ihn. Als er gegen etwas im Wasser stößt, kann Ver’jigor den Einbaum gerade so halten.
- Quendan: Da, da drüben ist es ganz still geworden in Nadkaranji. Da scheint niemand mehr zu kämpfen.
- Sambucus: wir fliegen mal vor und prüfen die Lage. Haltet euch nahe am Strand.
Auf halbem weg geht Sambucus die Kraft aus und er stürzt ins Wasser. Seine Ara Drana fliegt zu ihm herab und hilft ihm wieder in die Luft.
Dann erreichen sie die TÜrme. Auf dem Turm der Feuerkanone ist Licht. Aus einigen der Fenster scheint der Schimmer von Lichtquarzen.
Ein paar Rufe und Wortfetzen von Unterhaltungen dringen heraus.
Das sichtbare Tor ist von innen verbarrikadiert. Etwas platscht im Wasser. Ein verletzter Daikara liegt auch einem schwimmenden Korb, versucht sich unter dem Steg über Wasser zu halten.
Der Einbaum hängt fest. Ich versuche, ihn wegzudrücken. Targ stürzt fast vom Einbaum. Ich hänge in irgendwas fest, kann mich mit Mühe wieder befreien. Es ist dunkel und wir treiben immer weiter ab. Es dauert lange, bis wir endlich das Ufer erreichen. Ver’jigor sucht den Weg zurück. Wir sind weit länger unterwegs als wir sollten.
Quendan und Sambucus konnten den Daikara bis zum Ufer ziehen. Er kämpft sich auf den Schlamm und lässt sich auf den Rücken fallen. Atmet flach und schnell. Quendan beginnt ihn zu verarzten.
- Quendan: Was ist passiert? Was ist passiert?
- ?: Überrannt … glaube sie haben … die Lahala.
- Q: Wo war die Lahala zuletzt?
- ?: Dai
Er legt sich zur Seite, schließt die Augen und atmet ruhiger.
Quendan fliegt etwas höher, um uns zu finden.
- Quendan: Ich bin sicher, die anderen kommen irgendwann.
- Sambucus: Ich würde mich trauen, ins Fenster zu lugen.
Die Kanone stand auf Raha. Sambucus fliegt an Raha empor in Richtung Feuerkanone. Nahe an der Wand, um nicht zu leicht zu sehen zu sein.
Er fliegt langsam höher. Auf den Turmzinne stecken Fackeln. Sie lugt ins erleuchtete Fenster. Eine Gruppe Mahakroda-Kämpfer steht an einer Treppe, die nach oben führt. Ruhen sich aus. Er fliegt weiter.
Als er fast die Zinne erreicht, den Kopf langsam über den Rand der Zinne schiebt, leise wimmert, als die Speerwunde des Elementars wieder weh tut, die wieder aufgestellte Feuerkanone mit Kämpfern darum sieht, blickt ihm einer der Mahakroda direkt in die Augen.
Als er sich fallen lässt, stößt der Speer nur eine Haaresbreite über ihm durch die Luft. Er fängt sich tiefer in der Luft wieder und fliegt zu Quendan.
- Sambucus: jetzt müssten wir kurz irgendwo anders hin, sie haben mich gefunden.
- Quendan: dann gehen wir woanders hin.
- S: Wohin sollen wir?
Sie decken den T’Skrang mit seinem Korb zu, dann verstecken sie sich im Dschungel. Und sehen uns kommen.
Nass
Die Morgendämmerung ist nicht mehr weit.
Die Lahala war zuletzt im Turm Dai. Die nicht Kämpfenden mit den Eiern sind seit einem Tag auf der Flucht.
Wir wissen noch nicht, wie wir weitermachen. Können wir uns reinschleichen?
Die Harmatan ist bereits auf dem Weg zum Sammelpunkt beim Niall Nennsora.
Ver’jigor holt den verwundeten Daikara vom Ufer. Der Kämpfer schleppt sich ihm hinterher. Dann ziehen wir uns in den Dschungel zurück, lagern in einem Jagd-Unterschlupf der Daikara und schlafen schnell ein, als Quendans Essen unsere Mägen füllt und die Erschöpfung des letzten Tages zuschlägt.
Ver’jigor schläft auf der Wache ein und wir wachen alle gut erholt wieder auf.
Im Licht des Tages sieht der T’Skrang wie Tel’Dain von der Schelonida aus. Er ist bereits vor uns aufgewacht.
- Quendan: Oh, das ist ja Tel’Dain!
- Tel’Dain: Ob das wirklich noch Tel’Dain ist, weiß ich nicht, aber gestern war ich’s noch.
- T: Wie komm ich hier her?
- Q: Die Mahakroda haben angegriffen, dann haben wir ihr Schiff versenkt, dann haben wir dich gefunden.
- T: Meine Erinnerungen sind ziemlich durcheinander. Ich weiß, dass ich irgendwann im Kampf gesehen habe, wie sie die Lahala überwältigt haben.
- Q: Ist sie getötet worden?
- T: Sie war auf jeden Fall am Leben.
- Q: Sie haben die Lahala gefangengenommen und dann die anderen gezwungen, aufzugeben.
- T: Es stand schon ziemlich schlecht für uns.
- Q: Hast du eine Idee, wo sie die Lahala gefangenhalten könnten?
- T: In Raha gibt es Gefangenenzellen unter der Wasseroberfläche.
- Q: Kennst du da einen Zugang?
- T: Wenn mich das jemand anders fragen würde, würde ich nein sagen.
Quendan macht Frühstück. Drana fehlt gerade.
Nach dem wunderbaren Frühstück erzählt Tel’Dain weiter.
- Tel’Dain: Ihr habt gefragt, ob es eine Möglichkeit gibt, unentdeckt in den Turm zu gelangen. Die gibt es tatsächlich. Im Boden des Turmes ist ein unter Wasser liegender Tunnel, der in einen Lagerraum im Turm führt.
- Quendan: Kannst du uns eine Karte zeichnen, wie man von dort zu den Zellen kommt?
Er zeichnet einen groben Plan in die lockere Erde. Wir kommen binnen Minuten vom Lagerraum zu den Zellen.
Sambucus sucht mit den Augen immer wieder die Baumwipfel nach Drana ab.
- Sambucus: Hat von euch heute schon jemand Drana gesehen?
Sie pfeift plötzlich laut. Ein Ruf antwortet. Drana flitzt über das Lager hinweg, verfolgt von einem dunklen Schatten. Sambucus fliegt plötzlich nach oben durch das Blätterdach.
Federn eines Zoak sind durch die Lücken zum Himmel sichtbar.
- Sambucus: Das ist kein Essen!
Sambucus plustert sich auf und der Zoak bremst vor ihm in der Luft. Flattert und setzt sich auf einen nahen Ast.
- Sambucus (zu Drana): Geh und ruh dich aus.
- Sambucus (zum Zoak): Was soll das? Wieso grade sie? Findest nichts anderes zu fressen?
Wirft dem Zoak Essen aus einem Beutel zu. Er frisst es und beobachtet.
Drana setzt sich neben Sambucus, einen Fetzen Fleisch im Maul. Sie hat offenbar dem Zoak Futter geklaut.
- Sambucus: Weil du ja bei mir nichts bekommst. Musste das jetzt sein? Schämst du dich nicht?
- Drana: Musste das jetzt sein? Musste das jetzt sein?
- S: Dafür bekommt er jetzt deine Futterportion.
- D: Musste das jetzt sein?
Der Zoak bleibt sitzen.
Nach einer Weile kommt Sambucus wieder nach unten und macht das Frühstück für Drana.
- Sambucus: Das war unnötig. Das weißt du auch selber.
- Drana: Musste das jetzt sein?
- S: Tschuldigung. Ich musste Drana nur kurz davor bewahren, gefressen zu werden. Aber jetzt bin ich wieder voll da!
Die Zellen sind von außen mit Riegel und Schloss gesichert.
Als wir fertig geplant haben, bricht wieder die Dämmerung an.
Ver’jigor und ich schwimmen zum Turm Raha, um die Senke zu finden, in der der Eingang zum Tunnel sein soll. Zumindest Ver’jigor schwimmt zum Turm und findet eine Öffnung am Grund des Flussbetts.
Ich verliere die Richtung und den Blick auf Ver’jigor. Treibe in der Strömung. Ein Schatten ist vor mir. Mit Schuppen und Schwanz. Noch erkennt es mich nicht. Aber die Strömung drückt mich näher. Ich komme noch hoch an die Luft, dann fährt es herum.
Ein riesiges Maul. Ich komme gerade so zur Seite. Der zweite Biss rauscht durch das Wasser und schnappt kurz vor mir zusammen. Dann drehe ich mich um und schieße durch das Wasser davon zum Ufer.
Ich habe für zweifaches Ausweichen und die Flucht 10, 20 und 40 gewürfelt; 40 war 4x6 nachwürfeln und 1x8 nachwürfeln. Vorher waren fast alle Würfe 2 oder 3.
Wir kennen jetzt den Weg, um die Lahala Daikara zu retten.
Zellen
Während wir wieder planen, bemerkt Rana einen Zoak, der zum Turm Raha zurückfliegt.
Wir verstecken uns in der Dunkelheit des Waldes. Dann hole ich eine Rolle Tau aus den Docks des Dorfes. Quendan hatte sich an sie erinnert.
Wir versuchen einen Weg zu finden, Targ in den Gang unter Wasser zu bekommen.
- Tel’Dain: Würde es euch helfen, wenn euer Freund einen Luftkristall hätte, um eine Weile unter Wasser atmen zu können?
Udan Apar hatte in seiner Hütte einige. Tel’Dain führt uns durch den Dschungel zu der Schamanenhütte. Udan Apar schläft dort auf einer Schilfmatte. Quendan stupst ihn an.
- Quendan: Udan, Udan, wach auf. Ich bin Quendan.
- Udan: Ich glaube, ich kenne euch.
- Q: Das ist Sambucus, den kennst du, das ist CHona, den kennst du, …
- Sambucus: Wir müssen die Lahala befreien und du kannst uns helfen, hat Tel’Dain gesagt.
- Q: Tel’Dain hat uns gesagt, dass es einen geheimen Tunnel in Raha gibt. Ich hoffe, das wusstest du schon, sonst habe ich es jetzt ausgeplaudert. Aber Targ kann leider nicht so gut schwimmen. Und Tel’Dain hat gesagt, dass du vielleicht einen Luftkristall hast, mit dem Targ vielleicht unter Wasser atmen können könnte.
- U: Das ist richtig. Ich habe ein paar dieser Kristalle für bestimmte Riten und falls nicht-T’Skrang in die Türme wollen.
Er taucht in den Galangar und kommt kurz darauf mit einem Korb mit Steinen wieder an die Oberfläche.
Targ spitzt die Troll-Lippen und kann durch einen Stein atmen. Die Windlinge bekommen sie mit Mühe in den Mund.
- Quendan: vielen, vielen Dank! Wir geben sie zurück, wenn wir die Lahala gerettet haben.
- Udan: Ich wünsche euch viel Glück und dass der Segen der Schlange mit euch sei.
Sambucus bröselt noch etwas Brot ins Wasser. Und nimmt einem Karpfen die Sicht, um selbst unter Wasser zu sehen.
Ver’jigor schwimmt vorraus bis zur Öffnung. Ich übernehme das Seil und zeige damit den Windlingen den Weg. Quendan führt Sambucus durch die Luft.
Targ gräbt Steine aus dem Uferboden, um sich zu beschweren, und läuft über den Boden zu uns.
Nach einigen Minuten sind wir alle an der Luke. Quendan taucht vorraus.
Das Wasser war hier viel ruhiger, bis Quendan Panik bekam. Er springt fast aus dem Wasser und spuckt den Stein in die Ecke. Sambucus folgt kaum langsamer.
Und sehen die zwei Krokodile zu spät. Quendan wird komplett gegriffen und steckt im Maul des Krokodils. Sambucus wird heftig gebissen.
Targ passte gerade so in den Tunnel. Ver’jigor und ich können erst dahinter kommen.
Das Krokodil mit Quendan im Maul gleitet unter Wasser. Targ schlägt das andere Krokodil in den Boden.
- Sambucus: Spuck ihn aus!
Quendan ist wieder frei. Sambucus steckt ihm den Stein in den Mund.
Ver’jigor und ich schlagen von beiden Seiten auf das Krokodil ein.
Quendan flattert aus dem Wasser in die Luft. Und sieht eine Mahakroda.
Das Krokodil schleudert Ver’jigor mit einem brutalen Biss zur Seite. Ver’jigor schlägt zurück und das Krokodil erlahmt. Ich durchbohre sein Gehirn. Targ schlägt das andere Krokodil erneut in den Boden.
Sambucus hebt Quendans Stein auf.
Die Mahakroda greift Targ an, trifft aber nicht. Targ schlägt ihn zu Boden. Sambucus schlägt seine Krallenhand in die Brust der Mahakroda. Quendan schleudert Erdpfeile hinterher und die Mahakroda bleibt liegen.
Ver’jigor tötet das verbliebene Krokodil.
Rettung
Wir hören tiefer im Gang Würfel fallen.
- Quendan: jetzt gehen wir und machen sie platt.
Das Krokodil scheint ihn noch in den Knochen zu stecken. Wir schleichen nach rechts durch den Gang und als wir vor der Holztür stehen, unterhalten und würfeln sich Leute dahinter immernoch.
Sie würfeln um irgendwelche Tiere, wirken entspannt.
Quendan und Ver’jigor blicken durch das vergitterte Fenster in der Tür.
Zwei Mahakroda und ein Daikara sitzen gemeinsam. Der Daikara trägt ein rotes Band am Arm an seiner Rüstung.
Targ bricht die Tür aus den Angeln und wirft sie in Richtung des Tisches. Ver’jigor, Sambucus und ich springen um Targ herum und greifen an. Der erste geht nach meinem Treffer zu Boden. Quendan wirft von hinten Erdpfeile. Sambucus schlägt die Krallenhände durch den nächsten. Ver’jigor köpft den Daikara.
Die beiden Mahakroda ergeben sich.
Eine Tür führt in den Mittelteil des Turms. Dahinter sind die Zellen.
Quendan blickt in die Zellen. Kämpfer der Daikara und die Lahala.
Der Schlüssel hängt an einem Haken. Quendan schließt der Lahala auf, dann ihren fünf Kämpfern.
- Lahala: lasst uns schnell verschwinden.
Wir laufen zurück zum Gang, die Geretteten springen ins Wasser, wir folgen. Ver’jigor zieht Quendan mit, ich ziehe Sambucus.
Die Daikara und die Lahala schwimmen zielgerichtet davon. Einer kommt noch zurück und zeigt uns jeweils den Weg.
Als wir in Sicherheit sind, reicht uns die Lahala jeweils die Hände.
- Lahala (erleichtert): jetzt können wir Pläne schmieden, wie wir die elenden Echsen aus unseren Türmen vertreiben können. Wisst ihr wo Lahala Nenntilor und Lahala Nennsora sind?
- Quendan: sie wollten sich im Lunga-Meer treffen.
- L: dann sollten wir sie treffen. Aber sagt, wo ist das Schiff?
- Q: es ist explodiert!
- L: das sind sehr gute Neuigkeiten. Ich wage es kaum zu Fragen: würdet ihr mitkommen?
- Q: Lahala, Tel’dain muss auch noch hier sein. Er hat uns gesagt, wo der Gang ist.
- Lahala: ich könnte eine meine Kriegerinnen abstellen, ihn zu suchen, und ins Lunga-Meer zu kommen.
- Q: Wisst ihr wo die Harmatan ist?
- Sambucus: wir müssen nur etwas warten. Drana ist bereits unterwegs.
Eine der Kriegerinnen der Lahala wird zum Schamanen Udan Apar geschickt, um danach zu einem Tempel im Dschungel zu gehen. Eine zweite wird nach Nenntilor geschickt, um die Lage zu beobachten.
Dann kommt Drana zurück.
- Sambucus: lecker Krokodilfleisch.
- Drana: Kra, kra.
Bei der Harmatan begrüßt uns Joran sehr fröhlich, aber Mahendo ist etwas wortkarg.
Irgendwas stimmt nicht. Ich ziehe Ver’jigor zur Seite.
- Chona: das geht mir alles zu leicht. Irgendwas stimmt hier nicht.
- Ver’jigor: wir sollten die Augen offenhalten. Wissen sie, dass es Verräter gab?
Ver’jigor geht zur Lahala.
- Ver’jigor: darf ich noch kurz etwas anmerken. Einer von denen, die wir im Keller beseitigt haben, war ein Daikara mit einem roten Band. Anscheinend ein Verräter. Ist euch bewusst, dass es die gibt?
- Lahala: ich habe mitbekommen, dass die Mahakroda-Wachen sich mit diesem Daikara unterhalten haben.
- V: seid ihr euch der Loyalität der Anwesenden sicher?
- L: ja. Einige Daikara scheinen aufgrund der Niederlage einem Angebot der Mahakroda gefolgt zu sein. Da hat auch ihr mächtiges Schiff für sie gearbeitet. Sklave oder Krieger der Mahakroda. Einige scheinen sich wohl entschieden zu haben, ihre Loyalität dem Niall der Mahakroda zu schenken.
- V: ihr werdet aber verzeihen, wenn ich sie im Auge behalte.
- L: ich werde euch kaum davon abhalten können. Danke, dass ihr mich darüber in Kenntnis gesetzt habt.
Quendan und Sambucus führen alle zur Harmatan, dann bringen uns Mahendo und Joran flussaufwärts zur Zusammenkunft der Nialls im Lunga-Meer.
Die verschiedenen Niall sind hier, und sogar die Kinjal. Sie sind sehr erleichtert, als die Lahala Daikara ankommt. Die Mahakroda hatten Drohbriefe geschickt.
Während der Beratungen sitzen wir bei den wichtigen Personen der Nialls.
Wir kommen mit 60 kampffähigen T’Skrang bei den Türmen an, aber sie sind bereits verlassen. In Nenntilor sind sie ebenso verschwunden und konnten in ihrer Eile nur einen Teil der Sklaven mitnehmen. Verletzte, Alte und Kranke sind noch da.
Doch es bleiben viele Fragen. Warum wollten die Mahakroda die Kontrolle über den Galanga? Wie konnten sie das Schiff konstruieren?
Die Nialls verabreden sich zu einem neuen Treffen in Nad’Karanji ein paar Tage später, aber erstmal machen wir eine Verschnaufpause.
Und dann wollen wir herausfinden, was dort am Oberlauf des Galanga stattfindet.
Schritte
Die Lahalas der drei Nialls beschließen, dass Zeit für eine ordentliche Bestattung ist. Danach werden wir uns im Niall Nentilor treffen und das Überleben feiern.
An den Anlegern von Nad’Karanji und in den Gängen der Türme hören wir Gewisper eines dauerhaften Bündnisses der drei Nialls.
Daikara, Nenntilor und Nennsora trennen sich für die Bestattungen.
Ich mache mir Sorgen wegen der Mahakroda.
Doch der Troll Mahendo mit seinem Dampfboot Harmatan fehlt uns.
Wir lassen Bitten zu den Lahalas bringen. Die Lahala Daikara antwortet, dass sie sich mit den anderen Lahalas beraten hat und sich der stumme M'Tar von den Nennsora bereiterklärt hat, uns mit seinem Boot zu begleiten.
Dann sind wir einige Zeit unterwegs, den Strom des Galanga hinauf. Nach zwei Tagen waren wir in Nenntilor, dann ging es weiter Richtung Greifenfälle. M’Tar steuert uns gut durch die Verästelungen des immer unwegsameren Flusses.
Nach insgesamt fünf Tagen erreichen wir den Niall der Mahakroda. In einem Seitenarm stoppt M’Tar das Boot.
Bei den Mahakroda lebt niemand.
Zwei dutzend Leichen von älteren T’Skrang. Getötet mit den Schwertern von Mahakroda, wie von denen, die uns angegriffen hatten. Entsorgte Sklaven.
- Sambucus: aber warum haben sie sie getötet?
- Quendan: Vielleicht mussten sie schnell reisen und wollten die Schwächsten nicht mitnehmen.
- S: aber man hätte sie einfach zurücklassen können.
- Chona: Oder sie wollten nicht, dass sie entkommen.
Die nicht getöteten Bewohner haben das Niall schon vor einigen Tagen nach Nordwesten verlassen.
Dort findet Ver’jigor eine Stelle, an der ein Teil der Spuren verschwindet und ein anderer weiter am Fluss entlangläuft.
Dann folgt er der Spur über das Wasser, M’Tar bringt das Boot und wir folgen seinen Sinnen.
Die Spuren führen Stromaufwärts durch einen 50 Schritt breiten Arm des Flusses. Nach vier Stunden paddeln den Fluss hinauf verschwindet die Spur vor seinen Augen.
Wir landen am Ufer und Ver’jigor findet die Spuren der über Land reisenden Gruppe. Aber sie wechselten sind nach kurzer Strecke aufs Wasser.
Den Rest des Tages paddeln wir den Seitenarm hinauf. Dann sieht Ver’jigor die Spur durch einen Überhang aus Ästen.
Wir landen an und schleichen ans Ufer, um hinter den Vorhang aus Baumwerk sehen zu können. Dahinter sind einige Stege, eingebettet ins Ufer. Dahinter eine Reihe von Behausungen. Aber keine Mahakroda. Keine T’Skrang.
Stürze
Das Boot ist vertäut. Ver’jigor sucht den schlammigen Boden ab, ich komme aufs Trockene und sehe Behausungen. Sambucus wirkt nicht zu nervös. Quendan flattert am Ufer entlang und folgt den Spuren von Elementarmagie. Veränderungen des Flusses und des Ufers. Die Vegetation gibt dem Fluss mehr Raum, als sie sollte. Das Wasser fließt seltsam.
- Quendan: Hier ist irgendwas komisch. Guckt mal, die Pflanzen, die sehen aus, als würden sie irgendwie Platz geben am Ufer, und die sind so gewachsen, und das Wasser ist irgendwie auch komisch. Als hätte jemand was am ganzen Dschungel geändert.
- Sambucus: Am ganzen Dschungel geändert?! Hast du sowas schonmal gesehen?
- Q: ich hab von Elementaristen gehört, die ganz große Dinge gemacht haben. Auch so hier.
- Ver’jigor: wie fühlt sich denn der Astralraum hier an?
- Q: ich glaub’ hier hat jemand einen Zauber gewirkt, um diese ganze Gegend hier leichter bewohnbar zu machen und angenehmer, so wie ichs immer Abends am Lager mach. Aber ganz groß.
- S: So groß, aber warum?
- Q: wenn ich das könnte, würde ich es auch überall machen. Stell dir vor, du könntest einfach einen Zauuber machen und dann wären überall Wege im Dschungel und das Wasser wäre …
- S: ja Quendan, warum kannst du das eigentlich nicht?
- Q: weil ich erst im vierten Kreis bin.
Der Astralraum sieht ganz OK aus. Aber mit den Auren wurde irgendwas gemacht. Überall sind dezent sichbare Spuren von Elementarmagie am Ufer, an den größeren Pflanzen. Wasser blockiert die Astralsicht.
Drana kehrt aus dem Uferbewuchs zurück und krächzt Sambucus ins Ohr.
- Sambucus: ja Drana, was ist los?
- S: kommt ihr mit? Irgendwas will sie wohl von mir.
- Chona: ja klar.
Wir folgen durch das Unterholz. Nach einigen Schritt öffnet sich der Dschungel auf eine weitere Fläche mit einigen Hütten. Wasserläufe fließen zwischen Abschnitten festen Unterholz.
Behausungen wie im Hauptsitz der Mahakroda, aber viel kleiner. Sonst vielleicht 20 bis 30 T’Skrang. Im Moment aber verlassen. Drana fliegt auf eine der Hütten und krächzt stolz.
Ich schaue in die nächste Hütte. Verlassen und leergeräumt.
- Sambucus: Quendan, fällt dir auf, dass das Dorf nicht verändert ist? Im astralen Bereich sieht es ganz normal aus, nicht wie am Fluss.
Ver’jigor sucht nach Spuren. Vor einigen Tagen sind die Bewohner gemeinsam gegangen. Sie folgen einem Pfad entlang der Uferlinie.
- Sambucus: das ist auch ein Muster. Dörfer, in denen die Bevölkerung den Abgang gemacht hat.
- Ver’jigor: was sagt das über uns aus?
Wir rasten die Nacht über in dem Dorf, dann folgen wir den Spuren einen Pfad entlang.
Zwischen den Bäumen ragt eine Palisade empor. Ohne gerodeten Bereich davor. Der Pfad wendet sich an der Palisade nach rechts Richtung Ufer. Etwa drei Meter hoch.
Sambucus und Quendan fliegen darüber. Ein gerodetes Areal, innerhalb der Palisade, eine Sammlung Hütten, anders als die bisherigen Behausungen. Es laufen keine Namensgeber. Aber anders als in den anderen Dörfern gibt es Brandspuren an zwei Gebäuden. Weiter hinten liegt ein lebloser Körper. Dahinter eine Anhöhe hinter einem zweiten Palisadenzaun. Ein etwas kunstvoller gestaltetes Gebäude steht darin.
Jenseits der Palisade führt ein breiter Durchgang zu einem Hügel.
Die Windlinge erzählen, was sie gesehen haben. Ver’jigor klettern über die Palisade. Targ greift mich und springt darüber.
Ein breiter Pfad führt an Gebäuden vorbei in Richtung auf ein Hauptgebäude. Gebäude mit Brandspuren sind auf der anderen Hälfte.
Die Windlinge überfliegen das Areal. Quendan erreicht die Leiche bei einem der verbrannten Gebäude. Die anderen Leichen sieht er erst, als Blitze von einer der Leichen in seine Richtung schießen. Sie verkohlen die Wand des Gebäudes neben ihm.
Echsen, größer als ein Windling, knapp zwei Meter von Nase bis Schwanzspitze. Eine gelbgrüne Schuppenhaut, bei drei von ihnen zucken elektrische Entladungen über die Schuppen.
Sambucus erkennt sie: Blitzechsen fressen gerne Aas. Wenn sie schon gefressen haben, sind sie ungefährlich. Aber wir haben sie gestört. Und die Rudel können bis zu 13 Tiere umfassen. Und sie haben eine große Reichweite. Und ihre Blitze können auch sie selbst schützen.
Blitze schießen aus den Augen der Echse, verfehlen Quendan aber erneut.
Ver’jigor schießt einen Pfeil auf eine der Echsen. Die Echse schießt einen Blitz zurück und Ver’jigor geht zu Boden.
Der Dritte Blitz auf Quendan trifft, aber er bleibt mit zuckenden Flügeln stehen. Fliegt ein Stück weg und wirft einen Erdpfeil auf die Echse.
Targ springt den Echsen entgegen.
- Sambucus: ihr habt die beim Essen gestört! Dann werden die eklig! Also so wie ich! Geht einfach weg!
Sambucus gestikuliert zur Echse. „Friss weiter!“ Die Echse bleibt stehen.
Die hinterste Echse wirft einen Blitz Richtung Targ. Der Blitz versackt. Die Echse daneben trifft ihn. Verwundet ihn aber nicht.
Quendan wirft Erdpfeile, die in der Luft zerbröckeln.
Ein Dritter Blitz zuckt Richtung Targ und futzelt in den Boden. Ver’jigor geht in Deckung. Targ springt ein kleines Stück auf die Echsen zu.
Der Pogotroll auf dem Weg ins Blitzechsenmoschpit.
Die gebändigte Echse geht zur anderen Leiche.
Ich ziehe mich zu Ver’jigor hinter einen Baum zurück.
- Chona: Wir ziehen uns zurück!
Eine der Echsen wirft einen Blitz auf Sambucus. Targ springt von den Echsen weg in Deckung.
Die Echsen beäugen uns kritisch. Wir sind in Deckung. Ziehen uns langsam zurück.
- Chona: Sambucus, kannst du uns einen weiten Kreis um sie rum finden?
- Sambucus: natürlich kann ich das. Ich hab’ auch keine Lust, gegrillt zu werden!
Mit Sambucus’ Leitung bleiben wir auf Abstand und durchsuchen das Gelände. Die brandgeschwärzten Hütten sind wohl Sklavenunterkünfte.
Die Leichen sind wenige Mahakroda, weitere T’Skrang, zwei Zwerge und einen Ork.
Alle anderen Häuser wurden geordnet hinterlassen. Selbst zwei Lager.
Das Gebäude innerhalb der zweiten Palisade war wohl das der Lahala und ihrer Berater. Dekorationen sind noch dort, Besitztümer fehlen.
Die Leichen zeigen Kampfspuren. Ein Kampf Sklaven gegen Mahakroda. Es gab wohl mehr Sklaven als Leichen. Der breite Pfad zum Hügel – mit Sambucus als Rückendeckung – führt zu einigen Türen in den Hügel. Eine Tür, breit genug für einen Karren, bringt uns in den Hügel, und wir stehen in einer Flussschiffwerft. Ein großes Becken mit Kränen und Halterungen. Nebenräume mit Werkstätten. Leitern führen auf eine erhöhte Plattform mit ausschwenkbaren Brücken. Groß genug für ein riesiges Schiff.
Targ meint, dass das neuste Schiff wohl in Eile herausgelöst wurde.
Die Echsen sind inzwischen vollgefressen und schlafen langsam ein.
Irgendwo aus dieser Höhle hören wir ein schmerzerfülltes Stöhnen.
Leid
Wir durchsuchen die Werft. Es gibt noch mehr Leichen. Vor allem T’Skrang. Wohl Sklaven. Zwischen ihnen liegt ein Zwerg. Und regt sich noch.
Quendan fliegt zu ihm. Der Zwerg hat eine Platzwunde am Kopf und eine eitrige Wunde am Bein. Und starkes Fieber. Quendan kümmert sich um die Wunden.
Ver’jigor und Sambucus gehen Kräuter suchen. Ich schaue hier nach Gefahren. Wir sind im Eingangsbereich vor den Schmieden. Ich finde keine Gefahren, aber ich höre etwas über mir. Es gibt zwei weitere Türen auf einem Balkon. Dahinter ein Raum mit einem Tisch und Schreibgriffel. Nüchterne Schreibstube. Zwei leergeräumte Regale und ein dunkler Lichtquarz in der Decke.
Die Geräusche scheinen vom anderen Raum zu kommen. Hinter der Tür liegt ein magisches Labor. Im glatten Holzboden sind Runen eingraviert und von der Decke hängt ein Gittergestell, zu breit und tief wie der Raum. Im Hinteren Bereich ist ein Käfig, teils durch ein grobes Tuch verdeckt. Vielleicht ein Tier. Ich gehe zu Quendan zurück und warte auf Sambucus. Wenn ich zum Käfig gehe, gibt es nur blutvergießen.
Sambucus und ich gehen zum Käfig. Sambucus fliegt über den Käfig und zieht das Tuch hoch, während ich zurückgehe und das Schwert ziehe.
Im Käfig liegt auf einem Bett aus Stroh ein Tier mit weißgrauem Fell. Wie ein Affe. Aber mit Flügeln.
Sambucus: Eisflieger.
Eher in den Gebirgen heimisch. Normalerweise in Gruppen von 12 bis 20 Tieren. Haben eine natürliche Affinität zu elementarer Luft und können Kälte- und Eismagie wirken. Sehr hungrig und krank.
Ich laufe raus, um Wasser zu holen.
- Sambucus: lass dich nicht blitzdingsen.
Sambucus spricht mit dem Flügelaffen. Er ist so groß wie ich und viel kräftiger.
Wir suchen ein Lager für den Verwundeten und uns und bestatten die Leichen. Sambucus kümmert sich um den Flügelaffen. Wir richten uns in der Schreibstube daneben ein.
Die Nacht ist ruhig.
Dem Zwerg geht es besser. Er blickt müde blinzelnd in unsere Runde.
- Quendan: guten Morgen guten Morgen, wie geht es ihnen.
- Zwerg: ein Windling … guten Morgen.
- Q: obwohl sie eine Wunde am Kopf genommen haben, hat ihr Verstand keinen schaden genommen.
Er heißt Todur und fragt, ob er der einzige ist, der überlebte.
- Quendan: wir haben sonst nur Leichen gefunden.
Er schläft bald wieder ein. Der Flügelaffe wirkt auch langsam fitter. Quendans Essen schmeckt ihm. Targ und ich errichten einen Scheiterhaufen.
Mittags erwacht der Zwerg wieder. Spricht mit Ver’jigor.
- Todur: du siehst auch nicht aus wie ein Mahakroda.
- Ver’jigor: ich bin Ver’jigor M’Killer aus dem Haus Sirtis.
- T: man nennt mich Todur. Ich stamme aus Uruga.
- V: was treibt euch hier in den Dschungel am Arsch der Welt.
- T: die Arbeit.
- V: wie seid ihr überhaupt in die Gefangenschaft der Mahakroda hineingeradet.
- T: ich weiß nicht, wie ihr dazu steht. Ich war kein Kein Gefangener, sondern ein Vertragsarbeiter.
- V: wie ihr seht, hab ich nicht unbedingt eine positive Haltung zu den Mahakroda, muss aber nicht für euch gelten.
- T: als dieser bleiche T’Skrang bei uns auftauchte und erzählte, was er vorhatte zu bauen, war ich von seinem Vorhaben äußerst fasziniert.
- V: ein bleicher T’Skrang ist sehr ungewöhnlich.
- T: Haut wie die Farbe schlechtgewordener Milch. Sein Name ist Sanderka’ar.
- V: was war sein Projekt?
- T: er wollte ein Schiff bauen, wie es in Barsaive noch nie gebaut worden ist.
- V: ich glaube ich kenne das Ergebnis.
- T: ihr seid der Tristar begegnet?
- V: warum lagt ihr jetzt hier unter den ganzen Leichen?
- T: als die Nachricht kam, dass der Angriff fehlgeschlagen ist, kamen die verbliebenden Mahakroda hierher um sich zu sammeln, und dann kam es zu einem Aufstand. Sie beschlossen, dass auch dieser Ort nicht mehr sicher sind. Aber bei diesem Aufstand habe ich einiges abbekommen und sie haben mich für Tod gehalten.
- V: wollt ihr noch was trinken?
Er trinkt durstig. Quendan schaut ihn wieder an.
Von bleichen T’Skrang weiß niemand von uns etwas. Rote Augen hatte er nicht, also kein Albino.
Todur erzählt immer wieder. Ist kein großer Freund von Sklaverein und hat keine Sklaven befehligt (da kann er keine Leute brauchen, die es nicht verstehen). Er war mit den nichtmagischen Teilen des Antriebs der Tristar befasst und sie war schon vor einigen Jahren fertig. In der Zeit seither hat Sandarka’ar immer wieder die Lahala der Mahakroda vom Eingreifen abgehalten. Er ist seither aber immer wieder weggeblieben und so hat die Ungeduld der Lahala Mahakroda überhand gewonnen.
- Todur: Vielleicht hätte sie doch mehr auf die Worte des bleichen T’Skrang hören sollen.
Sandarka’ar war der leitende Elementarist. Hat wohl Hintergrund beim Militär, nicht bei den Mahakroda. War auch kein Einheimischer. Wollte die Waffe benutzen, es aber vorher an ein anderes Ereignis binden. Es war nicht lange her, dass eine Gesandschaft aufgetaucht ist. Keinen Mahakroda.
- Todur: diese sanften T’Skrang.
Er hat Leute aus dem Niall schonmal in Rupa gesehen. Beschreibt uns Kleidungsstücke
Targ und Ver’jigor und Quendan meinen, dass es K’Tenshin sind – Targ meint, es waren eindeutig mehrere Kapitäninnen dabei.
Die Lahala und der Bleiche haben ihnen das Schiff gezeigt und waren ein paar Tage da.
- Chona: die Hoffnung, dass die K’Tenshin helfen würden, war also trügerisch.
- Quendan: weißt du, wo sie hin sind?
- Todur: nein, ich habe keine Ahnung. Ich habe nur mitbekommen, dass sie sich tief in den Tunnel zerstreuen wollten, solange bis alles ruhig ist.
- C: warum bist du jetzt noch da, wenn das Schiff längst fertig war?
- Sambucus: er wollte halt noch eins bauen.
- T: wir haben noch eins gebaut.
Er ist stolz auf das Schiff und die Waffen des zweiten sind vielleicht einsatzbereit.
- Quendan: die Natur hier sieht etwas präpariert aus.
Vielleicht kann das Schiff dadurch hier rausfahren.
- Quendan: war Sandaka’ar da auch dabei?
- Todur: Sandaka’ar habe ich die Tage vor dem Aufstand nicht gesehen. Und so lange ich hier lag … ich kann gar nicht sagen, ob es zwei oder drei oder mehr Tage waren.
- Q: warum genau haben die hier eigentlich einen Aufstand gemacht?
- T: vielleicht Gelegenheit.
- Q: wenn ich Sklave wäre, würde ich auch gleich Aufstand machen, wenn meine Unterdrücker von einem Versagen geschwächt sind. Welchen Namen hatte das Schiff eigentlch?
- T: es hatte noch keinen Namen bekommen.
Und was machen wir jetzt?
Darf ich den Eisflieger behalten?
- Sambucus: den nehm ich mit.
Würze
Die Runde habe ich gefehlt. Zusammenfassung aus der Zusammenfassung von Quendan.
Wir kehren zurück, berichten der Lahala. Das Steuerschiff der K’tenshin verspätet sich.
Zwei der Lahalas hier sind Hüter des Wassers, der Erde und der Luft. Der Hüter des Holzes ist seit der Plage nicht mehr bekannt. Der Hüter des Feuers lebte bei den Mahakroda. Es ist noch nie passiert, dass ein Hüter seinen Nachfolger nicht wählen konnte.
Die Nennsora haben eine geheime Bibliothek des Wissens.
Die Lahalas wollen sich verbünden, um es den anderen schmackhaft zu machen, wollen sie aber ein altes Ritual machen, mit dem man beim Schlangenfluss Schiwoam um Rat fragen kann.
Wir Helden essen Würzfisch und machen uns mit einer Gesandschaft auf zum Lungameer, um im Haus des Wissens herauszufinden, wie das Ritual geht. Es ist auf einer Schildkröte im Lungameer.
Gesandschaft:
- Nenntilor: Finca, die Assistentin der Lahala
- Nensora: Emtar, stummer Dschungelführer
- Daikara: Upani Ja’Iden, Kapitän der Kinjal
Wir finden mit unseren Kanus ein gekentertes Schiff und Quendan probiert süßen Rum. Targ trinkt ihn leer. Das Loch im Rumpf könnte von einer Kurmapati reingebissen sein worden.
Zwei Pergamente in einer Röhre zeigen Zugänge für große Boote ins Lungameer und den grünen See, den Treffpunkt der Nensora. Eine zweite Röhre enthält viel Silber.
Schilf
Wir suchen das Haus des Wissens. Auf einer Kurmapati im Norden des Lunga-Meers.
- Quendan: wisst ihr, wie man das Haus des Wissens findet?
- Emtar (gestikuliert etwas in Richtung „man hört sich halt rum und fragt sich bei den Booten durch“)
- Ver’jigoor: immer gut, wenn man einen Plan hat.
Wir fahren am nördlichen Ende des Lungameers nach Westen, auf der Suche nach Angehörigen der Nennsora.
Zu Abend suchen wir uns einen Lagerplatz. Auf einer der Inseln suchen wir uns eine Feuerstelle, Quendan zaubert unser Abendessen und Schutz.
Targ beginnt die Wache, wir anderen schlafen. Dann schlafen wir alle.
Während Würfel rollen.
Targ wird wachgerüttelt. Eine Hand liegt über seinem Mund. Emtar steht neben ihm.
- Targ (flüstert): was ist los?
- Emtar (deutet in Richtung des Unterholzes und drückt Targ die Axt in die Hand)
Sambcus wird auch geweckt.
Im Unterholz um unser Lager bewegen sich humanoide Lebewesen.
Sambucus versucht, unaufällig zu sein und weckt mich noch.
Laute Schreie hallen über unser Lager, Tiere oder Namensgeber? Sambucus meint, die Laute sind nur imitiert. Gibt selbst Laute.
Ich ziehe mein Breitschwert. Wir hören laufende Leute im Unterholz.
Ver’jigor zieht seine Axt Susi.
Mich sticht etwas in den Arm. Ein kleiner Pfei. Ich werde müde. Springe ins Unterholz, wo ich etwas gehört habe, treffe aber nur Pflanzen. Ein weitere Pfeil trifft mich. Ich breche durch das Unterholz zur Seite.
Targ sieht rote Schemen 10 Schritt vom Lager entfernt. Gestikuliert. Quendan folgt ihm.
Sambucus sieht im Astralraum Menschen. Keine Magie.
- Sambucus: Wer seid ihr? Was wollt ihr von uns?
Quendan fliegt in Richtung der Menschen, pustet auf den Boden. Eis überzieht eine Fläche von 7 auf 7 Schritt.
Ver’jigor springt in Richtung der Gruppe und schlägt eine Gestalt nieder. Ein Pfeil trifft ihn.
- ?: Aufgeben!
- Ver’jigor: Ihr wollt aufgeben?
Sambucus hält Ausschau nach einer Fledermaus.
Ich laufe dahin, wo Ver’jigor seinen Gegner getroffen hat. Sehe niemand anderen, springe in Deckung und versuche, Ver’jigor mitzuziehen. Er bleibt aber stehen.
Ver’jigor konzentriert sich, hört jemanden aus einer Eisfläche, läuft zu ihm.
Quendan fliegt in ein Geäst und wirft einen Erdpfeil.
Targ rennt auf einen der Gegner um uns zu, schlägt aber mit der Axt daneben.
Meine Muskeln verkrampfen sich immer mehr. Ich bleibe im Gebüsch.
Ver’jigor rutscht auf dem Weg zum Gegner auf der Eisfläche aus.
Quendan wirft einen Erdpfeil auf den Gegner.
Die Angreifer ziehen sich zurück.
Sambucus stiehlt der Fledermaus ihr Gehör. Die Geräusche bilden in seinem Kopf ein Bild der Umgebung aus dem Abprallenden Schall, jedes Knistern, jedes Rascheln der Kleidung. Eine unglaubliche Kakophonie, die durch überall abprallende Geräusche ein Bild ergeben.
Finca kommt aus einem Versteck.
Sambucus und Targ ziehen mich zurück ans Feuer. Quendan untersucht Ver’jigor und mich. Das Gift erinnert ihn an etwas. Nicht tödlich, aber schmerzhaft.
- Quendan: Gute Nachricht, Gute Nachricht, das Gift ist nicht töglich, glaub ich, und klingt später wieder ab.
- Chona: Glaubst du?
Quendan stabilisiert den ANgreifer, dann filzen sie den Angreifer. Ein Knochenmesser, ein Blasrohr mit zwei Blasrohrpfeilen, und ein Lederbeutel am Lendernschulz, keine Rüstung. Einige Wurzeln im Lederbeutel.
Ver’jigor nimmt die Pfeile und das Blasrohr.
Sie halten in Zweiergruppen Wache.
Am nächsten Morgen
- Chona (auf Throal): Wer bist du, warum habt ihr uns angegriffen?
Als ich wieder frage, jetzt auf T’Skrang, antwortet er.
- ?: Ich Fora. Ihr T’Skrang. Sklavenjäger.
- Chona: wir sind keine Sklavenjäger. Das sind andere. Wir jagen sie.
- Upani: vergiss nicht, warum wir hier sind.
- Chona: Wir suchen eine Schildkröte.
- Fora: Kurmapati?
- Chona: Ja, Kurmapati.
- Fora: Wie heißen?
- Chona: Das weiß ich nicht. Sie trägt eine Bibliothek. Bücher.
- Fora: Wie heißen?
- Upani: Kata’a.
Fora zeigt uns den Weg zur Kurmapati. Zeigt uns die Richtungen. Dann erreichen wir sie. Kata’a. Wie ein Hügel im Grasmeer, aber auf ihrem Rücken befindet sich ein dichtes Geflecht aus Farnen und Moosen und Bambus. In der Mitte haben die Bambusgewächse eine Hütte gebildet, mit einem Abstand von zwei Schritt zum Panzer, mit einer Leiter, die in ein großes Bambushaus führt. Vielleicht das Haus des Wissens.
Als wir anlanden kommt uns eine T’Skrang entgegen.
Mal’aloni, die Gehilfin der Wissensträgerin. Sie kennt Emtar.
Vergessen
Ich habe binnen 8 Stunden vergessen, dass wir spielen wollten …
Mal’aloni begrüßt Emtar in Zeichensprache.
Wir stellen uns vor, und die drei, mit denen wir reisen.
Finca, die Assistentin der Lahala Nenntilor. Emtar, stummer Dschungelführer von den Nensora. Upani Ja’Iden, Kapitän der Kinjal, von den Daikara.
Der Raum ist beengt, aber Targ weigert sich, die Windlinge auf seine Hörner sitzen zu lassen.
Dann ruft Mal’aloni einen Vogelruf aus, Sambucus erkennt ihn als von lokalen Papageien.
Nachdem wir erzählt haben, warum wir hier sind, und zwei männliche T’Skrang zu uns gestoßen sind, spricht Mal’aloni mit uns.
- Mal’aloni: das ist eine sehr interessante Forschungsaufgabe, weswegen ihr hierher gekommen seid. Und ihr seid auch am richtigen Ort. Aber ihr habt wohl bereits gemerkt: ich bin nicht die Hüterin des Wissens. Das ist Tikala Sha. Sie ist die einzige, die entscheiden kann, wer die Schriften lesen darf. Sie ist aber vor ein paar Tagen zu einem Dschungelclan von Menschen aufgebrochen. Begleitet von drei weiteren. Sollte in zwei Tagen wieder hier sein. Ich müsste euch also aus Respekt vor unseren Sitten bitten, noch zu warten, bis Tikala Sha wieder da ist.
- Chona: Wir haben auf dem Weg gesehen, dass hier Sklavenhändler unterwegs sind. Gut, Leute getroffen, die sich darüber aufgeregt haben.
- Quendan: wir müssen ja eh hier warten.
- Sambucus: wir könnten auch erst hier essen und trinken … na gut, wir gehen ihr entgegen.
- M: ich bereite euch eine Karte vor, dann könnt ihr aufbrechen.
- S: also erst ausruhen, dann aufbrechen, das ist gut.
Dann suchen wir Tikala Sha, damit sie uns sicher erlauben kann, nach dem Ritual zum Zusammenführen der Stämme zu suchen.
Upani, Finca und Emtar bleiben hier.
Quendan wartet mit seinem ganzen Repertoire an Essen auf.
Mal’aloni stellt die beiden T’Skrang Tore und Sinto vor. Sie kümmern sich um die Aufgaben, die im Haus anfallen.
Wir suchen sie, finden ein Nachtlager mit Spuren eines Angriffs. Zwei von ihnen sind tot.
Ver’jigor meint, dass die Angreifer T’Skrang waren. Eine Person wurde verfolgt, eine andere wurde nicht verfolgt. Ver’jigor führt uns auf den Spuren der Verfolgten im Licht von Quendans Leuchtkristall.
Nach etwa einer Stunde findet Ver’jigor die Spuren eines Handgemenges. Der verfolgte T’Skrang wurde gefangengenommen. Die Gruppe ging dann weiter.
Eine Stunde später erreichen wir einen weiteren POI.
Eine Lichtung im Dschungel, zu der sich Sambucus, Quendan und Ver’jigor in der Dunkelheit schleichen. Aber Quendan sieht keine Auren von anderen Namensgebern.
- Quendan: vielleicht haben die ihre Auren versteckt.
- Chona: geht das?
- Q: ein Illusionist vielleicht? Aber wenn da jemand ist, der das kann, sollten wir lieber zurückgehen.
Der Lichtquarz erhellt den Lagerplatz eher kläglich. Ein richtiger Lagerplatz, aber seltsam. Auch hier liegen Leichen, Menschen. Targ sieht, dass sie bereits kalt sind, wenn auch in sitzender Position an ihre Speere gebunden.
Ein weiterer Mensch liegt in einer Hängematte zwischen zwei Bäumen.
Der Vierte ist ein T’Skrang. An einen Baum gelehnt. In der Kleidung eines Nennsora. Männlich, also nicht Tikala Sha. Er hat ihr die Flucht ermöglicht.
Alle vier beginnen bereits zu verwesen.
Den Menschen wurde die Kehle Kehle durchgeschnitten. Der T’Skrang hat Schnittwunden.
Wir entfernen uns ein Stück und lagern dann. Besprechen, warum die Leichen aufgesetzt wurden. Irgendein Zeichen.
Am nächsten morgen kehren wir zurück zum ersten Angriff und Ver’jigor folgt den Spuren der anderen geflohenen Person. Sambucus und Ver’jigor meinen, wir kommen schnell näher: sie bewegt sich erratisch, langsam, geschwächt.
Dann finden wir eine T’Skrang, unter einem Baum im Laub wühlend. Sie murmelt vor sich hin in einer Sprache, die T’Skrang ähnelt, aber nur ähnelt. Quendan stellt sich zu ihr, sieht eine Beule an ihrem Kopf, stecknadelkopfgroße Pupillen. Sie stolpert gegen Targ.
Nach einer Weile beginnt sie zu sprechen.
- Tikala Sha: Wer seid ihr?
- Chona: wir wussten, dass hier gefährliche Leute sind und haben uns Sorgen gemacht.
- Quendan: dann haben wir Tote gesehen.
- T: was ist mit meinen Brüdern passiert?
- C: es tut mir Leid.
- T: es ist alles so verschwommen.
- Sambucus: wir passen auf dich auf.
Quendan gibt ihr seinen Wasserschlauch (der ist jetzt hier) und untersucht sie. Sie hat Fieber und eine Gehirnerschütterung. Oft desorientiert.
Ohne uns wäre sie wohl gestorben.
Wir lagern, versorgen sie, und machen uns dann auf den Rückweg. Ver’jigor und Sambucus sammeln Kräuter und Quendan versorgt Tikala Sha. Dann kehren wir zurück zur Kurmapati Cata’a mit dem Haus des Wissens.
Upani Ja’Iden wurde als wir zurückkehren bereits Mal’aloni überzeugt, ihn ins Haus des Wissens einzulassen. Emtar ist wütend, Finca versucht zu erklären, wieso das nicht so schlimm ist.
Wir erzählen von den Geschehnissen, dann essen wir im Gedenken an die Toten.
Am selben Abend noch zieht Upani Ja’Iden die Schriftrolle mit einer Legende hervor. „Kindchen, Kindchen, mit Sand gesalbt.“
(offizieller Text aus Earthdawn 1st Edition)
Ein Hinweis auf das Wissen, das wir suchen. Die Macht Schiwoams, die sich in einer Sandburg aus dem tiefen Sand manifestiert hat.
Tikala Sha erzählt, dass es am Galanga eine etwas andere Variante gibt.
- Tikala: wollt ihr sie heute noch hören?
- Quendan: ja, gerne!
Nach unserer Überlieferung gab es ebenfalls eine Sandburg. Der Dämon taucht auch auf, um sich am Leid zu ergötzen. Doch in unserer Version war es nicht das Kind, das den Dämon besiegte. Die andere Version der Legende besagt, dass die Sandburg Schiwoam erreichte und es Schiwoam selbst war, die diesem Kind half. Das ist der eigentliche Grund, warum wir Kinder mit diesem Sand weihen. Und den Hütern von einst war es wohl möglich, mit Schiwoam zu sprechen. Doch keiner kennt mehr den Standort der Sandburg, die Worte, die Schritte, die zu tun sind, um den Flussgeist zu erreichen.
- Tikala: diese Legende ist der Ansatzpunkt, aber sie ist nicht der Schlüssel selbst. Heute Abend ist es genug, aber morgen können wir erneut in den Schriften nach den Schlüsseln suchen, die es euch ermöglichen, eure Aufgabe zu erfüllen. Morgen früh erlangen wir neues Wissen.
Alt
Wir haben Aufzeichnungen gefunden, Riktuul, Erster seiner Familie, spricht von einer Treppe. Einer der fünf Elementarmagischen Orte, die wir brauchen, um mit Schiwoam zu sprechen.
Wir erreichen wieder das Niall Nentilor. Vartat Kore begrüßt uns, dann fragt die Lahala Nentilor:
- Lahala: Was genau führt euch zu uns?
Quendan erklärt, dass wir zu der Treppe wollen.
- Vartat Kore: Riktuul, der Name sagt mir etwas.
- Quendan: ihr wisst aber nicht, wo der Ort sein könnte?
- V: Es gibt einen Ort, der unter uns als die Ahnstatt geachtet wird. Dort soll Riktuul seine Familie gegründet haben. Immer wenn wir einen Tsulani finden und er seine erhält, wird er von einem erwachsenen Tsulani dorthingebracht.
- Lahala: Das sind doch die Felsnadeln, wenn mich nicht alles täuscht.
- Q: Das Dokument wurde von Riktuul geschrieben und er wollte ihn in einen heiligen Ort verwandeln.
- V: Auch wenn ich mich dort dem Flussgeist immer sehr nahe gefühlt habe, muss ich gestehen, dass mir diese Bedeutung nicht immer bewusst war. Es gibt Lieder über diese Orte, auch eines des Windes, und es hat etwas heiliges, dieses Wort dort zu singen.
- Sambucus: Dürfen wir dieses Lied hören oder ist es zu heilig?
- V: das dürft ihr.
Er singt die fünf häufigsten Strophen: ein Lied von Emotionen, von Leichtigkeit, geprägt von der Schlange von Wind und Luft, Leben und Weisheiten.
- Quendan: wäre es denn ein Problem, wenn wir an den Ort gehen?
- Vartat Kore: Ich kann mir nicht vorstellen, dass das ein Problem sein sollte. Wenn ihr mit dem, was ihr getan und erlebt habt, eines bewiesen habt, dann doch, dass ihr den Segen der Schlange haben müsst.
- Q: Das wäre nämlich ganz toll, ich will ihn nämlich unbedingt sehen. Hat er eigentlich einen Namen?
- V: Wir nennen ihn die große Felsnadel.
Wir erhalten Seile, Ver’jigor und Quendan reden über Windlingfangen.
- Nalun: ich kann euch eine grobe Karte zeichnen, damit ihr wisst, wo ihr hinmüsst.
Ver’jigor fragt noch nach Albino-T’Skrang. Aber niemand kann genaueres sagen. Sambucus fragt nach dem Heim der Tiefe.
- Vartat Kore: Kann ich die Abschrift noch einmal sehen? Ich bin mir sicher, dass ich nicht weiß, was es ist, aber wenn wir jeden der Verse einem Element zuordnen können, dann würde ich euch empfehlen, mit Udan Apar zu sprechen, denn er ist der Hüter des Wassers.
Er verspricht, Udan Apar eine Botschaft übermitteln zu lassen, damit er da ist, wenn wir zurückkehren.
- Sambucus: ich bin gespannt auf die Felsnadel.
Vartat Kore zwinkert ihm zu. Dann klingt der Abend in entspannten, angenehmen Gesprächen aus. Sambucus lässt sich ein Bier geben, das größer ist als er selbst, und spielt Flöte, bis keine klaren Töne mehr kommen.
Am nächsten Tag geht es flussaufwärts. Wir paddeln zwei Tage, rasten, und erreichen dann ein Feld von Felsnadeln, die die Wasseroberfläche durchbrechen. Das Wasser fließt mit starker Strömung hindurch und die Luft ist von einem geisterhaften Pfeifen starker Winde erfüllt.
Quendan, Sambucus und die Gefährten fliegen voraus. Zwischen den Felsnadeln und an schwebenden Felsen vorbei. Von elementarer Luft erfüllte Steine, einige größer als der Troll.
Heftige Böen wehen zwischen den Nadeln. Die große Felsnadel in der Mitte ist in der Mitte flach. Quendan kommt zurück und weist uns einen Weg.
- Ver’jigor: fliegende Felsen, hast du uns einen mitgebracht?
Kurz darauf ist Quendan mit einem faustgroßen schwebenden Stein wieder zurück. Wir haben die Boot bereit und fahren Quendan’s Weg.
- Quendan (an der Spitze des Bootes mit Targ): da geht’s lang!
An der ersten Engstelle stellt sich das Boot quer, Wasser drückt ins Boot, es sitzt fest. Ver’jigor und ich versuchen zu helfen, schaffen es aber nur gerade so, nicht selbst zu kentern.
Quendan und Sambucus binden Seile um dünne Felsnadeln, dann zieht Targ das Boot aus der Stromschnelle. Bis es sich wieder verkeilt und teile ihrer Ausrüstung aus dem Boot geschwemmt werden.
Wir ziehen die Boote aufs Land. Ich komme die Felsen so nie hoch. Bin schon froh, dass ich wieder runterkomme.
- Chona: Targ? Gut, dass du gewartet hast. Kannst du mir helfen?
Targ nimmt mich auf den Rücken. Quendan hilft uns vorwärts, hängt Seile an spitze Vorsprünge. Ver’jigor klettert durch die Felsen, als würde er hier leben. Dann springt Targ plötzlich.
Springt weit. Sehr weit! Und landet sicher. Ich hatte uns schon im Wasser gesehen. Ein letzter Sprung, dann kommen wir gerade so am Fuß der größten Nadel an.
- Ver’jigor: geht doch mal suchen, ihr Windlinge.
Sie finden eine Höhle, etwa 20 Schritt über der Wasseroberfläche. Aber erst rasten wir am Fuß der Nadel.
Stürmisch
Mein Kletterversuch scheitert schon am Ansatz. Ver’jigor kommt oben an und lässt mir ein Seil herunter. Daraufhin hänge ich unter einem Überhang. Nach meinem Hilferuf sucht Quendan mir einen Weg.
Ich hänge in der Wand wie ein Sack.
- Ver’jigor: kann ich dich hochziehen?
- Quendan: ich kann helfen!
Nachdem Targ über die Steine gesprungen ist, ziehen sie mich die Wand hoch. Zwei Meter, dann rutscht Ver’jigor auf Geröll aus und stürzt selbst fast in die Tiefe. Sie ziehen erneut, und müssen das Seil loslassen. Ich lande wieder im Staub.
Jetzt laufe ich über die fliegenden Steine!
Den ersten erwische ich! Und den zweiten und dritten! Dann hänge ich auf einem Stein und breche im letzten Moment ab, rutsche und stürze ins Wasser. Immerhin komme ich zurück, ohne an den Felsen zu zerschellen. Schwimmen kann ich.
Wir binden einen Stein an ein Seil, ich setze mich auf den Stein und sie ziehen den Stein nach oben.
Ich kann nicht klettern. Felswände sind schrecklich.
Aber wir sind vor dem Hohleneingang.
Targ kann kaum stehen.
Pflanzenreste und Geröll blockieren den Weg, so dass wir Ver’jigor und ich kriechen müssen. Von Targ nicht zu sprechen. Wir kommen an eine Gabelung.
- Quendan: wollen wir nach links oder nach rechts?
- Ver’jigor: dahin wo’s weniger stinkt!
- Q: auf der rechten Seite stinkts weniger! Wir gehen nach rechts!
Nach kurzem kann ich geduckt laufen.
Das Geröll flacht ab und wir kommen in einen schwach erleuchteten Raum. Eine Halbkugel mit einem Schlot an der Spitze, die bis zur Spitze reicht, bis zum Licht.
Bauholztrümmer liegen im Raum.
Quendan fliegt den Schlot entlang in die Höhe. Weit in die Höhe.
Vögel kreischen, als er den Schlot nach oben verlässt. Flach und glatt oben, aber gebrochen wie von Erdbeben.
Als Targ in die Mitte der Höhle geht, spürt er eine Kugel in der Luft, nicht greifbar, aber mit Widerstand wie ein Vorhang.
Quendan kommt wieder zu uns und sieht sich die Kugel an.
Im Astralraum schimmert sie weißbläulich, weit komplexer als was er sieht. Strukturen auf der Außenseite wirken wie Schriftzeichen, im Astralraum aber nicht lesbar.
Ich werfe Erde hinein. Sie schwebt eine Weile darin, sammelt sich am Boden der Kugel und rieselt wieder heraus.
Quendan pustet auf die Kugel.
Ich halte feuchte Blätter über meine Fackel und der Rauch steigt in die Kugel. Wabert darin herum und die Schriftzeichen werden sichtbar.
Eine Mischung aus T’Skrang und Zauberrunen.
In T’Skrang die Beschreibung eines Rituals, um eine Verbindung zu einem Aspekt des großen Flussgeistes Schiwoam aufzubauen. Das wir hier durchführen müssen.
Quendan beschreibt die Runen. Jeder muss einen Faden an die Kugel binden. Und er beschreibt, dass der Raum nicht verpestet ist.
Aber erst untersuchen wir die andere Seite der Höhle.
Ein kleinerer Raum. Eine Spalte in der Mitte führt nach unten.
Quendan fliegt in die Tiefe. In Das Nest. Eine verwinkelte Höhle. Sein Lichtquarz wirft Schatten.
Gestalten liegen beieinander. Er geht näher.
Humanoid, wirken wie T’Skrang, aber sie können keine T’Skrang sein. Atmen nicht. Er wirft ein Steinchen. Trifft eine Kreatur. Keine Reaktion.
Dann blickt er in den Astralraum. Sieht schwache Auren, gedämpft. Sie sind zwischen Leben und Tod.
Und es gibt hier mehr Spuren dämonischer Präsenz als oben. Aber bereits sehr alt.
Es gibt Zahnspuren an herumliegenden Knochen. Und in einer Wandnische liegt ein lederner Beutel. Darin liegt eine geschnitzte Figur eines T’Skrang aus Jade. Den Wächter der Luft. Und altes Werkzeug. Steinmetzwerkzeug, aber kaum mehr zu gebrauchen. Daneben weißliche Perlen und zu Kugeln geformte Edelsteine. Der Lederbeutel zerfällt bei Berührung. Quendan steckt den Inhalt ein und trägt die Figur.
Dann fliegt er zu den Kreaturen. Etwa zwei Schritt lang. Der Kopf ist langgezogener als der von T’Skrang, der Mund ist ein Schnabel. Sie haben keine Hände mehr, sondern Hakenklauen.
Quendan kommt wieder zu uns, stellt die Figur neben sich.
- Quendan: da unten liegen ganz komische Gestalten. Im Astralraum sehen sie so aus wie zwischen Tod und Lebendig, und sie sehen aus wie T’Skrang, sind aber keine, und abgenagte Knochen auf dem Boden, und da war ein Beutel mit der Statue und Steinmetzwerkzeug und diese Edelsteine hier. Es gab noch einen Gang aus dem ein Luftzug kam, aber da wollte ich nicht reingehen.
- Ver’jigor: meinst du es lohnt ich, wenn wir da noch gucken?
- Q: ich glaube es lohnt nicht, wenn ihr da noch runter geht. Ich werde nachher mal Tikala Sha fragen. Was hier gebaut wurde, haben wir gesehen, das unten sah nach einer natürlichen Höhle aus.
Sie lassen mich am Seil runter. Weil die anderen am ehesten wieder hoch können.
Ich komme gerade in die Weite des Raums. Da sind Geräusche um mich. Klauen auf Fels. Ich ziehe mein Schwert.
- Chona: hier sind Leute!
Sie ziehen mich wieder hoch. Heraus aus der Dunkelheit und zurück in den Feuerschein.
Ver’jigor wirft eine Fackel hinunter. Sie brennt unten am Boden.
Nichts bewegt sich.
Wir lauschen. Nur mein Atem ist zu laut. Die Fackel knackt.
- Quendan: vielleicht sind da ja Raubtiere, die Angst vor Licht haben.
- Ver’jigor: man könnte ja mal hinunter klettern und schauen.
Er klettert hinab, mit dem Seil gesichert. Eine verlassene Höhle. Keine Gestalten.
- Ver’jigor: hast du nicht behauptet, da wären komische Kreaturen?
- Quendan: vielleicht sind die weggegangen. Vielleicht waren sie die Quelle dieser Geräusche. Der Astralraum ist schmutziger als hier oben.
- Ver’jigor: ich will sie hier nicht laufen sehen, wenn wir ein Ritual machen.
Wir kletten hinunter. Targ flucht, nachdem er sich den Kopf gestoßen hat. Ich bin nervös.
Ver’jigor und Quendan finden eine schwmale Öffnung nach außen. Mit frischen Klauenspuren.
Er führt verdeckt von Rankwerk nach außen an die Seite der Felsnadel. Ich ziehe mich wieder zurück. Quendan geht. Fliegt aus der Öffnung und schaut …
… auf den Initiativewurf.
Flug
Fünf Lederschwingen stürzen sich auf Quendan. Die erste rammt Quendan die Hakenklauen in den Körper. Quendan kann ich gerade in der Luft halten und schafft es, in den Gang zu kommen.
- Quendan: Die Kreaturen aus dem Raum! Wie Bestien.
Ich dränge mich an ihm vorbei, das Schwert in der Hand. Höre das Rauschen des Wassers und des Windes. Aber keine Klauen auf Fels.
- Chona: Wer sichert nach oben?
Sambucus übernimmt das. Quendan verbindet seine Wunden.
Niemand kommt durch den Gang. Sambucus hört ein leises Rascheln in dem Riss, der nach oben führt. Ein kleines Tier, das sich herumtreibt. Die Sambucus kurz darauf ansieht.
Sein Eisflieger schnappt sich die Maus.
Es bleibt still.
Man muss schon ein Zwerg sein, um beide Hände zu brauchen, um einen Windling zu schwingen.
Quendan wird wohl Tage brauchen, um das Ritual mit der Kugel vorzubereiten.
Wir essen und trinken von Quendan’s Festmahlen, und trainieren zusammen, während er versucht, die Kugel zu ergründen.
Das Element entzieht sich ihm, verweht seine Gedanken. Wie es ihm immer geht. Ihm entgleiten immer wieder viele Minuten und er kommt auf immer abstrusere Gedanken. Dann zieht ihn etwas voran, ein Fixpunkt, der ihm die wichtigen Teile zeigt. Ein Lichtschimmer aus dem Jadeamulett in seiner Brust.
Vögel von oben fliegen herab und hüpfen um Sambucus, der ihnen nach oben folgt. Die Winde sind toll und bald fliegen Sambucus und seine Vertrauten in den Lüften.
Dann erzählt uns Quendan eine Geschichte des ersten Tsulani der eine Bindung mit Schiwoam eingegangen ist. Das hier ist eine der mystischen Quellen, die ihm seine Macht geben.
Dann weben wir Fäden an die Kugel.
Als Quendan den ersten Faden webt, stürzt ein Strom von Bildern in sein Bewusstsein:
Wie ein Vogel kannst du den Galanga sehen. Du erreichst die Festung nach der Flussschlacht. Eine vage Erinnerung schleicht sich in deinen Geist. Nicht deine. Schmerz und Angst. Erreichst das Dorf, siehst dich selbst und die anderen am Ufer des Galanga. Der Flusslauf wird zu einem Gewässer. Zusammengebundene Boote. Eine Kurmapati.
Stürzt aufs Wasser. Ein Gewirr aus Grün und Blau. Eine gewundene große Schlange, deren Körper mit Federn bedeckt.
Wir spüren, wie die Macht des Geistes uns stärkt, und die Verbindung zu diesem Ort dauerhafter wird.
Ich wähle eine Steigerung von Mystic Defense.
Dann reisen wir zurück.
Tikala Sha, die Hüterin des Wissens, ist auf der Kurmapati zusammen mit Varta T’Skore, dem Hüter der Luft, und Udan Apar, dem Hüter des Wassers. Dazu Emtar und Upani Shaidn.
Varta T’Skore ist begeistert von unserem Fund und plant, selbst dorthin zu gehen. Erzählt, dass es Geschichten über solche Kreaturen gibt, er wüsste aber niemanden, dem so etwas schon begegnet sein soll.
Es entspinnt sich eine aufgeregte Unterhaltung. Alle erwarten, dass die Verse des Wissens zu vier weiteren Orten führen sollten. Udan Apar hat schon den ganzen Tag mit der Tikala Sha Schriften gewälzt und vermutet, er kennt den Ort, an dem das Heim der Tiefe liegt. Der Ort des Wassers. An einer Stelle, an der es am Grund des Flusses einen Hohlraum gibt. Interessant, aber er wusste nicht, dass es ein derart bedeutungsvoller Ort ist. Aber es passt.
Kraut und Targ sitzen abends zusammen und Kraut erzählt ihm auf Pilzen, dass er einige Zeit bei den Trollen in den Bergen war. Und dort die Disziplin des Luftpiraten erlernt hat. Aber irgendwie haben die ihn bei einem Überfall auf eine T’Skrang-Siedlung einfach zurückgelassen. Und laut gelacht und mit dem Finger auf ihn gezeigt. Seither ist er hier hängengeblieben und kommt nicht mehr weg.
Und jetzt erinnert er sich wieder. Er war eigentlich ein gar nicht so schlechter Luftpirat. Und könnte Targ in seinen lichten Momenten ausbilden.
Als Bezahlung will er, dass Targ nach der Aufgabe mit ihm zu den Kristallbergen reisen und sie fragen, warum sie so gelacht haben.
Ich lerne auf dem Weg mit Ver’jigor Schwimmen.
Tiefe
Wir reisen mit Udan Apar, dem Hüter des Wassers, über den Lauf des Galangar.
Nach einem Tag Richtung Nad Karanji biegen wir in einen Nebenarm ab. Lagern eine Nacht in einer ruhigen Bucht, umspült von Wasser. Ungestört.
Im Lauf des Vormittags weitet sich der Nebenarm zu einem See. Die Ufer sind dicht bewachsen, Wurzeln ragen bis ins Wasser.
In der Mitte des Sees brodelt das Wasser und Bruchholz dreht sich. Sambucus fliegt in die Höhe.
- Sambucus: da kommt ein Strudel und versucht uns in die Tiefe zu ziehen!
- Udan Apar (rudert hektisch): das war letztes Mal nicht hier!
- S: Was war denn das letzte mal da?
- U: der Strudel ist neu.
- S: wie seid ihr denn da reingekommen? Ist Unterwasser der Tempel, richtig?
- U: bin reingeschwommen.
- Ver’jigor: getaucht.
- U: ja.
- S: ist da irgendwas, das den Wirbel auslöst?
- U: nein, ich bin genauso überrascht wie ihr.
- Chona: Vielleicht weil wir den Tempel der Luft aktiviert haben?
- S: das meine ich doch!
Ver’jigor paddelt heftig, aber ich verfehle die Richtungen. Und Wasser dringt in das Boot ein. Nach Schockmomenten erinnere ich mich an die Anweisungen meiner Lehrerin und stabilisiere es.
Der See ist etwa 100 Schritte breit.
Quendan sagt, dass der Strudel magisch ist. Elementare Wassermagie. Und ein Elementargeist im wirbelnden Wasser.
- Quendan: da ist ein Elementar im Astralraum. Ein Wasserelementar. Der schwimmt im Strudel. Da. Jetzt da!
- Ver’jigor: dann sprich doch mit ihm!
- Q: er ist im Astralraum!
- V: dann geh doch in den Astralraum!
- Sambucus: vielleicht kann man den auch weglocken.
- V: wie erweckt man die Aufwerksamkeit eines Elementars?
- Udan Apar: ich kann durchaus versuchen, mit dem Boten Schiwoams zu sprechen.
- V: du kennst den Strudel-weg-mach Tanz.
- U: ich kann den Fluss beruhigen. Aber ich bräuchte eine Stelle am Rand, an der ich stehen kann.
Quendan und Sambucus suchen.
- Sambucus: da sind tolle Fische! Und bunte Vögel umflattern mich!
Quendan findet ein Stück zugänglichen Uferstreifen, umschlossen von Baumwurzeln. Genug Platz, dass da zwei Namensgeber stehen können. Die Windlinge folgen Udan Apar, während er am Rand dorthin schwimmt.
Er stellt sich in den Uferschlick, beginnt einen Gesang und zeichnet sich mit gelbem Schlick Symbole auf die Schuppen.
Der Strudel beruhigt sich langsam und das Holz verteilt sich. Doch der geschwächte Strudel bewegt sich langsam auf ihn zu.
Wir paddeln das Boot langsam in die Richtung, aber der Strudel wird schneller. Überbrückt die letzten Meter in Augenblicken und spült um die Füße des Wächters. Legt den Boden frei und das Singen von Udan Apar, des Wächters des Wassers, verstummt. Udan Apar wankt und die Symbole auf seinen Schuppen beginnen in blauem Glanz zu leuchten.
Seine Körperhaltung verändert sich. Dann blickt er uns an.
Die Körpersprache ist ähnlich der eines bedrohten Tiers. Aufgewühltes, unstetes Wasser. Gefährlich, anspruchsvoll, wechselhaft.
- Quendan (in der Sprache von Elementaren): Meister Elementar, warum seid ihr so aufgewühlt?
- Elementar: der Geist Ar…. Wo kommt er her? War schon hier? Die Stimme. Der große Geist. Muss schützen! Ihr gefährlich?
- Q: nein, wir wollen den großen Geist auch schützen! Wir wollen doch nur das Heim der Tiefe suchen.
- E: du, du bist so einer, der Geister benutzt! Genau du!
- Q: aber Meister Elementar, ich habe noch nie einen Geist benutzt.
Sambucus hebt die Handflächen, senkt den Kopf.
Quendan fliegt vor zwei Meter vor Udan Apar in der Luft.
- Chona: Quendan, ist alles OK?
Udan Apar geht einen Schritt auf Quendan zu. Hebt dessen Arm.
- Quendan: aber wir wollen doch nichts böses! Wir suchen nur das Heim der Tiefe!
- Elementar: genau das habe ich erwartet.
Ich springe ins Wasser und klettere auf die Wurzel daneben, lasse die Hand ins Wasser hängen, um ihn zu mir zu locken. Aber er reagiert nicht.
Sambucus schlägt Udan Apar mit der Faust. Ver’jigor schlägt ihn mit der stumpfen Seite seiner Axt KO.
Das Wasser schwappt wieder zusammen und der Strudel gleitet zurück in die Mitte des Sees und wird wieder stärker.
Wir heben Udan Apar auf die Wurzeln und Quendan zieht einen Speer aus Wasser von der Oberfläche des Sees und schleudert ihn auf Udan Apar. Als die Spitze auf Udan Apar trifft, fließt das Wasser über den Körper und zieht in die Haut, Mund und Nase ein. Der Blaue Fleck und die blutige Nase verschwinden.
Udan Apar erwacht wieder. Richtet sich auf und hält sich den Kopf.
- Quendan: geht es euch gut?
- Sambucus: wir mussten den aus euch wieder rausholen. Tschuldigung.
- Ver’jigor: wir haben keinen besseren Weg gefunden.
- Q: er hat gesagt, dass er den großen Geist schützen muss. Dann hat er gesagt, dass er keine Leute mag, die Geister benutzen, und ich soll einer von denen sein, obwohl ich noch gar keine Geister benutzen kann.
- V: also hast du vor, sie zu benutzen.
- Q: also ich will sie eigentlich fragen.
- V: und worin unterscheidet sich das von Benutzen?
- Q: also wenn man einen um einen Gefallen bittet …
- V: wie kriegen wir ihn da jetzt weg?
- Q: vielleicht können wir herausfinden, wer ihn so aufgebracht hat. Udan Apar, hast du gemerkt, was …
- Udan Apar: ich konnte fühlen, dass der Geist sehr aufgebracht war.
- Q: ich habe nur gesagt, dass wir das Heim der Tiefe suchen. Vielleicht war hier ein anderer ELementarist, der etwas schlimmes gemacht hat.
- S: ich glaube auch, dass da unten im Tempel irgendwas ist, das ihm Angst macht. Vielleicht kann jemand von uns runtertauchen?
- V: wir könnten am Boden entlangtauchen.
Ver’jigor und ich tauchen gemeinsam nach unten.
Der See ist sehr tief. Je tiefer wir kommen, desto schwächer wird der Sog. Es wird immer dunkler und düsterer um uns. Der Sog ist noch spürbar. In der Mitte des Sees sehen wir eine Konstruktion aufragen. Schwärze, ertastbar, ein Bauwerk. Aus einer Öffnung schimmert Licht.
Ver’jigor kommt nicht hinterher.
Um mich erleuchtet sanftes blaues Glühen das Wasser. Es ist klarer. Vor mir führt eine Treppe kreisförmig aus dem Wasser in einen Kuppelbau.
Die Kuppel ist schwarz, aus glasartigem, glattem Material. Der Boden ist mit Flussschlamm verschmutzt. Leuchtende Moose bewachsen die Wände. Die Luft riecht modrig.
An den verschiedensten Stellen gibt es Wasserrinnsale. Zwei weitere Treppen führen in diese Kuppel, wie eine Pyramide.
Ganz oben ist ein Brunnen, in eine Kugel aus Wasser liegt.
In der Decke sind Türme wie die Türme der Nialls, die aber über Wasser nicht zu sehen sind.
Ich steige die Stufen hoch auf eine Plattform. Ein Kreis auf Gestein ist in dem Dreieck gezeichnet und die Kugel aus Wasser schwebt darüber. Rinnsale von Wasser fließen daraus die Treppe hinüber.
Ich berühre die Kugel mit dem Finger. Seltsam, Wasser, nicht bedrohlich.
Der Schlamm wirkt wie überspülte Boote, Hütten nach dem Hochwasser.
In der Kugel wirbelt Schlamm. Als ich mit den Händen in der Kugel taste, merke ich, dass die Kugel innen sauber ist.
Hinter mir taucht Ver’jigor aus der Wasseroberfläche.
Ich tauche meinen Kopf in die Kugel. Etwas komisch aber wie Wasser.
- Ver’jigor: kannst du versuchen, davon zu trinken?
Ich tauche den Kopf wieder rein und trinke einen Schluck.
Die Oberfläche der Kugel verkleinert sich kurzzeitig etwas und Strukturen werden auf der Oberfläche sichtbar.
Es hat unglaublich erfrischend geschmeckt.
Ver’jigor probiert es auch.
Unsere Blasen drücken arg. Wir schwimmen raus und entleeren unsere Blasen. Als wir oben ankommen erneut.
- Ver’jigor: sag mal, was passiert, wenn man elementares Wasser trinkt?
- Quendan: man sollte eigentlich keine wahren Elemente zu sich nehmen. Das ist wie das Element, aber viel, viel stärker. Wenn man wahre Luft zu viel atmet, kann man keine normale Luft mehr atmen.
- Chona: das ist unpraktisch. Da tauchen Symbole auf. Wenn man davon trinkt. Ich muss kurz nochmal weg.
Ich entleere mich nochmal im Wasser. Das wird nervig.
- Quendan: habt ihr da Pflanzen an den Wänden gesehen?
- Chona: leuchtende Moose an den Wänden.
Sambucus fliegt zu einem Krokodil am Rand des Sees und lässt Quendan und sich von ihm in die Höhle unter Wasser ziehen.
Ver’jigor und ich tauchen hinunter und ziehen an einem Seil, das Targ hält. Aber Targ schwimmt problemlos selbst hinunter, während Ver’jigor zurückfällt. Zieht sich dann das letzte Stück mit dem Seil nach unten.
Durch einen anderen Zugang kommt eins der Sumpfkrokodile von dessen Rücken zwei Windlinge steigen.
Ver’jigor und Targ kommen ein paar Minuten später nach.
Wellen
- Quendan: hier ist wie der Luftort, nur mit Wasser.
- Chona: die Schriftzeichen siehst du, wenn jemand davon trinkt. Wir haben schon davon getrunken.
Quendan taucht einen Topf in die Kugel, aber beim Rausziehen fluppt das Wasser zurück in die Kugel. Ein Trinkschlauch lässt sich nicht schließen.
Targ trinkt von der Oberfläche der Kugel ab und Quendan schreibt die Schriftzeichen ab.
Ver’jigor und ich müssen wieder etwas loswerden, Targ hat keine Probleme mit Wasser.
Wir schlagen ein Lager auf.
- Quendan: Ich weiß nicht, wann ihr wieder Durst bekommt.
- Chona: Können wir was abschöpfen, um durch die Wüste zu reisen?
- Udan Apar: den legenden nach zu urteilen, wurde in der Zeit der Plage die Wasserversorgung der Nialls durch die Gaben des Flussgeistes gesichert. Das ergibt jetzt viel mehr Sinn.
- Q: aber es ist ein Unterschied, ob man sich auf die Plage vorbereitet, oder den Fluss benutzt, um einen Haufen Gold zu verdienen.
- U: ich würde noch einmal versuchen, den Flussgeist zu besänftigen. Vielleicht ist es eine gute Idee, wenn ich euch in das Ritual einbinde. Außer vielleicht Quendan.
Sambucus spielt auf der Flöte. Ich lege ein Messer an den Wasserrand. Ver’jigor gibt Wasser aus seiner Blase zurück.
Udan Apar vollzieht sein Ritual.
Dann verstummt der Mahlstrom über uns und Stille erfüllt die Höhle. Eine Welle erhebt sich im Wasser in der Kuppel und löst sich auf, als das Ritual endet.
- Chona: hat der Geist etwas gesagt?
- Udan Apar: gesagt, nein. Aber ich habe ihn gefühlt. Er hat mit mir ein Gefühl einer Bedrohung geteilt. Und dass er verstanden hat, dass wir nicht Teil dieser Bedrohung sind. Er weiß nicht, was diese Bedrohung ist, deswegen hatte er versucht, uns zu bekämpfen. Aber dass wir jetzt hier sind und diesen Ort des Flussgeistes achten hat ihn wohl beruhigt. Solange niemand anders hier auftaucht, den er als Bedrohung ansieht, wird er sich zurückhalten.
Wir richten uns ein, ich putze die Pyramide und Quendan sucht nach Antworten. Einen Tag.
Quendan sieht in den Röhren oben, dass sie mit dem Ort verbunden wurden, um wohl die Stabilität zu erhöhen.
Dann weben wir Fäden an die Anbetungsstätte des Wassers.
Als ich den Faden webe, verschwimmen meine Sinne.
Ich bin an einem anderen Ort. Umgeben von blauem Wasser. Es ist alles, wie es sein soll. Ich brauche nicht zu atmen, gehöre hier hin.
Doch ich bin müde. In der Tiefe.
Das stete Rauschen der Strömung klingt mir in den Ohren. Die scharfen Unterwasserkanten der Festung können mir nichts antun. Refselnika, mit wahrem Wasser verstärkte Verteidigungskanten.
Das Heim der Tiefe. Nad’Karanji.
Die Kreaturen scheinen mich zu ignorieren.
Eine große Fläche erfüllt mit Leben. Die Namensgeber an der Oberfläche nehmen mich nicht wahr. Doch zwei Gruppen.
Eine spüre ich kaum, aber die Gedanken der anderen kann ich deutlich spüren.
Geschuppte Wesen im Wasser. Bei ihnen fühle ich mich sicher.
Das war Nad’Karanji. Aber warum sind die Leute so unterschiedlich?
- Quendan: vielleicht sind die Leute, die du kennst, die Daikara.
- Udan Apar: ich würde eure Vision anders interpretieren. Mir kam es vor, als hättet ihr für kurze Zeit das Bewusstsein eines anderen sein.
Vielleicht waren die geschuppten Wesen wir T’Skrang.
- Udan Apar: oder es sind die, die den Glauben an den Fluss teilen, und andere.
Wir putzen und Ver’jigor und ich schwimmen durch die Wellen nach oben.
Dann halten sich Sambucus und Quendan an den Hörnern von Targ fest, während er nach oben schwimmt.
Targ spürt, wie das Wasser ihn unterstützt und schwimmt einige Runden.
Quendan lässt sich ins Wasser gleiten. Und es geht erstaunlich gut.
Am Galanga haben wir +3 Bonus auf Schwimmen.
Hüterin des Feuers mit den Mahakroda. Die Hüterin des Holzes ist Verschollen. Die Hüterin der Erde ist …
Dann reisen wir zurück, Ver’jigor und ich immer wieder im Wasser, statt auf dem Boot.
Die Lahala Nentilor grüßt uns herzlich. Viele versuchen, Udan Apar zu überzeugen, den Ort zu besuchen.
Wir dagegen gehen zu Tikala Sha und der alten Mesala, um die nächsten Schritte zu finden. Mesala hat den Ort der Erde gefunden.
Die Kalasha hat Hinweise auf die Stätte des Feuers gefunden.
Die Grünen Augen umringen die Tiefe.
Das Flackern des Seins ist das Leben unter den Toten.
- Quendan: Mesala, möchtet ihr uns begleitet zum Ort der Erde?
- Mesala: das würde ich sehr gerne.
- Q: dann wollen wir doch dorthin gehen.
Der Weg wird vor allem über Land führen, aber unsere Boote bringen uns flussabwärts den ersten Teil des Weges.
Nach einigen Stunden erreichen wir eine Bucht. Die gleiche Bucht, in der wir Daikara mit ihren Booten hier gesehen haben. Auch der Weg ist bekannt. In der Nähe des Hügels mit der Opferstätte der wilden Dschungel-T’Skrang. Tiefer ins Grün, mit Doppelwachen.
Am Ende des folgenden Tages erreichen wir das großes Loch im Boden vor den Hütten, mit der blutigen Opferstätte auf dem Grund.
Die alte Mesala wirkt sehr wach und schaut sich den Ort aufmerksam an.
- Mesala: ich kann hier die Anwesenheit von Schiwoam ganz deutlich spüren.
Quendan schaut in den Astralraum. Und der Astralraum schaut in ihn.
Unten im Loch ist eine Quelle wahrer Erde, Fragmente davon verteilen sich auf andere Bereiche, aber sie ist besonders stark in den fünf Monolithen um den zentralen Sockel in der Mitte der Grube.
- Chona: müssen wir hier wie auch sonst Symbole finden?
- Quendan: besonders wichtig sind die Monolithen.
- Ver’jigor: wo ist denn die Quelle wahrer Erde?
- C: müssen wir dann jemanden opfern?
- Q: ich glaube, das waren die Dschungel-T’Skrang. Vielleicht müssen wir den Ort reinigen.
Quendan fliegt hinunter und sieht sich mit Lichtquarz um. Es ist kaum mehr Blut zu sehen, vom Regen weggewaschen. Nur an den Monolithen sind noch ausgehärtete Reste des Blutes. Ein spiralförmiger Weg führt hinab. Ohne Geländer.
Wir schlagen ein Lager auf.
Am nächsten Tag reinigen wir die Monolithen. Sie haben Verzierungen wie die Schuppen von T’Skrang und sind bis zum Nachmittag gereinigt. Blut, Kot und Moos.
Dann bringt uns Sambucus zu dem Altar in der Mitte und wir finden uns bekannt aussehende Runen am Sockel.
Quendan erkundet die Runen.
- Quendan: das sind die Runen. Und jetzt brauche ich noch ein paar Tage Zeit.
Sambucus sammelt Jade, während ich durch die Gegend streife.
Auf dem Ast eines Baumes sehe ich einen Jaguar warten. Er taucht immer wieder auf und beobachtet uns.
Ich hole Sambucus und er setzt sich und wartet, bis der Jaguar wieder auftaucht.
Nach einiger Zeit sieht Sambucus ihn wieder, doch der Jaguar springt wieder über Äste weg. Er scheint sich für uns zu interessieren. Sambucus schickt Rana hinterher. Aber Rana scheint nichts deutliches gefunden zu haben. Schüttelt die Federn aus. Hat ihn wohl verloren.
Mesala untersucht den Ort, blickt intensiv auf banal wirkende Steine.
Wir warten bis zum nächsten Morgen und wirken dann das Fadenritual.
Wir beginnen unsere Fäden zu weben und spüren, als wir die erste zarte Verbindung zu dem Ort geknüpft haben, wie der Boden beginnt zu vibrieren.
Je weiter wir die Fäden weben, desto weiter wachsen die monolithischen Steine aus dem Boden und neigen sich nach innen.
Als unsere fünf Fäden gewoben sind, sitzen wir unter einem Pavillion aus Stein durchwirkt mit Jadeadern.
Targ sitzt versunken in eine Vision.
Müdigkeit. Eine große Müdigkeit. Du schläfst schon lange und es ist noch nicht die Zeit gekommen, deine Ruhe zu unterbrechen. Doch deine Ruhe ist nicht so tief wie sie einmal war. Deine Augen sind geschlossen, aber du verfügst noch über andere Sinne.
Ein Strom der dich umgibt. Eine Stimme. Die Worte nicht erkennbar, aber du weißt, dass sie nach dir ruft. Sie will, dass du ihr gehorchst. Ein Teil will ihr gehorchen. Sie duldet kein nein.
Du verlierst langsam die Kontrolle, du weißt nicht, warum. Aber ein anderer Teil von dir versucht, sich an einen Gedanken zu klammern. Erinnerung an Vertrautes. Familie.
Du streckst dich auf der Suche nach Hilfe.
Macht
- Quendan: wenn irgendwer so stark ist, dass er den Fluss dazu zwingen kann, zu gehorchen, das wer krass.
- Ver’jigor: das wär schlecht.
- Masala: was ihr berichtet, klingt beunruhigend. Wenn jemand die Anbetungsstellen vor uns gefunden hätte. Das würde alleine nicht reichen, um Macht über den Geist zu bekommen, aber es klingt, als ob jemand das versuchen würde. Ich werde mich darüber mit den anderen Wächtern beraten.
- Q: dann sollten wir zurück gehen.
- Chona: sollten wir dann nicht schnell zum Ort des Feuers gehen?
- Q: der ist doch bei den Mahakroda. Aber wir haben nicht gefragt, wo der Ort ist.
- M: wir sollten mit Hochdruck herausfinden, wo sich der Ort der Anbetungsstätte des Holzes verbirgt.
Als wir aufbrechen, sieht Targ irgendetwas und tritt über den Rand der Grube. Während er in die Tiefe stürzt, blicken Ver’jigor, Quendan und Sambucus nach einem Jaguar. Ich merke es erst, nachdem er schon abgestürzt ist.
Ich suche den Weg hinunter zu Targ.
- Quendan: Targ!! Oh nein! Ein Jaguar!!
Sambucus fliegt zum Jaguar, während Ver’jigor stehen bleibt und sichert. Der Jaguar verschwindet im Unterholz und Sambucus folgt ihm. In den Schatten des Waldes folgt er den Spuren des Jaguar weiter hinein.
Die Spur führt über eine Lichtung, Sambucus fliegt aber um die Lichtung herum. Als aus dem dunkelgrünen Dickicht des Laubes die schwarze Raubkatze von Ast zu Ast auf ihn zuspringt.
Sambucus wird aus der Luft gefischt und trudelt schwer verletzt zu Boden, schafft es aber, sich wieder zu fangen.
Er versucht den Jaguar zu bändigen, scheitert aber. Als wäre es der Jaguar ein Namensgeber. Fängt sich noch in der Luft ab und fliegt schräg in die Höhe, um außer Reichweite zu kommen. Dann fliegt er zurück zu uns.
Quendan kümmert sich um Targs Wunden, dann helfen wir ihm wieder hoch.
- Sambucus: Jaguar! Jaguar! Sehr knapp!
Quendan packt sofort das Wundzeug wieder aus.
- Sambucus: muss ich nochmal erklären. Der kam mir damals schon etwas komisch vor. Hat uns immer so zugeguckt. Jetzt bin ich ihm hinterher und wollte nicht über so eine Lichtung fliegen, und bin außenrum, und dann hat er mich angegriffen, und ich hab versucht auszuweichen, und dann hab ich versucht ihn zu bändigen, und das wollte ich euch eigentlich erzählen, und das hat nicht geklappt, und das war ganz komisch, als wir jung waren, da haben wir versucht, wie das ist, wenn wir einen Namensgeber zu bändigen versuchen, und so ähnlich hat sich das mit dem Jaguar angefühlt.
- Quendan: könnte es ein Illusionist sein?
- S: niemals! Ich würde gern wissen, was da los ist, würdet ihr mitkommen?
- Chona: Der Wassergeist war auch sauer, vielleicht erfahren wir da mehr.
- S: Oder er ist der Grund.
- Quendan: findest du ihn denn wieder?
- S: Die Stelle finde ich auf jeden Fall wieder.
Wir gehen zusammen zum Rand der Lichtung.
- Sambucus: und da an der Rechten Seite war es dann.
Ver’jigor sucht nach Spuren des Jaguars.
Wir folgen den Spuren gemeinsam, einen Wildpfad entlang.
Ver’jigor ist vorne, ich bin hinten, Targ mit den Windlingen an den Hörnern ist in der Mitte. Dann kommen wir auf eine weitere Lichtung mit einem Wasserlauf in der Mitte.
Vorne hinter dem Fluss sitzt ein Jaguar im Baum. Neben uns in den Bäumen sitzen große Affen.
- Quendan: Ver’ji, bleib doch mal stehen. Hast du die Affen und die Katze gesehen?
- Ver’jigor: welche Affen, welche Katze?
- Q: Da sind zwei Affen hier, zwei drüben, gucken komisch, die Katze ist die die, die wir verfolgen.
Sambucus versucht, einen der Affen zu bändigen. Der Affe schreit, dann greift er an. Targ brüllt zurück. Volantis (der Eisflieger) greift einen der Affen an.
Ich dränge mich zum Fluss vor und rufe dem Jaguar zu:
- Chona: du kannst nichtmal einen Vogel aus der Luft holen! Was bist du für ein Jaguar? Kannst ja gar nichts!
Targ springt zu einem der Affen und zerschlägt den Ast auf dem er sitzt.
Der Jaguar springt mir entgegen, erwischt mich aber nicht.
Quendan fliegt zur Seite und in die Höhe und schleudert eine Eisbola neben den Jaguar.
Ver’jigor schlägt dem Jaguar die Streitaxt in den Schädel und der Jaguar stürzt zu Boden.
Die Affen verfehlen. Sambucus rammt einem die Krallenhand in die Brust und schleudert ihn zu Boden. Volantis stürzt sich hinterher und rammt ihm die Krallen in den Rücken.
Die Leiche des am Boden liegenden Affen verwandelt sich in einen T’Skrang.
Ein Affe beißt Targ. Etwas.
Dann schießt eine Raubkatze neben mir aus dem Gebüsch. Ein schwarzer Crojen. Springt Ver’jigor an, doch er bleibt stehen.
Sambucus stürzt sich aus der Höhe auf den Crojen und reißt die Krallenhand durch dessen Körper. Quendan schleudert eine Eisbola auf ihn.
Ich richte mein Breitschwert auf den Crojen.
- Chona: Zieht euch zurück, sonst seid ihr alle tot!
Neben mir taucht ein riesiger Gorilla aus dem Unterholz auf.
Anhang
Namen
- der plappernde Windling Skreet
- hustender Zwerg Wyven
- Händler Jorkan
- Diebin Tia
- Kapitänin Amak lässt sich erschöpft mit einem Krug Bier auf die Bank
- Nibbs, die jüngste in der Crew
- Kapitän Averes
- Ein Adept mit zwei Schwerten Th’Art
- Fischändler Dalei
- Schiff Schelonida
- Schamane Udan Apar
- Tel’Dain, Ein T’Skrang mit dunkelgrünen Schuppen
- Stumme Flusspiraten Henjoke
- Steuerork Kraut
- T’Skrang Tel’Dain aus der Besatzung
- Der Ara von Sambucus: Drana
- Lahala Nentilor
- eine T’Skrang Sekarin. Nentilor.
- Nalun, jung, trainiert die Kämpfer.
- Finscha, T’Skrang.
- Trollhändler Mahendo mit dem Schiff Harmatan
- Joran, Maschinist der Harmatan
- Lunga-Hexe
- Eshora, Die Lahala Nensora. Vierfarbige Schuppen. Kunst.
- Isa’a, wütende Schwertmeisterin der Nensora.
- wirklich alte T’Skrang, Mesala mit grünen, mystisch bemalten Schuppen
- Schwa’an, praktisch gekleideter, blaugeschuppter
- P’trell, Windling.
- Ern’ta, Scout.
- Slipsplisnir, Windling, die kleine Schwester von Sleipnir
- Bintrel, Windling
- G’Schosa, im Haushalt der Lahala Daikara tätig
- Kalidasa Daikara, jetzt Lahala Daikara
- etwas älterer Zwerg, Hausvor Neumoney, Händler, muss sich von Kunus fernhalten
- T’Risch, T’Skrang, skeptisch
- K’Suk, T’Skrang
- Kunus, Schmied der Daikara
- Upani Shaidn, Daikara, Kapitän der Kinshal.
- Tikala Sha, die Hüterin des Wissens.